Slawische Burganlagen in Mecklenburg-Vorpommern A-M (167)


Ahrensberg, Ahrenshoop, Altentreptow, Altkalen, Auerose, Barner Stück, Barth, Basedow, Beestland, Behren-Lübchin, Besitz, Blankenberg, Boizenburg, Böken, Bölkow, Bolter Schleuse, Brüel, Brüsewitz, Brunow, Buchholz, Bülow, Bülower Burg, Büttelkow, Bützow, Burg Stargard, Camitz, Carwitz, Clausdorf, Crivitz, DabelDalwitz, Dambeck, Dargun, Demmin, Döbbersen, Dobbin-Linstow, Dolgen am See, Dömitz, Dorf Mecklenburg, Dummerstorf, Dutzow, Eggesin, Eickhof, Fahrenholz, Fahrenwalde, Feldberg, Feldhusen, Fincken, Flessenow, Fresenbrügge, Fresendorf, Friedland, Friedrichsruhe, Fürstensee, Gädebehn, Gadebusch, Gallin, Ganschendorf, Gegensee, Glienke, Göhren, Göhren-Lebbin, Goldberg, Goldenbaum, Goldenbow, Görke, Grabow, Gremmelin, Groß Below, Groß Bünsdorf, Groß Gievitz, Groß Görnow, Groß Lüsewitz, Groß Quassow, Groß Raden, Groß Roge, Groß Wokern, Groß Woltersdorf, Groß Wüstenfelde, Grubenhagen, Grüttow, Gülzowshof, Gützkow, Hohenbüssow, Hohen Sprenz, Hungerstorf, Ilow, Ivenack, Janow, Jatzke, KagenowKargow, Karow, Käselin, Kastorf, Kastorf-Burgwallinsel, Kavelsdorf, Kessin-Rostock, Kieve, Kirch Rosin, Kirchdorf, Klein Luckow, Klempenow, Krakow am See, Kratzeburg, Kreien, Krembz, Krien, Krienke, Kritzow, Kröslin, Kucksdorf, Küsserow, Kummerow, Laage, Langensee, Lapitz, LärzLaschendorf, Lassan, Letzin-Siedlung, Liepen, Liepen-Tessin, Lindenberg, Löbnitz, Löcknitz, Lockwisch, Loitz, Loiz, Ludorf, Lütgendorf, Madsow, Malchin, Malchow, Marlow, Marnitz, Marsow, Medrow, Menkendorf, Möllenhagen, Mölln, Muchow, Mustin


Ahrensberg

1. Burgwall in Ahrensberg

Südlich des Dorfes Ahrensberg im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte lag in der Slawenzeit auf einer Halbinsel eine Wallanlage. Heute befindet sich hier der Gutshof von Ahrensberg. Dort erkennt man noch eindeutige Wallreste. Oberflächenfunde zeigen aber, dass die einstige Slawenburg in der frühdeutschen Zeit überbaut wurde. Trotzdem kann man sie als typische Wallanlage erkennen. Den deutschen Adligen war es mancherorts zu mühsam, neue kleinere Anlagen zu errichten und so nutzten sie oft ältere slawische Burgwälle.

Lage                   

2. Burgwall am "Plätlinsee"

Lage des Burgwalls im Google Luftbild von 2003

Seit 1983 ist dieser Fundplatz bekannt. K. Ridder und U. Schoknecht vermuteten schon damals eine slawische Wallanlage an diesem Platz. Auf Luftaufnahmen von 2003 konnte man eindeutig eine kreisrunde Grabenbefestigung ausmachen. Es handelte sich wohl um eine Wallbefestigung auf einer damaligen Halbinsel am Nordostrand des Plätlinsees. Auf älteren Messtischblättern ist der Platz deutlich als Halbinsel zu erkennen. Nach der Keramik zu urteilen, handelte es sich um eine frühslawische Burg des 8./9. Jahrhunderts.

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Ahrenshoop (Vermutung)

Lage des vermuteten Burgwalls im Google Luftbild

Am östlichen Ortsrand von Ahrenshoop auf der Halbinselkette Darß-Zingst im Landkreis Vorpommern-Rügen befinden sich die Reste einer alten Schanze. Laut dem Buch von Joachim Herrmann "Die Slawen in Deutschland" handelt es sich hier um einen spätslawischen Burgwall des 11. bis 12. Jahrhunderts. Er wurde vermutlich im 30-jährigen Krieg mit einer Schanze überbaut und dadurch stark verformt.

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Altentreptow (Vermutung)

  

Die Slawen besiedelten auch das Gebiet der heutigen Kleinstadt Altentreptow und erbauten hier möglicherweise auch einen Burgwall. Der Klosterberg nördlich der Stadt wäre eigentlich  ideal für die Errichtung einer solchen Burganlage gewesen. Von ihm aus konnte man aus erhöhter Position auf die nahe Tollense blicken. Am Fuße des Berges gibt es zudem einen großen Platz, der ideal als Vorburg genutzt werden konnte. Am Plateaurand des Berges gibt es ausserdem eine Steinreihe, die von Menschenhand geschaffen wurde und im Winter kann man noch leichte Wallzüge erkennen. Ende 2011 wurden archäologische Ausgrabungen auf dem Plateau des Klosterberges vorgenommen. Ausgrabungsleiter war Prof. Dr. Felix Biermann. Im Vorfeld der Ausgrabungen erhoffte man sich Antworten auf die slawische Vornutzung des Geländes. Einige Forscher gingen hier ebenfalls von einer frühslawischen Höhenburg aus. Zum Erstaunen vieler fanden sich aber überhaupt keine Hinweise auf eine slawische Nutzung des Klosterberges. Nur die Fundamente des frühdeutschen Klosters und  Reste eines späteren Friedhofes konnte man nachweisen. Die slawische Burg könnte also woanders gelegen haben. Dafür infrage kommt dann eigentlich nur noch das Gebiet um die heutige Petrikirche in der Altstadt. Häufig findet man heute den falschen Hinweis zu Altentreptow, dass der Ort bereits 1128 vom Bischof Otto von Bamberg besucht und christianisiert wurde. Damit war Treptow an der Rega im heutigen Polen gemeint und nicht Altentreptow in Mecklenburg! Altentreptow hieß früher Treptow an der Tollense. Daher kam es wohl zu der Verwechslung beider Orte. In der Nähe des heutigen Klosterberges befindet sich ein beeindruckend großer Findling. Er wird auch als Bismarckstein bezeichnet.

Klosterberg:

Lage                   

Großer Findling:

Lage      

Petrikirche:

Lage     

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Altkalen

Der "Schlossberg" genannte Burgwall stellt ein eindrucksvolles Denkmal in Altkalen dar. Er trug ehemals eine slawische und später frühdeutsche Burganlage, die zu der im 13. Jahrhundert gegründeten Stadt Altkalen gehörte. Die Stadt wurde jedoch kurze Zeit später an ihren heutigen Ort in Neukalen verlagert. Altkalen bestand allerdings als kleines Dorf weiter.  Die heutige Höhe des Burgwalls beträgt ca. 4-5 m, sein runder Durchmesser rund 100 m. Insgesamt ist er sehr gut erhalten. Ich konnte im Sommer 2008 keinerlei Störungen im Burgberg feststellen. Allerdings sind auf dem Burgplateau keine Wälle mehr erkennbar und die Burg fällt zu den Wiesen nur sehr flach ab. Daraus schliesse ich, dass die Burg längere Zeit beackert wurde und so einstige Wälle abgetragen worden sind. Vom Aussehen und Umfang ähnelt die Alt Kalener Burg sehr stark der Burg in Möllenhagen bei Waren an der Müritz, die in der frühslawischen Zeit bestand.

Lage                  

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Auerose

Ungefähr zwei Kilometer nordöstlich von Auerose im Landkreis Vorpommern-Greifswald liegen die Reste einer oberirdisch zerstörten Wallanlage. Relikte eines Walles sind vor Ort nicht mehr erkennbar. Allerdings wird der Ort schon 1616 als Burgwall genannt und slawische Scherben deuten auf die einstigen Erbauer hin. Angelegt wurde die Burg am Zusammenfluss zweier kleinerer Flüsse, der "Pötterbeck" und der "Flottbeck".

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Barner Stück

Der slawische Burgwall befindet sich ca. 1,5 km nördlich vom Ort Barner Stück im Landkreis Nordwestmecklenburg auf dem sogenannten Schlossberg. Zur Anlage des slawischen Burgwalls wurde ein natürlicher Geländerücken genutzt. Hier wurde ein heute noch gut erkennbarer ovaler Ringwall mit vorgelagertem Graben angelegt, der nach Südosten durch einen Abschnittswall mit Graben geschützt ist. Über den bergabführenden Weg nach Süden am Westhang des Schloßberges entlang erreicht man die Aubachniederung, von wo aus ein schöner Blick auf einen in der Niederung liegenden frühdeutschen Turmhügel ermöglicht wird.

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Barth

1.

Das erste Mal wurde die Gegend von Barth als "provincia Barta" um 1159 im Kampf gegen die hier ansässigen Slawen erwähnt. Der Name bedeutet soviel wie "kleine Erhöhung". Die Slawenburg befand sich südlich des heutigen Bahnhofs und trägt heute die Flurnamen "Alte Burg" und "Schlossberg". Die Wälle sind noch vorhanden, allerdings befindet sich im Burgbereich eine moderne Freilichtbühne.

Lage                 


2.

Eine weitere slawische Burganlage befand sich nordwestlich der Stadt. Hier erinnert noch die Straße "Borgwall" an die einstige Burgstelle. Der Burgwall besteht aus einer flachen Erhebung, die mit einem Erdwall umgeben war. Die beiden Burganlagen von Barth mussten nach dem Willen der Barther Bürger später abgebrochen werden. Die Gründe dafür sind nicht überliefert.

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Basedow (Vermutung)

Lage des vermuteten Burgwalls im Google Luftbild von 2004

Etwa drei Kilometer nördlich von Basedow befand sich einst die sogenannte "Kniepenburg" am Malchiner See. Diese Niederungsburg war eindeutig eine frühdeutsche Burganlage. Allerdings gibt es den Hinweis, dass sie auf einer alten wendischen, also slawischen, Wasserburg errichtet worden sein soll. Die deutsche Burg wurde im 13./14. Jahrhundert errichtet und lag bereits 1405 wüst. Es soll eine große, mehrgliedrige Burg gewesen sein und vor Ort kann man heute noch wenige Ziegelsteinfragmente und Feldsteine beobachten. Wie allerdings einst die slawische Vorgängerburg aussah, ist nicht mehr nachvollziehbar, da sie von der deutschen Burg komplett überbaut wurde. Da die nahe gelegenen Orte Basedow und Wendischhagen eindeutig auf slawische Wurzeln hinweisen, kann man hier zur Burg gehörende Siedlungen vermuten.

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Beestland

 

Etwa einen Kilometer nordwestlich von Beestland befindet sich ein hoher Burghügel im Beestlander Forst, auf dem in der frühslawischen Zeit eine kleine Höhenburg stand. Im Volksmund wird dieser Wallberg auch "Bärenburg" genannt. Vermutlich wurde diese Burg auf einer natürlichen Erhebung am Rand einer weiten Niederung im 8./9. Jahrhundert angelegt. Die Erbauer gehörten zum Großstamm der Wilzen, die nur in der frühslawischen Zeit solche Höhenburgen errichteten. Wallreste sind auf dem Hügelplateau nicht mehr erkennbar. Vermutlich war die auf natürliche Weise gesicherte Burg nur mit einfacheren Holzkonstruktionen befestigt. Um den Bergfuß scheint ein künstlich angelegter Graben zu verlaufen. Ein Besuch ist in den kälteren Jahreszeiten zu empfehlen.

Lage                  

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Behren-Lübchin

Unweit von dem Dorfe Behren-Lübchin lag im 10. bis 12. Jahrhundert eine stark befestigte Inselburg der "Zirzipaner". Das interessante hier ist, dass sie mit einem Bericht von "Saxo Grammaticus "aus dem Jahre 1171 identisch sein könnte. Dies konnte man bei Ausgrabungen, die von 1956 bis 1961 hier stattfanden, sehr gut nachweisen. Heute liegt die Anlage in einer kleinen Senke, die teilweise mit Bäumen bestanden ist. Die Burg wurde durch jahrelange Ackerbewirtschaftung sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und ist daher kaum noch als solche zu erkennen. Von einem ehemaligen See ist hier auch nichts mehr zu sehen. Saxo berichtete, dass dieser See damals schiffbar war. Bei den Ausgrabungen zeigte sich dann Erstaunliches. Man traf im Erdreich so viele Konstruktionshölzer der Brücke und der Burg an, dass man sie sehr gut rekonstruieren konnte anhand des Fundmaterials. Am Ufer konnte man ebenfalls eine befestigte 5 ha große Vorburgsiedlung aufdecken. Wahrscheinlich bestand hier schon vor der Anlage der Inselburg im 9./10. Jahrhundert eine offene Siedlung. Als man sich nun dazu entschloss auf der Insel eine Burg zu errichten, umwallte man diese größere Siedlung am Ufer hufeisenförmig. Nur die Seeseite wurde ohne Wall errichtet. Hier sind aber Palisaden sowie ein Seetor mit beginnender Brücke sehr stark zu vermuten. Die hölzerne Brücke führte dann zur Inselburg. Man konnte eindeutig zwei Bauperioden der Inselanlage feststellen. Die erste Anlage wurde gegen Ende des 10. Jahrhunderts angelegt. Man konnte durch die gute Erhaltung der Bauhölzer sogar erkennen, dass der Bau wohl im April oder Mai begann. Die Burg selber wurde nur zu der Seite mit einem Halbkreiswall aus Erde geschützt, die zur Landseite zeigte. Hier landete auch die ca. 320 m lange Brücke an.  Auf dem Wall gab es dann auch einen überdachten hölzernen Wehrgang. Vor diesem Halbwall errichtete man dann eine weitere niedrigere Kastenkonstruktion, auf der sich auch ein Wehrgang befand, der aber nicht überdacht war.  So konnte die Brücke von zwei verschiedenen Positionen vom Wall aus verteidigt werden. Der Torturm selber hatte wohl zwei Geschosse. Er wurde am Ende des Erdwalles eingebaut. Man konnte von ihm aus in den überdachten Wehrgang auf dem Wall gelangen. Auf der anderen Seite des Torturmes endete dann der nur aus Holz errichtete Holzwall, der die zweite Hälfte des Schutzes der Burg bildete. Auf ihm konnte man ebenfalls vom Torturm entlanggehen. Er besaß Holzblenden, um gegen einen vom See kommenden Feind zu schützen. Er ging dann in den Wehrgang auf dem Erdwall über. Da der Erdwall höher war, wird es eine Art kleine Treppe zum niedrigeren hölzernen Halbkreiswall gegeben haben. Wie das Innere dieser ersten Anlage aussah, ist schwierig zu beantworten. Die Häuser waren sicherlich direkt am Wall gebaut. Diese erste Anlage war laut den Grabungsbefunden eine längere Zeit in Gebrauch. Der dänische Kriegszug Waldemars im Sommer 1171 ging gegen die "Zirzipanen" und führte wahrscheinlich zu dieser Burganlage. Viel erzählt uns Saxo nicht über die Burg, aber es reicht aus um zu erkennen, dass er diese Burg hier von Behren-Lübchin meinen könnte. Er schreibt:
" Die Burg hatte einen Wall nur an der Seite, welche die Brücke berührte, die sich von hier aus nach dem festen Lande hinüberzog." Dieses Detail ist identisch mit dieser Burg. Weiter schreibt er: "Die Bewohner dieser Stadt hatten einen hölzernen Turm errichtet, von dem aus sie den Dänen mit Sicheln, die an langen Stangen gebunden waren, die Schilde entrissen oder sie ins Wasser zogen." Bei den Ausgrabungen fanden die Archäologen eine große Anzahl von Sicheln an der Burganlage in der Nähe der Brücke. Wieder ein Detail, das zu Saxos Burg passt! Er berichtet dann weiter, dass man zur Errichtung einer provisorischen Brückenanlage das Holz aus einer nahe am See gelegenen Siedlung entnahm.  Vielleicht meinte er mit der nahen Siedlung die befestigte hufeisenförmige Vorburgsiedlung an Land. Die Dänen errichteten eine neue provisorische Brücke zur Inselburg und konnten diese schliesslich einnehmen. Die Männer wurden alle getötet, Frauen und Kinder gingen in Gefangenschaft. Otimar, wahrscheinlich ein slawischer Adliger dem die Burg gehörte, liess man gehen. Schon kurz nach der Zerstörung der ersten Anlage errichteten die Slawen eine neue Anlage am gleichen Platz. Diese hatte zwar den gleichen Umfang wie die erste, sah aber ganz anders aus. Die Brücke zur Insel befand sich an der gleichen Stelle wie zuvor, aber ein Brückenhaus legte man nun in etwas weiterem Abstand zur Burg an. Auch das Eingangstor zur Anlage lag an derselben Selle wie vorher. Aber man errichtete nun einen komplett umlaufenden Erdwall, der aber keinen überdachten Wehrgang besaß. Auf seiner Oberseite gab es einen normalen begehbaren Wehrgang. Die Brustwehr des Walles bestand aus hölzernen Blenden, die immer wieder gleichmäßig unterbrochen waren. So konnten die Slawen zum Nachladen ihrer Waffen verschwinden, oder sich vor feindlichen Pfeilen verstecken. Auch diese Burg wurde um 1200 erobert. Man fand heraus, dass ein erbitterter Kampf wohl schon auf der Brücke zur Insel im Bereich des Brückenhauses stattfand. Hier fanden sich zahlreiche Waffen und einige Münzen im ehemaligen Seegrund. Durch diese Münzen konnte man die entgültige Zerstörung der Burg zeitlich einordnen. Wer die Angreifer waren ist nur zu vermuten. Ob es nun wieder die Dänen, Deutsche oder die Slawen selbst waren, ist nicht überliefert. Um 1200 waren ja nun schon viele ehemalige slawische Landesteile christianisiert. Behren-Lübchin war wohl eine der letzten slawischen Burgen, die nun entgültig vernichtet wurden. Erstaunlicherweise lieferten n
euere Holzproben, dass die Zerstörung der ersten Burg von Behren-Lübchin bereits im 11. Jahrhundert stattfand. Vermutlich geschah dies im Zusammenhang mit dem lutizischen Bruderkrieg von 1056/57. Die Zirzipanen und Kessiner wurden von den Redarier und Tollensern mit Hilfe der Obodriten, Sachsen und Dänen geschlagen. Das Gebiet der unterlegenen Zirzipanen und Kessiner kam dann in die Hände der Obodriten, die die zweite Burg von Behren-Lübchin wahrscheinlich neu aufbauten.

Burgwallinsel:

Lage              

Vorburgsiedlung:

Lage              

Siehe auch:
 
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Besitz

Südlich von Besitz lag in der spätslawischen Zeit des 11. und 12. Jahrhunderts eine slawische Niederungsburg. Von ihr ist heute allerdings nicht mehr viel übrig geblieben. Wie man noch erkennen kann, wurde sie geschickt an einem Fluss angelegt, der die Burg direkt umfloss. Somit kann man vermuten, dass sie einst auf einer natürlichen kleinen Insel stand und so gut geschützt lag. Sie ist heute noch unter dem Namen "Nedderborg" bekannt und liegt heute zwischen dem "Burgsee" und dem Fluss "Sude".

Lage                   

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Blankenberg

Gut zwei Kilometer nordwestlich von Blankenberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim liegt der Standort einer slawischen Burganlage am Abfluss des Glammsees. Er befindet sich in einem kleinen Eichenwald, halbseits von einer Schlinge des Tönnisbachs umgeben.

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Boizenburg

Boizenburg ist eine Kleinstadt am Ostufer der Elbe und an der Bundestraße B5 Berlin-Hamburg. Wie die meisten Orte mit “-burg” im Namen hatte auch die Elbestadt Boizenburg einst eine Burg aufzuweisen. Ursprünglich handelte es sich um eine slawische Niederungsburg an dem Flüßchen Boize (slaw. “Kampf”). Die slawische Burg wurde schon auf einer älteren eisenzeitlichen Burg angelegt, wie Funde zeigten. Nach Schleifung der slawischen Burg im Jahre 1208 wurde auf dem Burggelände, veranlaßt durch den dänischen König Waldemar, eine mittelalterliche Schloßanlage errichtet, die im 30-jährigen Krieg 1644 von den schwedischen Besatzungstruppen zerstört wurde. Auf deren Resten entstand dann eine frühneuzeitliche Burganlage.

Lage              

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Böken

Zwei Kilometer nordnordwestlich von Böken in Westmecklenburg liegen die Reste einer ausgedehnten Burganlage. Angelegt wurde sie in der altslawischen Zeit und wurde bis in die frühdeutsche Zeit genutzt. Heute erkennt man vor Ort noch eine flache Erhöhung in der Niederung. Diese Reste stellen die ehemalige Burg dar. Auch ein Turmhügel soll noch erkennbar sein. Dieser ist sicher ein Einbau aus der frühdeutschen Zeitepoche des 12./13. Jahrhunderts. Insgesamt ist die Burgfläche ca. 140 mal 110 m groß. Wie diese Burg einst aussah kann man nicht mehr nachvollziehen, da die Burgfläche beackert wird.

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Bölkow

Nordwestlich des Dorfes Bölkow im Landkreis Rostock befindet sich eine langgezogene Halbinsel, die westlich in den Gutower See hineinragt. Hier befand sich in der Slawenzeit des 8. bis 12. Jahrhunderts am Westrand eine Burganlage. Da der Wasserstand früher höher war ist zu vermuten, dass es sich hier um eine Art Inselburg handelte. Da der Boden kaum für die Ackerbewirtschaftung geeignet war, blieb der Burgwall gut erhalten. Auf dem Festland am südöstlichen Uferbereich des Sees nordwestlich von Bölkow, fand man schon vor längerer Zeit slawische Scherben. Zu vermuten ist hier also eine zur Burg gehörende Dorfsiedlung. Die Inselburg selbst hatte wohl auch noch eine Vorburg. Wenn es stark geregnet hat, ist die gesamte Halbinsel östlich der Burg sehr feucht und moorig. 

Lage                   

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Bolter Schleuse

Südlich des Ortes "Bolter Schleuse" an der Müritz bei Rechlin befindet sich vermutlich ein Burgwall, der heute mitten in einem kleinen See liegt. Die Insel ist heute nicht bewaldet und daher sind von Land aus noch Wallreste zu erkennen. Der See ist umzäunt und wird heute als Fischteich genutzt. Aus der Luft erkennt man noch eindeutig die ehemaligen Grundzüge der Anlage. Sie war ca. 60 bis 70 m im Durchmesser und oval. Zu vermuten ist heute, dass die ehemaligen slawischen Bewohner dem Stamm der "Müritzer" angehörten.

Lage                   

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Brüel

In Brüel im Landkreis Ludwigslust-Parchim befindet sich ein slawischer Burgwall, der im 12. Jahrhundert durch den Feldzug Heinrich des Löwen erobert wurde. Man nutzte die vorhandene Anlage dann weiter, baute sie aber zu einer steinernden Burg aus. Davon ist heute aber nichts mehr zu erkennen. Nur der 70 m große Burgwall, der noch bis zu 2 m hoch ist, ist erhalten geblieben. Die Bilder in der Galerie stellte mir freundlicherweise Reinhard Labahn zur Verfügung. Mehr interessante Bilder von ihm könnt ihr hier sehen!

Lage 

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Brüsewitz

Unmittelbar nördlich des Sportplatzes in Brüsewitz befinden sich die Reste eines slawischen Burgwalls. Er grenzt im Norden direkt an dem Flüsschen Stepenitz. Man erkennt nur eine Art planierten kleinen Hügel, der im Volksmund auch Hexenberg genannt wird. In früherer Zeit soll der Burgberg einmal mit einer neuzeitlichen Kapelle bebaut gewesen sein. Die Bilder in der Galerie stellte mir freundlicherweise Reinhard Labahn zur Verfügung. Mehr interessante Bilder von ihm könnt ihr hier sehen!

Lage                  

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Brunow

Circa zwei Kilometer nordwestlich von Brunow im Landkreis Ludwigslust-Parchim befindet sich eine slawische Niederungsburg. Der Burgwall wird auch als "Schwedenschanze" bezeichnet. Diese Bezeichnung für slawische Burgwälle kommt relativ häufig vor. Der Wall hat eine ovale Form von gut 130 m Durchmesser. Er ist heute unbewaldet und auf dem Luftbild sehr gut zu erkennen.

Lage

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Buchholz

Ein gut erhaltener slawischer Burgwall liegt zwei Kilometer nordwestlich von Buchholz in der Niederung eines Baches (Tollensezufluß) im Buchholzer Holz. Der Bach gabelt sich an der Fundstelle und bildet so eine Insel, an deren Nordende der Wall liegt. Der Wall erhebt sich heute noch 4-5 m aus der Niederung heraus. Die Burg liegt knapp einen Kilometer von dem Tollensefluss entfernt. Der nur knapp 6 Kilometer entfernte Doppelburgwall von Hohenbüssow liegt fast auf der gleichen Höhe wie der Burgwall von Buchholz. Auch er hält einen Abstand von knapp einen Kilometer zur Tollense. Ich vermute, dass die Anlage von Buchholz eine ähnliche Aufgabe hatte, wie alle anderen Burgen an dem Fluss. Sie stellten wohl Grenzbefestigungen dar und überwachten zusätzlich Furten über das Gewässer. Der Burgwall von Buchholz hat auf der Oberfläche eine Ausdehnung von etwa 40 x 45 m und dürfte in die mittelslawische Epoche gehören. Ein Besuch ist nur im Winter zu empfehlen!

Lage                  

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Bülow

Bei Bülow liegt am Hochufer des Malchiner Sees der sogenannte "Weiße Berg". Es ist der Rest einer slawischen Burg des 9./10. Jahrhunderts. Hinter dem etwa 4 m hohen Wall fällt das Areal zum See hin sehr steil ab. Vermutlich wurde die alte Burgfläche und der Großteil des Walles von starkem Wellengang des Malchiner Sees im Laufe der Jahrhunderte abgespült. Ganz ähnlich erging es auch dem bekannten Burgwall am Kap Arkona auf Rügen. Ob die ehemalige Burg von Bülow nur aus einem Halbkreiswall bestand ist nicht mehr zu sagen. Da der kleine Wallrest aber einen deutlichen Bogen macht, kann die Burg nicht sehr groß gewesen sein. Es handelte sich nach meiner Meinung um einen kleinen Ringwall von etwa 50 bis 60 m Durchmesser, der damals direkt an der Hochuferkante des Malchiner Sees lag. Ein Burgtor ist im Wallrest nicht mehr zu erkennen.

Lage                   

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Bülower Burg

Die Reste einer wohl slawischen Burganlage befinden sich in dem kleinen Ort Bülower Burg bei der Wochenendsiedlung. Sie wurde genau auf einer Halbinsel errichtet, die in den Parumer See hineinragt.

Lage 

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Büttelkow

Von der Wallanlage Büttelkow ist heute noch ein halber Graben vorhanden, der mit einer Brücke überspannt wurde und bis zum heutigen Tag Wasser führt. Die gesamte Anlage ist heute in Privatbesitz und nur mit Erlaubnis zu Betreten. Abgesehen von dem Graben existiert ein Rittergut, bzw. ein Herrenhaus von 1910, in dem die heutigen Bewohner der Wallanlage leben.
Die Wallanlage Büttelkow bestand einst aus einer Grabenanlage und einem dahinter liegenden Wall. Die Anlage war rund und besaß nur einen Zugang. Die Gebäude im Inneren bestanden aus Holz. Der größte Teil der Anlage ist heute Garten und beherbergt eine Menge Kunstgegenstände des hier wohnenden Künstlers. Zudem kann man auf der Anlage übernachten.

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Bützow

1. Burgwall "Hopfenwall"

Vermutete Lage zur Slawenzeit, nach Ronny Krüger 2016

Der Name Bützow ist eindeutig slawischen Urspungs. Es ist ein Personenname und könnte Butis, Budis oder Bytis gelautet haben. Bereits im Jahre 1171 wurde dieser Ort mehrere Male als slawische Burg "castrum Butissowe "erwähnt. Die ehemalige Burg liegt heute auf einer Halbinsel, die in den Bützower See hinein reicht. Auf Luftbildern kann man erkennen, dass dieser See früher einen höheren Wasserstand gehabt haben muss. Daher wird diese Burg gut geschützt auf einer Halbinsel oder ufernahen Insel gelegen haben. Sie hatte einen ovalen Gundriss von 60 bis 65 m und lag auf einer etwa 7 m hohen Horst. Man vermutet, dass diese Burg bereits in der mittelslawischen Zeit des 9./10. Jahrhunderts einen Stammessitz darstellte. Pfähle einer Brücke oder eines Bohlenweges konnten in der Niederung vor dem "Hopfenwall" nachgewiesen werden. Um 1180 wurde der Burgort Residenz der Bischöfe von Schwerin und spätestens um 1229 entwickelte sich die Stadt Bützow, die aus der slawischen Vorburgsiedlung entstanden war. Heute befinden sich am "Hopfenwall" mehrere Häuser und Gehöfte.

Lage                

2. Burgwall "Judendamm"

Ein weiterer slawischer Burgwall befindet sich südlich der Stadt direkt an der Warnow in den Wiesen. Schon um 1850 berichtete Friedrich Seidel von dieser Wallburg. Er beschrieb sie als "...zwei Wälle, die halbrund sind und einen verschobenen Kreis bilden". Sie sollen jeweils 200 Schritte lang gewesen sein und lagen auf halben Wege nach Vierburg. Genauere Untersuchungen gab es hier noch nicht, daher konnte man diese Anlage zeitlich noch nicht einordnen. Sicher ist jedoch, dass sie vor dem "Hopfenwall" angelegt wurde, da dieser ja bis zum Ende des 12. Jahrhunderts bestand.

Lage

3. Burgwall in Bützow "Jürgensdorf"

Vermutete Lage zur Slawenzeit, nach Ronny Krüger 2016

Eine noch nicht eindeutig erforschte und bestimmbare Wallanlage befindet sich in Bützow, Stadtteil Jürgensdorf. Oberirdisch ist von ihr nichts mehr erhalten geblieben. Doch konnte man auf Luftbildern eindeutig ihre Umrisse erkennen, als der Grundwasserspiegel nach längeren Regenfällen anstieg. Sie hat einen ovalen Umriss von ca. 150 x 120 m samt umgebenen Graben und liegt direkt innerhalb von zwei "Warnowärmen". Die Burg kontrollierte eindeutig den damaligen Schiffsverkehr auf der Warnow. Bis heute ist man sich nicht einig, ob es sich um eine slawische, oder um eine frühdeutsche Anlage handeln könnte. Nach meiner Erfahrung kann es sich nur um eine Slawenburg handeln. Gerade einmal einen Kilometer weiter westlich befand sich eine weitere bedeutende Slawenburg, nämlich der bereits oben erwähnte "Hopfenwall". Solche Nähe zueinander sieht man relativ oft bei den Slawen. Vielleicht wurde der Burgwall von Jürgensdorf auch freiwillig aufgegeben, weil die Burg durch den natürlichen Grundwasseranstieg im frühen Mittelalter bereits vom Wasser bedrängt und unbewohnbar wurde.

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Burg Stargard (Vermutung)

  

Die gut erhaltene mittelalterliche Burg Stargard wurde um 1236 auf dem Burgberg in der gleichnamigen kleinen Stadt erbaut. Der Name ist allerdings slawischen Ursprungs und bedeutet übersetzt "alte Burg" (slawisch: stary gard). Demnach bestand vermutlich schon vor dem 13. Jahrhundert eine ältere Höhenburg an dieser Stelle. Ob es sich hier allerdings im Ursprung um eine slawische oder eine noch ältere bronzezeitliche/germanische Befestigung handelte, ist bisher unbekannt. Untersuchungen vor Ort ergaben Siedlungsspuren, die um die 4000 Jahre alt sind. Der Burgberg war also schon immer ein beliebter Rückzugsort für die Menschen. Im südlichen Teil des Bergplateaus erkennt man noch die Reste eines Walles, der höchstwahrscheinlich schon zu einer von mir vermuteten Slawenburg gehörte. Keramikscherben (Typ Feldberg) belegen dies. Der Grundriss der Wallanlagen der deutschen Burg erinnert doch stark an eine slawische Burganlage. Slawische Höhenburgen existierten in der Gegend aber nur in der Zeit des 8. bis 9. Jahrhunderts. Ein direkter Nachweis so einer Burganlage fehlt jedoch bis heute. Einige Wissenschaftler sehen im Grundriss der mittelalterlichen Burg Stargard eine zweigliedrige mittelslawische Burganlage, die im 13. Jahrhundert überbaut wurde. Mittelslawische Kleinburgen des 9./10. Jahrhunderts lagen aber fast immer in Niederungen und nur selten auf Bergspornen!

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Camitz

Eine slawische Höhenburg befindet sich südwestlich von Camitz im Landkreis Vorpommern-Rügen. Die Slawen legten sie strategisch gut geschützt am Recknitztal an. Einen Wall errichteten sie nur zur Landseite hin. Zum Tal hin war sie ohne Wallkonstruktion. Hier gab es aber sicher andere Schutzmaßnahmen in Form von Palisadenwänden. Fälschlicherweise wird die Wallburg auch als Schwedenschanze bezeichnet. Heute liegt die ca. 80 m große Anlage in einem Waldgebiet.

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Carwitz (Vermutung)

    

Carwitz liegt ungefähr 4 Kilometer südlich von Feldberg inmitten der Feldberger Seenlandschaft. Östlich des Ortes befindet sich eine langgezogene Halbinsel. Auf ihr liegt das ehemalige Wohnhaus von Hans Fallada, der hier von 1933 bis 1944 lebte. Auch in der frühslawischen Zeit des 8./9. Jahrhunderts war man von diesem Ort angetan und errichtete hier eine Art Höhenburg, wie sie typisch für diese Zeit war. Oberirdisch ist aber kaum noch etwas davon zu erkennen. Auf der Halbinsel gab es vermutlich auch eine Vorburgsiedlung.

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Clausdorf

Die Reste eines spätslawischen Burgwalls des 11./12. Jahrhunderts liegen direkt an der Straße von Hungerstorf nach Clausdorf im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte. Leider wurde durch den Straßenbau etwa die Hälfte des Ringwalles zerstört. Im Nordteil ist der Burgwall dennoch sehr gut erhalten geblieben und erreicht eine enorme Höhe gegenüber den umliegenden Wiesenflächen. Der an einem See errichtete Burgwall muss im Endstadium um die 10 m hoch gewesen sein und war der Sitz eines lokalen zirzipanischen Fürsten, der die Gegend politisch und gesellschaftlich verwaltete. Vermutlich bestanden im Innenraum kasemattenähnliche Wallanbauten, die als Wohnraum dienten. Im nördlichen Vorfeld lag nach meiner Einschätzung eine Vorburgsiedlung, in denen die Handwerker ihre Wohn- und Arbeitsstätten hatten. Ein Besuch der Burg ist in den kälteren Jahreszeiten zu empfehlen, da das Gelände im Sommer stark zugewuchert ist. Ein "Infostein" und Sitzmöglichkeiten sind an der Straßenseite vorhanden.

Lage       

Siehe auch:

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Crivitz

   

Crivitz ist eine mecklenburgische Kleinstadt, die etwa 20 Kilometer östlich von Schwerin liegt. Eine slawische Burg lag auf einer Halbinsel am Ostufer des Crivitzer Sees ungefähr 300 m westlich der heutigen Stadtkirche. Es handelte sich um einen ellipsenförmigen Burgwall von etwa 70 m Länge und 43 m Breite, der durch die mittelalterlich/moderne Überbauung stark gestört ist. In der Slawenzeit könnte es sich um eine Inselburg gehandelt haben. Keramische Hinterlassenschaften konnten dem "Menkendorfer- und Vipperower Typ" zugeordnet werden. Demzufolge bestand die Inselburg in der mittel- bis spätslawischen Zeit des 10. bis 12. Jahrhunderts. Die Burg war vermutlich die Hauptburg des Landes "Crivitz", die im Stammesgebiet der Obodriten lag. Bis 2009 war das Bodendenkmal mit mehreren Gebäuden aus DDR-Zeiten bebaut, die inzwischen restlos abgetragen worden sind. Ein Schild weisst darauf hin, dass hier ein bedeutendes Bodendenkmal liegt, weitere Informationen fehlen jedoch. Um 1850 nutzte man das Gelände als Armenfriedhof.

Lage                  

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Dabel

Der Burgwall, auch Schwedenschanze genannt, liegt auf dem Werder. Der Werder ragt im Westen des Klein Pritzer Sees weit in den See hinein. Es handelt sich um einen Burgwall, der außer auf der Seeseite rings von Wall und Graben geschützt war. Der Durchmesser beträgt etwa 75 Meter. Die Wallkrone ist innen nirgends höher als 1,0 bis 1,5 m über den Burgplatz. Er ist noch gut erhalten, wurde jedoch an der Torwange vor 1940 angegraben. Dieser slawischer Burgwall wurde in Kriegszeiten als Zufluchtsort genutzt.

Lage                  

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Dalwitz

Einen Hinweis auf eine ehemalige Slawenburg gibt es in 17179 Dalwitz. Die heutige sehenswerte Gutsanlage soll auf einer ehemals slawischen  Befestigung errichtet worden sein. Das Gut befindet sich urkundlich seit 1349 im Besitz der Familie von Bassewitz. Der Name Bassewitz deutet auf einen slawischen Ursprung hin. In der Parkanlage sind mit Linden bewachsene Wallanlagen und Wassergräben noch sichtbar. Ob diese aus der slawischen Zeit stammen ist unbekannt.

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Dambeck

In Dambeck im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte haben sich Wall- und Grabenreste einer slawischen Burganlage erhalten. Sie liegen am Südostende des Dambecker Sees, nördlich der Bundesstraße 198. Schriftliche Überlieferungen zu der Anlage gibt es keine.

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Dargun

1. "Höhenburg"

     

Eine interessante viergliedrige Höhenburg der "Feldberger Zeit" befindet sich auf einem bewaldeten Geländesporn, etwa 1,5 Kilometer nordwestlich von Dargun im sogenannten "Tiergarten". Auf einem leicht ansteigenden Höhenrücken finden sich gleich drei  hintereinander liegende, eintorige Querwälle, sowie eine kleine runde Hauptburg. Keramikscherben der Feldberger- und Menkendorfer Ware datieren den Platz in das 8. bis 10. Jahrhundert. Die einstigen Bewohner gehörten dem Stamm der Zirzipanen an, einem Teilstamm der slawischen Wilzen. Vermutlich bestand auf dem Geländesporn bereits eine großräumige Fluchtburg der Germanenzeit, die die Slawen im 8. Jahrhundert erneut befestigten. Mit einer Gesamtausdehnung von ca. 14 ha ist die gesamte Burgfläche doch recht groß und gehört damit zu den größten Slawenburgen im Land. Die kleine Hauptburg entstand wahrscheinlich erst in der letzten Nutzungsphase und stellt den befestigten Sitz des Burgoberhauptes dar. Ähnliche Beobachtungen konnte man in den dreigliedrigen Anlagen von Neubrandenburg "Ravensburg" ,Rothemühl "Schwedenschanze" und Wildberg am Kastorfer See machen, die alle zur selben Zeit existierten. Vor und in der äußersten Vorburg liegen einige Hügelgräber, die wahrscheinlich aus der Bronzezeit stammen. Archäologische Ausgrabungen haben hier noch nicht stattgefunden, die einen Zusammenhang der Gräber mit der Burg liefern könnten. Ständig besiedelt war wohl nur die kleine Hauptburg. Die Vorburgen dienten den in umliegenden Dörfern wohnenden Bauern und Handwerkern als Rückzugsorte in Notzeiten. In einer Urkunde aus dem Jahr 1173 wird eine alte Burg "Dargan" erwähnt. Bis heute ist unklar, ob damit die viergliedrige Höhenburg, oder aber eine vermutete Niederungsburg auf dem Gelände der Schlossruine in Dargun gemeint ist. Die Höhenburg wurde auch schon mit dem Kultort Rethra in Verbindung gebracht. Der dreieckige Burggrundriss und die Nähe des Kummerower Sees führte Dietmar Wetzel aus Lünow bei Altkalen zu dieser Annahme. 2013 erschien von ihm sogar eine kleines Heft mit dem Titel: "Riedegost - Das Geheimniss der verlassenen Burg". Darin versucht der Hobbyforscher zu beweisen, dass der Kulttempel der Redarier in der kleinen Hauptburg gestanden hat. Im 18. Jahrhundert wurde im Bereich der Hauptburg ein jüdischer Friedhof angelegt, der von den Nationalsozialisten verwüstet wurde. Gräberreste sind bis heute erhalten geblieben. Ein Besuch der Burg ist in den kälteren Jahreszeiten zu empfehlen.

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Siehe auch:

Downloads: Eigene Publikationen    

2. "Burgberg"

Der alte Flurname "Burgberg" verweist auf eine frühere Niederungsburg im Bereich des frühdeutschen Klosters und mittelalterlichen Umbaus des Klostergeländes als herzogliches Schloß im Ort Dargun. Dabei kann es sich nur um eine spätslawische Burganlage gehandelt haben. Die Schloß- und Klosteranlage wurde 1945 zerstört. Bei Grabungen in der Klosterkirche im Jahre 1968 wurden spätwendische Keramikscherben gefunden, was auf eine frühere Nutzung als Burganlage schließen läßt. 1173 wurde eine alte Burg "Dargan" erwähnt. Unklar ist, ob damit die frühslawische Höhenburg nordwestlich der Stadt oder aber die vermutete jüngere Burg anstelle der Schlossruine gemeint war. 1984 wurden bei Sanierungsarbeiten im nahen Klostersee wertvolle Funde aus der Slawen- und frühdeutschen Zeit ausgebaggert. Gefunden wurden Tonscherben, Äxte, Messer, Schläfenringe, Lanzenspitzen, Sensen, Kämme, Hufeisen, silberne Schnallen usw.. Der Klostersee wurde erst von Mönchen angelegt. Man vermutet, dass hier eine ausgedehnte Burgwallsiedlung des 11. bis 12. Jahrhunderts bestand, die später geflutet wurde.

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Demmin

1. Burgwall "Haus Demmin"

Direkt am Zusammenfluß von Peene und Tollense liegt die urkundlich erwähnte slawische Burg "Dimin". Aus Überlieferungen erfahren wir, dass es sich um eine gewaltige Anlage handelte, die wahrscheinlich eine der Hauptburgen der Zirzipanen darstellte. Zu welcher Zeit die Niederungsburg errichtet wurde ist unbekannt. Ganz in der Nähe liegt die frühslawische Niederungsburg von Demmin-Vorwerk, die dem 8. bis 9. Jahrhundert zugeordnet wurde. Nach deren Aufgabe dürfte der Burgwall "Haus Demmin" entstanden sein. Im Jahr 1127 wird sie bereits als "Alte Burg" bezeichnet. Ein Jahr später, 1128, nächtigte der Bischof "Otto von Bamberg" in der Burg, die damals dem Pommernherzog Wartislaw I. unterstand. Otto von Bamberg war damals auf einer seiner berühmten Missionsreisen durch das damals noch weitgehend heidnische Slawenland. Da die Burg sich strategisch in einer sehr günstigen inselartigen Lage befand, war sie über die Jahrhunderte auch ständig umkämpft. Im Jahr 1164 kam es zur Schlacht bei Verchen am nahen Kummerower See. Die Slawen unter ihren Anführern Pribislaw und den Pommernherzögen Kasimir I. und Bogislaw I. verloren die Schlacht und steckten den Burgwall Demmin auf ihrer Flucht vor Heinrich dem Löwen in Brand. Die Burg wurde in der Folgezeit aber wieder errichtet und umgebaut. 1170 wird sie erstmals urkundlich als Feste Demmin (castrum Dimin) erwähnt. Heute besteht der Burgwall Demmin aus drei Bereichen; einem frühdeutschen Burghügel mit teilweise rekonstruiertem Steinturm sowie zwei größeren wallbesfestigen Vorburgen. In der Slawenzeit gab es hier natürlich noch keinen frühdeutschen Turmhügel, sondern der Burgwall bestand aus Vor- und Hauptburg. Erst im 13. Jahrhundert wurde der Westteil der slawischen Hauptburg durch einen tiefen Graben vom restlichen Burgbereich abgetrennt und darauf ein Steinturm von etwa 8 m Höhe errichtet. Bei seiner Ersterrichtung mag er noch ganz aus Holz gewesen sein, bevor er im Laufe der Zeit in Stein ersetzt wurde. Im ehemaligen Hauptburgareal der Slawenburg befinden sich heute die Überreste eines Herrenhauses, das auch als "Haus Demmin" bezeichnet wird. 1998 brannte es leider bis auf die Grundmauern nieder und ist heute stark ruinös. Überreste der frühdeutschen Turmruine auf dem Burghügel wurden im Jahr 2008 teilsaniert. Dafür wurde extra eine moderne Erdrampe als Verbindung zwischen Burghügel und Hauptburgareal angelegt. Auf den Wällen der Vor- und Hauptburg kann man heute noch schwache Reste von Steinmauern erkennen, die aus dem 15.-16. Jahrhundert stammen dürften. Die deutsche Burg innerhalb des alten slawischen Burgwalls war bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts noch in Nutzung.

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Video vom Burgwall 2014     

2. Burgwall Demmin-Vorwerk "Alte Schanze"

  

Knapp zwei Kilometer südöstlich vom Burgwall "Haus Demmin" befindet sich eine weitere, sehr interessante slawische Wallanlage. Sie war wahrscheinlich der Vorläufer vom Burgwall "Haus Demmin" und wurde in der frühslawischen Zeit angelegt. Man vermutet, dass diese Burg einst einer der Hauptsitze des Wilzenkönigs "Dragowit" war. Er verschanzte sich hier im Jahre 789 vor Karl dem Großen und seinen Truppen. Nach kurzer Belagerung musste sich der Slawenkönig der fränkischen Übermacht unterwerfen. Dies war der Anfang vom Ende in der Herrschaftsstuktur bei den Wilzen. Fortan sollte es nur noch lokale Stammesoberhäupte geben und keinen überregionalen König. Die ehemals 3 ha große Burganlage besteht heute nur noch aus einem halbkreisförmigen Wall. Die andere Hälfte wurde wohl abgetragen. Ursprünglich hatte die Wehrburg einen annähernd kreisrunden Durchmesser von ca. 200 m. Man legte sie geschickt in der Nähe des Flusses Tollense an. Ob es sich bei der Anlage von Demmin-Vorwerk wirklich um die überlieferte Burg Dragowits handelt, ist aber teilweise umstritten.

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3. Burgwall Demmin-Vorwerk "Kleiner Borgwall" (Vermutung)

400 m südlich der "Alten Schanze" verweist der Flurname "Kleiner Borgwall" seit 1697 auf eine Burganlage. Auch 1772 schreibt der Demminer Stadtchronist Stolle von dem Burgwall, beschreibt ihn aber als kaum noch kenntlich. Heute ist im Gelände oberirdisch kein Anzeichen mehr vorhanden. Klärende und datierende Grabungen oder Keramikfunde fehlen noch. Er dürfte aber in der Slawenzeit bestanden haben. Im Luftbild bei Google Maps war im Jahr 2015 eindeutig eine auffällig ovale Verfärbung von etwa 80 m Durchmesser auf dem Feld erkennbar!

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Döbbersen

Der flache Burgwall befindet sich im Ort Döbbersen unter der heutigen Kirche. Die Anfahrt erfolgt über die L05 von Wittenburg in Richtung Lützow, am Abzweig Döbbersen links über die K9 zum Ort und dann zur Dorfkirche. Der slawische Burgwall liegt am Rande eines natürlichen Geländerückens, an der sumpfigen Mündung der Schilde in den Woezer See. Der Burgwall wurde für den romanischen Kirchenbau modern planiert, ist aber noch heute gut erkennbar. Im Mittelalter kam es sehr oft vor, dass man die neuen Kirchen auf alten heidnischen Burgwällen errichtete. Zum einen wollte man den vorher heidnischen Ort nun christianisieren und zum anderen waren die Slawen diesen Ort gewohnt, daher behielten die Deutschen den Ort bei.

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Dobbin-Linstow

Circa zwei Kilometer westlich von Dobbin-Linstow liegt eine gut 300 m lange Halbinsel im Krakower See. Hier lag einst eine slawische Burganlage. Die Stelle wird heute noch als "Burgberg" bezeichnet. Unmittelbar östlich dieser Burg lag eine slawische Siedlung. Es handelte sich hier um eine gut geschütze Niederungsburg.

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Dolgen am See

Auf einer Halbinsel, genannt "de Wall", lag mit hoher Wahrscheinlichkeit eine slawische Burganlage. Eindeutige Umwallungen sind nicht vorhanden. Das landseitige Vorgelände ist sumpfartig und könnte genügend Schutz geboten haben. An der Nordböschung der Halbinsel könnte ein Hafen mit Uferpalisade existiert haben, da man hier 1896 schräg in den Seegrund gerammte Holzpfähle fand. Keramikscherben der mittel bis jungslawischen Zeit ordnen diese Burg/Siedlung grob ins 10. bis 12. Jahrhundert ein. Zu den weiteren Funden gehörten eine Glasperle, ein bearbeiteter versteinerter Seeigel, Tierknochen und Spinnwirtel.

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Dömitz  

Westlich von der Elbestadt Dömitz befand sich in der Slawenzeit ebenfalls eine slawische Wallburg. Für das Jahr 1235 ist ihr Vorhandensein schriftlich überliefert. Sie lag ehemals auf einer Elbeinsel und war ringförmig. Zu vermuten ist sie an der heutigen Stelle der Festung Dömitz.

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Dorf Mecklenburg

  

Der gut erhaltene Burgwall von Dorf Mecklenburg bei Wismar ist wohl eines der bedeutendsten Bodendenkmäler in Mecklenburg-Vorpommern. Der Ursprung dieser Burg geht wahrscheinlich bis in das späte 7. bis frühe 8. Jahrhundert zurück. Heute erkennt man vor Ort noch einen ellipsenförmigen, baumbestandenen Wall mit einer Ausdehnung von etwa 234 m x 185 m. Die maximale Höhe zu den umliegenden Wiesen beträgt bis zu 12,75 m! In der 1,4 ha großen Burgfläche befindet sich seit 1870 ein Friedhof. Die erste Burganlage kann den typischen großen "Feldberger Burgen" des 7./8. Jahrhunderts zugeordnet werden. Sie wurde von ihren Erbauern auf der Spitze einer Halbinsel errichtet, die in eine weite sumpfige Niederung ragte. Auf dem nördlich vorgelagerten Festland befand sich wohl schon in dieser frühen Zeit eine Vorburgsiedlung. Im Laufe der Zeit wurde die Wasserburg immer wieder erneuert und ausgebaut. Die Burg entwickelte sich zu einem Hauptsitz der obodritischen Fürsten. Für die Obodriten scheint die Burganlage sehr wichtig gewesen zu sein, denn sie wurde in der Zeit ihres Bestehens mindestens sieben Mal erneuert und ausgebaut. Der jüdisch-arabische Händler "Ibrahim Ibn Jacub" bezeichnete die im einem Süßwassersee liegende Burg im Jahre 965 als "Nakons Burg". Nakon war zu jener Zeit ein Fürst der Obodriten. Nakon und seine Nachfahren nahmen erstmals den christlichen Glauben an. In der Burg entstand am Ende des 10. Jahrhunderts eine kleine christliche Kirche. In der Befestigung residierte um 995 der Mecklenburger Bischof Reimbert und sein Nachfolger Bernhard. Der deutsche König Otto III. erwähnte am 10. September 995 erstmals urkundlich den Ort  als "Michelenburg", was soviel wie "große Burg" bedeutete. Daraus leitete sich der Name "Mecklenburg" ab, der später einem ganzen Bundesland den Namen gab. Wie der urspünglich slawische Name der Burg lautete, ist unbekannt. Die slawische Übersetzung für "Große Burg" lautet "Weligrad". Die Burg war im 10./11. Jahrhundert für ihren ausgeprägten Sklavenmarkt bekannt. Durch die Nähe zur Ostsee erlangte der Ort scheinbar eine überregionale Marktfunktion. Interessant dürfte die Frage sein, wie die benachbarten heidnischen Liutizen der christlich geprägten obodritischen Hauptburg gegenüberstanden. Die Obodriten und Wilzen (die späteren Luitizen) waren seit jeher Feinde und es kam immer wieder zu innerslawischen Unruhen. Selbst unter den Obodriten scheint das Christentum verhasst gewesen zu sein, denn im Jahre 1066 wurde der christliche Obodritenfürst Gottschalk in der Burg Lenzen an der Elbe von eigenen Stammesgenossen ermordet. Der aufständische Wagrierfürst Kruto vertrieb Gottschalks Söhne und übernahm das Obodritenland. Er ließ alle christlichen Slawen verfolgen und zerstörte die Kirchen im Lande. Was mit der "Mecklenburg" in dieser Zeit passierte, wissen wir nicht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nahm Kruto auch diese Burg ein und machte sie zu einem seiner Sitze. Im Jahre 1093 wurde der greise Kruto von "Heinrich von Alt-Lübeck" (Gottschalks vertriebenen Sohn) in einen Hinterhalt gelockt und ermordet. Heinrich erlangte daraufhin die Macht im Obodritenland und ließ alle heidnischen Anhänger Krutos verfolgen. Er ließ auch die Mecklenburg besetzen und der Ort kam wieder unter christlichen Einfluss. 1127 verstarb Heinrich, andere Quellen sagen, er sei ermordet worden. Nach dieser Zeit scheint die Mecklenburg wieder unter heidnische Einflüsse gekommen zu sein, denn der ab 1131 regierende Obodritenfürst "Niklot" widersetzte sich zeitlebens den deutschen Christianisierungsversuchen. 1147 belagerte der Sachsenherzog "Heinrich der Löwe" im sogenannten "ersten Wendenkreuzzug" Niklot in der von ihm kurz zuvor errichteten Burg Dobin bei Flessenow. Nachdem die Slawen sich scheinbar taufen liessen und Geiseln stellten, zog das deutsche Heer wieder ab. Niklot hielt sich aber nicht an seine Versprechen und unternahm immer wieder Angriffe auf das benachbarte deutsche Reich. Als der Sachsenherzog "Heinrich der Löwe" im Jahre 1160 deswegen eine Strafexpedition gegen die Obodriten unternahm, steckte Niklot seine Burgen Dobin bei Flessenow, Schwerin, Ilow und Mecklenburg auf seiner Flucht in Brand und verschanzte sich in die Burg Werle an der Warnow. Niklot wurde während der Belagerung der Burg Werle bei einem Ausbruchsversuch in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Der Sachsenherzog ließ die Mecklenburg wieder aufbauen und unterstellte sie seinem Vasallen "Heinrich von Schaten". Einer der Söhne Niklots, "Pribislaw", wollte als rechtmäßiger Erbe das obodritische Land zurückerobern. 1164 konnte er die Mecklenburg einnehmen. Die Sachsen gaben daraufhin den Ort wieder auf. Pribislaw versuchte vergeblich auch andere Burgen seines Vaters zurückzugewinnen. Als Heinrich der Löwe davon erfuhr, unternahm er mit Hilfe der Dänen einen "zweiten Wendenkreuzzug" gegen die aufständischen Slawen. Pribislaw unterlag schließlich in der "Schlacht am Kummerower See" und unterwarf sich wenig später endgültig dem Sachsenherzog. Die Mecklenburg wurde erneut aufgebaut und diente bis 1256 als Verwaltungsmittelpunkt. Dann ließ "Johann I. von Mecklenburg" die Burg abreißen. Das dabei gewonnene Material verwendete man für den Bau eines Schlosses im nahen Wismar. 1277 wurde die Mecklenburg ein letztes Mal neu aufgebaut und diente den Herrschern von Mecklenburg und Werle als Rückzugsort. Im Jahre 1322 wurde die Burg erneut zerstört, diesmal endgültig. Die steinernen Trümmer wurden abgetragen und aus der ehemaligen Vorburgsiedlung entwickelte sich der Ort "Dorf Mecklenburg". Die dortigen Bauern nutzten das Burgareal sogar für die Landwirtschaft. 1854 wurde die alte Burgstelle zum Denkmal erklärt und 1856 mit Bäumen aufgeforstet. Archäologische Untersuchungen führte erstmals Friedrich Lisch von 1839 bis 1841 durch. Weitere Grabungen erfolgten von 1967 bis 1971.

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Dummerstorf

Lage des Burgwalls im Google Luftbild

Beim Ablassen eines kleines Sees in einem ehemaligen eiszeitlichen Zungenbecken bei Dummerstorf stiess man im Jahre 1875 auf die Überreste von Holzbauten, die damals als ehemalige Slawenburg angesprochen wurden. Der sichtbare flache Burghügel hat eine heutige Ausdehnung von etwa 90 x 75 m und ist ellipsenförmig. In der Slawenzeit lag diese Burg auf einer Insel und war nur über einen Damm samt Holzbrücke zu erreichen. Die Erbauer gehörten zum Stamm der Kessiner. Wie Untersuchungen von 1987 bis 1992 zeigten, wurde die Burg um 1005 errichtet. Untersuchungen an der Holzbrücke ergaben, dass die Brücke  etwa 90 m lang und 4,5 m breit war und zum " Potremser Wall" führte. Standpfosten der Brücke wurden auf das Jahr um 1080 datiert. Der Burgwall bestand aus doppelt gesprundenen Blockkästen und einer Berme aus horizontalen Balkenlagen. Das Burggelände wurde anscheinend im 12. Jahrhundert erneut genutzt. Zu den Funden zählten: Keramik (Feldberg, Menkendorf, Woldegk, Teterow, Vipperow), Spinnwirtel aus Ton und Sandstein, eine Knochenflöte, Pfrieme, Nadeln, Sporen, Messer, Sicheln, Äxte, Schlüssel und ein Pferdeschädel, der als Bauopfer gedeutet wurde. Der Platz wird heute als befestigte Inselsiedlung oder Inselburg angesprochen.

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Dutzow

Südlich von Dutzow an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein befindet sich eine größere Halbinsel im Dutzower See. Wie man bei Grabungen herausfand, lag hier in der slawischen und auch frühdeutschen Zeit eine Siedlung. Da sie aus strategischen Gründen auf dieser Halbinsel errichtet wurde, könnte es sich um eine Befestigung in Form einer Burg gehandelt haben. Auf der anderen Seite des See befindet sich eine weitere Slawenburg bei Kittlitz, die nur 600 m entfernt ist. Vielleicht befand sich hier schon damals eine Landesgrenze, die duch den See verlief.

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Eggesin

Rekonstruktionszeichnung der frühdeutschen Burg auf dem slawischen Burgwall von Otto Bruchwitz, 1936 und Lage der slawenzeitlichen Burg nach R. Krüger 2017

Die auch als "Hasenburg" oder "Schlossberg" bezeichnete Burgstelle befindet sich etwa 1,1 km westlich des Bahnhofes Eggesin im weiten Niederungsgebiet der Uecker. Als großer, bis 0,5 m hoher, flacher Hügel erhebt sich der ältere, slawische Burgwall aus der Niederung. Er trug in seinem Zentrum die spätere mittelalterliche Burg Neu Torgelow. Nur wenige Reste sind erhalten. Die deutsche Burgstelle ist 22 m x 20 m groß und 1,5 m hoch. Nach Nordwesten fällt die Anlage ab. Hier weist sie eine beträchtliche Störung auf. Eine Terrasse in der Mitte deutet eine Trennung der Burg in zwei Teile an. Die zur Burgstelle gehörenden Böschungen sind maximal 6 m lang. Ein Graben oder Grabenrest ist nicht vorhanden. Im Jahre 1447 wird "Nyen Torgelow" erwähnt. 1464 erfolgt die Zerstörung der Burg. Die ursprünglich slawische Burg lag zwischen zwei alten Uckerarmen und war damit eine Art Inselburg von etwas über 100 m Durchmesser.

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Eickhof

 

Die slawische Burganlage befindet sich im Ort Eickhof im Landkreis Rostock. Die Burg aus der Zeit des 10. bis 12. Jahrhunderts liegt im Zentrum des Ortes an der alten Wassermühle. Die nach urkundlichen Erwähnungen bereits in der Slawenzeit errichtete Burganlage zwischen zwei Nebenarmen der Warnow wurde in späterer Zeit weiter genutzt und ausgebaut. Wahrscheinlich diente sie auch als Sitz des Bischofs zu Schwerin. Die Burg hat einen Durchmesser von 150 m. Auf dem Hochufer des westlichen Warnowarmes ist sie zusätzlich mit einem Wall gesichert. Vor Ort ist eine informative Beschilderung von der Burg vorhanden.

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Fahrenholz

Ein wahrscheinlich slawischer Burgwall befindet sich 1,3 km nordwestlich des Dorfes Fahrenholz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Wie man noch erkennen kann, sind Teile des Walles durch die Landwirtschaft abgetragen worden. Das einstige Aussehen der Wallanlage dürfte laut Luftbild ovalförmig gewesen sein. Aus welcher Zeit die Burg stammt, ist heute noch nicht festzustellen, da noch keine Untersuchungen vorgenommen wurden. Nach der Größe zu urteilen, kann es sich um eine altslawische Fluchtburg gehandelt haben.

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Fahrenwalde

1. Burgwall "Niederungsburg"

Eine weitere slawische Wallanlage befindet sich in der Nähe der "Krappenburg". Es handelte sich um eine ovale Niederungsburg, von der heute nur noch die abgeflachten Wallreste zu erkennen sind. Wahrscheinlich wurde das Burggelände längere Zeit landwirtschaftlich genutzt und dadurch sehr in Mitleidenschaft gezogen. Diese Burg wurde nach dem Untergang der älteren "Krappenburg" angelegt und dürfte dem 9./10. Jahrhundert angehören.

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2. Burgwall "Krappenburg"

Im Caselower Forst nahe Fahrenwalde liegt ein steiler Burgberg, auf dem sich vermutlich bereits in der jüngeren Bronzezeit eine Höhenburg befand. Nachdem die Slawen im Verlauf des 7. und 8. Jahrhunderts in die weitgehend verlassene Gegend einwanderten, entdeckten sie den verlassenen Burgberg und befestigten ihn erneut. Man kann die Höhenburg zu den klassischen "Feldberger Burgen" zählen, die im Verlauf des 8. Jahrhunderts bei den Wilzen entstanden und im mittleren 9. Jahrhundert wieder aufgegeben wurden. Die auch als "Krappenburg" bezeichnete Wallanlage wurde auf einer natürlichen Geländekuppe angelegt, hat eine Höhe von 9 m bis 11 m und eine Ausdehnung von etwa 100 m x 60 m. Ein Hinweisschild führt zu dem Bodendenkmal.

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Feldberg

1. Burgwall "Schlossberg"

Auf einem bewaldeten, ca. 36 m hohen, Westhochufer des Breiten Lutzin Sees liegen die Überreste einer etwa 2 ha großen zweigliedrigen Burganlage aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Die Burgstelle wird auch als "Schloßberg" bezeichnet. Es handelt sich um eine höher liegende Hauptburg, die von einer tiefer liegenden Vorburg bogenförmig umgeben war. Archäologische Ausgrabungen von 1967 ergaben, dass in der Vor- und Hauptburg terrassenartige Häuserreihen existierten. Die meist unterkellerten Häuser hatten eine Breite von 4 m bis 6 m und eine Länge von 7 m bis 13 m und waren für die damaligen Verhältnisse auffallend groß. Der Wall der Vorburg bestand aus einem 3,4 m breiten Holzrost, hatte eine Berme mit vorgelagertem Graben und besaß insgesamt drei Tore. Bei den Grabungen konnte man insgesamt 51 eng stehende Häuser nachweisen, von denen 32 unterkellert waren. Die Ausgräber vermuteten, dass in diesen Häusern auch Ställe für das Nutzvieh untergebracht waren. Auf dem Hauptburgplateau stand ein Haus von 6 m x 7 m Größe, das besonders gute Keramikfunde enthielt. Man deutete es als Wohnhaus des Burgoberhauptes. Am südlichen Rand der Hauptburg lag ein Tor, dass zu einem neun Meter tiefer liegenden Sporn zum See hin führte. Dort lag ein 5 m x 10 m großes Haus, das durch einen flachen Graben von der Burgsiedlung abgetrennt war. Man deutete dieses, nach Osten ausgerichtete Haus, als Kultbau. Die Bevölkerung versammelte sich vermutlich für die Kulthandlungen in der Hauptburg vor dem Tor, welches zum tiefer liegenden Sporn samt Kultbau führte. Die bei früheren Grabungen erstmals hier vorgefundene Keramik wird bis heute allgemein als "Feldberger Typ" bezeichnet und datiert in die frühslawische Zeit des 8. bis 9. Jahrhunderts. Die Qualität dieser weit verbreiteten Tonwaren war sehr hoch und die Verzierungen waren kunstvoll ausgeführt. Man vermutet heute, dass in dieser Burganlage 600 bis 1200 Menschen lebten, die einem Teilstamm der Wilzen angehörten. Irrtümlicherweise wurde diese Burg mit dem Kultort Rethra in Verbindung gebracht, der nachweislich aber erst nach dem Untergang der Burg existierte. Ein Besuch der Anlage ist in den kälteren Jahreszeiten zu empfehlen, da das Areal in den Sommermonaten verstrüppt ist. Eine Infotafel ist im Vorgelände der Burganlage vorhanden.

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2. "Höhenburg"

1,5 km südöstlich von Feldberg befindet sich eine weitere slawische Burganlage. Auch sie wurde auf einer natürlichen Anhöhe an einem See errichtet. Über den Erhaltungszustand der Burg ist derzeit leider nichts bekannt. Da sie aber auf Karten eingezeichnet ist, müssen Wallreste vorhanden sein. Zu erreichen ist die Burganlage folgendermaßen: Man fährt durch Feldberg in Richtung Wittenhagen auf der L 34. In Wittenhagen kommt man nun zu einem Kreisverkehr, wo man die erste Abfahrt rechts abfahren muss in Richtung Carwitz. Nun folgt man der Straße bis sie in den Wald führt. In der Nähe gibt es eine Fährstelle über den schmalen Lutzin. Dort parkt man am besten und folgt den Waldwegen in östliche Richtung. Sie führen in Richtung Burg.

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Feldhusen

Etwa 450 m östlich vom Dorf Feldhusen in Nordwestmecklenburg liegt ein slawischer Rundwall, der heute bewaldet ist. Der Durchmesser beträgt etwa 90 m. Solche Anlagen entstanden in der Zeit des 9. und 10. Jahrhunderts. Vor Ort war sicherlich ein ranghoher lokaler Slawenfürst ansassig, der zum Stamm der Obodriten gehörte. Angelegt wurde die Burg ganz am Ende einer Halbinsel, die in einem flachen See lag. Dieser bot nach Norden, Westen, Osten und Süden einen natürlichen Schutz. Heute sind weite Teile dieses Sees, der Deipsee genannt wird, verlandet. Diese Burganlage war sicher noch in Zeiten des großen Wendenfeldzuges von Heinrich dem Löwen in der Mitte des 12. Jahrhunderts befestigt. Damit gehörte sie zu den letzten slawischen Bastionen im Lande. Es gibt eine alte Sage zu dem Burgwall: Der Seeräuber Störtebeker soll im Burgwall Zuflucht gesucht haben. Angeblich sollen hier seine geraubten Schätze versteckt liegen. Da der Burgwall mit Sicherheit im 12. Jahrhundert aufgegeben wurde und Störtebeker im späten 14. Jahrhundert sein Unwesen trieb, ist diese Sage aus meiner Sicht sehr zweifelhaft. Die Anlage lag zu diesem Zeitpunkt bereits über 200 Jahre wüst und dürfte im 14./15. Jahrhundert bereits nur noch als Wall vorhanden gewesen sein. Weiterhin fand man in der Nähe der Burg ein Wikingerschwert. Direkt südlich des Burgwalls lag eine Vorburgsiedlung, in der vor allem die Handwerker ihre Wohn- und Arbeitsstätten hatten. Ob diese Siedlung befestigt war, ist bisher nicht bekannt. Auf dem Google Maps/Earth Satellitenbild von 2016 ist aber ein schwacher Graben im Vorburgareal erkennbar. Vermutlich lag hier eine Wall- oder Palisadenbefestigung mit Außengraben.

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Fincken 

Der Wall bei Fincken liegt auf einer dünenartigen Erhebung von mehreren Metern Höhe, zwischen dem Massower See im Westen und einer feuchten Niederung, die das Areal im Norden, Osten und Süden umgibt. Somit war der Burgwall in slawischer Zeit nur schwer zu erreichen. Die Erhebung, auf der sich die Burganlage befindet, ist an der Stelle ca. 2-3 m hoch. Vom ovalen Wall ist der ca. 2m hoch aufgeschüttete Innenraum relativ gut erhalten. Vom eigentlichen Wall ist nur ein kleiner Rest im Osten der Burg erhalten geblieben.

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Flessenow

Burg Dobin bei Flessenow

Helmold von Bosau: "Über die Belagerung von Dubin" 1147

Niklot behauptet sich in Dubin

"Indessen flog durch ganz Sachsen und Westfalen die Nachricht, dass die Slawen vorgebrochen und als erste zum Kriege geschritten seien; da eilte das ganze Kreuzheer, ins Land der Slawen zu ziehen und deren Missetat zu strafen. Das Heer wurde geteilt und man schloß zwei Festungen ein, Dubin und Demmin, gegen die man viele Belagerungswerke erbaute. Auch das Aufgebot der Dänen zog herbei und stieß zu den um Dubin liegenden Kräften; die Belagerung dauert lange. Eines Tages nun beobachteten die Eingeschlossenen, dass das Heer der Dänen sehr lässig war - diese sind eben daheim streitsüchtig, im Felde aber unkriegerisch - , überraschend vielen sie aus, erschlugen viele Dänen und düngten mit ihren Leibern die Erde. Man konnte ihnen auch keine Hilfe bringen, weil der See dazwischen lag. Das Heer ergrimmte über den Vorfall und verschärfte noch die Belagerung. Die Vasallen unseres Herzogs und des Markgrafen Albrecht meinten aber untereinander: "Ist es nicht unser Land, das wir verheeren, und unser Volk, das wir bekämpfen? Warum benehmen wir uns denn wie unsere eigenen Feinde und vernichten unsere eigenen Einkünfte? Wirken diese Verluste nicht auf unsere Lehnsherren zurück?"
So begann man von Stund an, im Heere herumzureden und durch wiederholte Waffenruhe die Belagerung zu lockern. Immer wenn die Slawen bei Gefechten besiegt wurden, hielt man das Heer davon zurück, die Fliehenden zu verfolgen und die Burg einzunehmen. Als es die Unsern endlich satt hatten, traf man folgende Übereinkunft: die Slawen sollten den christlichen Glauben annehmen und die gefangenen Dänen freilassen. Da wurden viele von ihnen falsch getauft, und aus der Gefangenschaft entließen sie alle Alten und Unverwendbaren, hielten aber die übrigen zurück, soweit sie kräftig genug zur Arbeit waren. So wurde diese große Unternehmung mit geringem Erfolge beendigt; denn gleich nachher trieben die Slawen es noch ärger, da sie weder die Taufe achteten noch aufhörten, die Dänen zu berauben."

Die Burg Dobin wurde recht kurzfristig kurz vor 1147 von Niklot zwischen zwei Seen angelegt oder ausgebaut. Sie lag geschickt ausgewählt auf einer schmalen Landzunge zwischen der Döpe und einem nördlichen Ausläufer des Schweriner Sees. So ziemlich in der Mitte der Landzunge lag eine etwas höher liegende Horst, auf der dann die Burg von 3 ha Größe angelegt wurde.  Unmittelbar nördlich und südlich der Burgfläche verlaufen quer über die Landzunge kleine Wassergäben, die vielleicht schon von den Slawen angelegt wurden. Somit war der Burgplatz künstlich abgetrennt und lag wie auf einer Art Insel. Die Burg wurde von Niklot errichtet, weil er erfahren hatte, dass bald ein Heer kommen würde, um ihn zu vernichten. Daher liess er die Anlage für sich und seine umliegende Bevölkerung zum Schutz anlegen. Da er in Zeitnot war muss man aber vermuten, dass an der Stelle bereits eine Burg oder befestigte Siedlung bestand. Man brauchte für die komplette Neuerrichtung einer so großen Anlage eine längere Zeit, die Niklot nicht hatte. Zudem besaß der Obodritenfürst mehrere Burgen wie Ilow, Mecklenburg oder Werle, die allesamt stark befestigte Festungen waren. Daher glaube ich nicht, dass Niklot eine neue Burg in Auftrag gab, in deren Bauphase man schutzlos vor Ort war. Wie der Burgwall genau aussah, konnte man durch jüngere Untersuchungen feststellen. Sie bestand aus einer kleineren quadratischen Hauptburg im Norden und einer südlich anschließenden befestigten Vorburg. Die Seitenbereiche des Burggeländes lagen einige Meter über dem Wasserspiegel der Döpe und des Schweriner Sees. Durch jahrelange Ackerbewirtschaftung ist hier von Wällen leider nichts mehr zu sehen. Niklot wollte nun diesem Heer, welches ihn aufgreifen wollte, zuvorkommen. Er sammelte ungefähr 3000 Slawen und segelte mit ihnen ins feindliche Wagrien und verwüstete dort ganze Ortschaften. Er soll dabei reiche Beute und viele Gefangene gemacht haben. Es dauerte nicht lange und der Gegenangriff der Deutschen unter Führung Heinrich des Löwen erfolgte. Das große Heer, welches 1147 die Burg Dobin belagerte, konnte nicht direkt vor die Burg ziehen, so die Überlieferung. Daraus kann man die ehemalige Insellage der Burg Dobin erkennen. Die längere Belagerung brachte insgesamt keinen Erfolg, da die Slawen sich scheinbar taufen liessen und Geiseln stellten. Als die Deutschen und Dänen weg waren, kehrten die Slawen dem Christentum sofort den Rücken zu. Um 1160 dann, genauer im Sommer, drang Herzog Heinrich mit einem starken Heer erneut gegen die Obodriten. Als Niklot erkannte, dass er kaum eine Chance hatte, liess er seine Burgen Ilow, Mecklenburg, Schwerin und Dobin anzünden, um so einer Belagerung zu entgehen. Er selber liess nur die Burg Werle an der Warnow für sich übrig. Von dort aus spähten seine beiden Söhne Pribislaw und Wertislaw die Deutschen aus, die an der Feste Mecklenburg lagerten, konnten aber keine Erfolge feiern. Im Gegenteil, sie verloren die besten Männer und Pferde dabei. Als sie nun nach Werle zurückkehrten, war Niklot erbost darüber und sagte: "Da glaube ich Männer aufgezogen zu haben, aber die fliehen eiliger als Weiber. Also will ich selber ausrücken und zusehen, ob ich nicht mehr ausrichten kann." Er nam sich ein paar gute Krieger und legte nahe dem deutschen Lager einen Hinterhalt. Als deutsche Knechte zum Futterholen für die Tiere in den Hinterhalt gerieten, griff Niklot an. Er bemerkte allerdings nicht, dass unter den Knechten 60 bewaffnete deutsche Krieger waren, die sich getarnt hatten. Als er einen mit der Lanze vom Pferd aus angriff, prallte diese vom Panzer des Deutschen ab. Als Niklot dann zu seinen Leuten zurückkehren wollte, umringten ihn die Bewaffneten und töteten ihn, ohne dass jemand ihm zur Hilfe kam. Als seine Söhne vom Tod des Vaters hörten, zündeten sie auch die Burg Werle an und zogen sich in die Wälder zurück.

Literatur:

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Fresenbrügge

An einer sehr unscheinbaren Stelle an dem Fluss Elde im Landkreis Ludwigslust-Parchim befand sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Burg slawischen Ursprungs. Bisher gibt es hierzu noch keinerlei Untersuchungen (Stand: 2012). Im Luftbild ist aber eindeutig ein breites, rundes Grabensystem erkennbar, welches vom Fluss gespeisst wurde. Möglicherweise war diese Burg zweigliedrig. Solche Burgen können nur slawischen Ursprungs sein. Es bleibt also noch abzuwarten, was zukünftige Forschungen hier bei Fresenbrügge ans Tageslicht bringen werden. Ein weiterer Punkt der für eine Slawenburg spricht ist die Tatsache, dass die Elde früher eine Art Grenzfluss gewesen sein muss und in ihrem Verlauf mindestens 15 weitere slawische Burgen lagen!

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Fresendorf

Die Burganlage von Fresendorf befindet sich ungefähr 500 m südwestlich vom Ort im Landkreis Rostock. Sie ist über die A 19 von Rostock aus in Richtung Süden bis zur Abfahrt Sanitz zu erreichen, nach ca. 4 km biegt man rechts ab zum Ort Fresendorf und gelangt dann zum Bodendenkmal. Der Volksmund nennt diese Wehranlage auch den "Schlossberg".
Bei archäologischen Untersuchungen in den Jahren 1954 und 1966 konnten hier vier Siedlungsschichten festgestellt werden. Zahlreiche Funde wie Spinnwirtel, Kämme, Pfrieme und Keramik vermitteln einen Eindruck der ehemaligen Besiedlung. Die Burg war nachweislich vom 8. bis 12. Jahrhundert besiedelt und mit einer Ausdehnung von ca. 220 m x 90 m doch recht groß! Hier kann es sich nur um den Ort "Goderac" gehandelt haben, der die Hauptburg der slawischen Kessiner im 11. und 12. Jahrhundert darstellte. In der Burg wurde ein Heiligtum verehrt, von dem der Burgort den Namen bekam. Um den Schlossberg rankt sich eine alte Sage um einen Goldschatz, der bis heute aber nicht gefunden wurde.

TV Bericht über den Schlossberg

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Friedland

Bereits für das späte 9. Jahrhundert ist auf dem heutigen Stadtgebiet von Friedland eine slawische Burganlage belegt. Diese hatte bis in das 10. Jahrhundert durchgehend Bestand. Sie hatte eine viereckige Gestalt, ganz ähnlich dem zeitgleichen Burgwall von Glienke, der etwa 12 Kilometer weiter südwestlich an der Datzeniederung lag. Wohl mit dem Feldzug des deutschen Kaisers Otto I. im Jahr 936 gegen die slawischen Redarier werden die mittelslawischen Burganlagen von Friedland und Glienke zerstört worden sein. Bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass von da an, mehr als 100 Jahre lang, keine der Burgen wiedererrichtet wurde und auch keine neuen Burgen entstanden. War das redarische Heiligtum des Lutizenbundes "Rethra“ im Tollensesee-Lieps-Gebiet inzwischen so erstarkt, dass dessen Priester daneben keine anderen Zentren zuließen? Erst im 11. Jahrhundert, nach der Zerstörung von Rethra, entstehen neue slawische Burgen. Auch die Burg in Friedland ist ab diesem Zeitpunkt durch Funde und Befunde nachgewiesen. Diese Burganlage hatte einen annähernd quadratischen Grundriss und eine Fläche von ca. 1 ha. Sie lag am Knotenpunkt der alten Handels- und Heerstraßen - von Süden nach Norden sowie Osten nach Westen - durch die großen Moore und Niederungen Ostmecklenburgs. Dieser Umstand deutet bereits auf die Bedeutung der Anlage in frühgeschichtlicher Zeit hin. Neueste Forschungen gehen davon aus, dass es sich hierbei um den Hauptort des überlieferten Landes "Beseritz" im 11./12. Jahrhunderts handelt.

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Friedrichsruhe

Der Burgwall bei Friedrichsruhe befindet sich ca. 2,4 km westlich des Ortes in den Wiesen. Der nur noch zu zwei Dritteln erhaltene Ringwall hatte ursprünglich eine annähernd ovale Gestalt von 100 m x 90 m. Im 19. Jahrhundert wurde er zur Aufbesserung der umliegenden Wiesen teilweise von Bauern abgetragen. Der noch bis zu 6 m hohe Wall hebt sich markant vom Wiesengelände ab. Der ehemalige Torbereich ist heute noch erhalten geblieben und gut erkennbar. Zahlreiche Funde aus dem Bereich der Burg zeigen eine lange Besiedlung des Geländes in slawischer Zeit an (9. bis 10. Jhd.). In den vergangenen Jahren (2004 - 2008) wurden hier umfangreiche Ausgrabungen vorgenommen. Man fand dabei heraus, dass die Burg auch eine befestigte östliche Vorburg von 120 m Durchmesser besaß, in der viel Handwerk betrieben wurde. Zu den Funden zählten hier vor allem Keramiken der Menkendorfer Ware aber auch Webgewichte, Spinnwirtel, ein Schwert, Messerreste, viele Glasperlen, Bernsteinperlen, Wetzsteine, Geweihreste, etwas Hacksilber, eine Lanze usw.. Nachgewiesen wurde auch eine Brücke über den westlich der Burg gelegenen Mühlenbach. Weiter konnte man feststellen, dass vor dem Bau der Burg bereits eine offene slawische Siedlung an gleicher Stelle bestand, die im 8. Jahrhundert zu einem großen feldbergzeitlichen Burgwall ausgebaut wurde! In den 830 er Jahren errichteten die Slawen den noch heute sichtbaren Burgwall innerhalb der älteren Befestigung. In den 850 er und 880 er Jahren wurde der Burgwall erneuert bzw. ausgebaut. Im 10. Jahrhundert wurde die Burgsiedlung vollständig aufgegeben. Die Ursachen dafür sind unbekannt. Auch Funde aus der Jungsteinzeit wurden beobachtet. Daher kann man davon ausgehen, dass der Platz bereits in dieser Zeit besiedelt war. Zu der slawischen Burgsiedlung führte ein von Südosten kommender Bohlenweg.

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Fürstensee (Neustrelitz)

 

Etwa 3,5 Kilometer südöstlich von Neustrelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte befindet sich der Ortsteil Fürstensee. Die Burgstelle liegt halbinselartig am Westufer des Großen Fürstenseer Sees und befindet sich heute ganz in Privatbesitz. Ein richtiger Burgwall ist vor Ort nicht mehr erkennbar. Es handelt sich vielmehr um einen mit Birken und Kiefern bestandenen länglichen Hügel, der mehrere Meter hoch ist. Vermutlich ist dieser Hügel natürlichen Ursprungs und wurde von den Slawen als Burg befestigt. Das Hügelplateau ist planiert, Wälle sind hier nicht mehr zu erkennen. Zum See hin scheint der Hügel früher abgetragen worden zu sein. Auf der Schmettauschen Karte von 1780 ist die Stelle als Erhebung am Ufer des Großen Fürstenseer Sees dargestellt. Auf dem Meßtischblatt von 1880 ist der Wall verzeichnet und trägt die Bezeichnung "Burgwall". Die Strasse "Am Borgwall" führt über einen befahrbaren Sandweg direkt zum Burgwall.

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Gädebehn (Vermutung)

Im Verlandungsgebiet des Gädebehner Sees liegt eine kleine, etwa 35 m große rundliche Horst, die heute mit wenigen Bäumen bestanden ist. In der Slawenzeit handelte es sich um eine sehr kleine Insel, die möglicherweise burgähnlich befestigt war. Das kleine Eiland war vermutlich nur über eine hölzerne Brücke mit dem Festland verbunden. Wallreste sind vor Ort nicht mehr erkennbar. Ein Burgwall kann hier nach meiner Meinung nie bestanden haben. Die Fläche auf der Horst ist viel zu klein. Dennoch wird die Stelle als "Werder" oder "Seewall" bezeichnet. Wenige spätslawische Scherben wurden bisher auf der Oberfläche gefunden. Frühdeutsche Scherben und Ziegelsteinreste belegen, dass die Insel auch noch im 13. Jahrhundert genutzt wurde.

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Gadebusch

Der Ursprungsbau des heutigen Schlosses war eine slawische Ringwallburg, die an der Stelle für das 8. Jahrhundert nachgewiesen wurde. Die Burg "Godebuz" befand sich unter obodritischer Herrschaft. Nach der Eroberung durch die Truppen von Heinrich dem Löwen wurde die Burg 1143 an die Grafschaft Ratzeburg übertragen. Von 1200 bis 1204 war die Burg dänisch besetzt und wurde dann im 13. Jahrhundert zu einer festen Burg aus Backstein mit einem freistehenden steinernen Bergfried umgebaut. Von 1283 bis 1299 war die Burg Hauptresidenz mecklenburgischer Fürsten. Heute hat die Burg noch einen mittleren Durchmesser von 110 m.

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Gallin

1. Gallin

Ein größerer slawischer Burgwall befindet sich südöstlich von Gallin im Waldgebiet "Fahrenhorst" im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Er wird auch als "Burgwall Stadtstelle" bezeichnet. Die Wallanlage ist zweigliedrig und halbkreisförmig. Die Slawen legten die Wehranlage an dem Flüss Elde an, der zusätzlichen Schutz bot. Sehr wahrscheinlich handelte es sich um eine Fluchtburg.

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2. Gallin-Kuppentin

Ein weiterer slawischer Burgwall befindet sich ca. 1,5 km westlich von Gallin-Kuppentin im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Auch er liegt in dem Waldgebiet "Fahrenhorst". Er ist sehr klein und hatte zwei Eingangstore im Westen und Osten. Die Wallburg entstand in der altslawischen Zeitepoche.

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Ganschendorf

"Wendenwall"

Ungefähr 1,4 km nordwestlich von der Kirche in Ganschendorf befinden sich die Reste einer ehemaligen Burg in einer Wiesenniederung. Hier handelt es sich um eine typische mittelslawische Kleinburg des späten 9. bis mittleren 10. Jahrhunderts. Der "Burghügel" mit steiler Böschung erhebt sich bis zu einer Höhe von 6 bis 7 m. Angelegt wurde die Anlage am abfallenden Rand zum Fluss "Augraben" hin. Südwestlich zum Burghügel lag eine befestigte Vorburgsiedlung in Form eines Halbkreiswalles. Da der Fluss "Augraben" früher begradigt und direkt durch die Vorburgfläche verlegt wurde, entstand der langjährige Irrtum, dass hier zwei slawische Burgen existierten; eine auf Ganschendorfer Gemarkung (Burghügel Wendenwall) und eine auf Beggerower Gemarkung (befestigte Vorburg). Nach Untersuchungen steht aber fest, dass es sich um eine zusammenhängende Burg handelte, bevor der begradigte Augraben beide Burgteile voneinander trennte. Eine weitere, allerdings unbefestigte Vorburgsiedlung, lag gleich östlich des Burghügels auf einem etwas höher gelegenen Werder. Die Vorburgsiedlungen bestanden bis in die frühdeutsche Zeit hinein.

Literatur: "Der Wendenwall von Ganschendorf" in Archäologische Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern, Band 5, 1998, Seiten: 62-64

Siehe auch: Wikipedia

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Gegensee

Im dem langegestreckten Ort Gegensee bei Ahlbeck in Vorpommern-Greifswald befand sich einst eine slawische Wallburg an einem See. Heute ist aber von beiden kaum noch etwas vorhanden. Die Burgwallreste liegen direkt an der Strasse durch den Ort. Der See ist vollkommen verlandet. Eigenartig ist schon, wie solch ein großer See von 7 km x 2 km vollständig verlanden konnte. Da war mit Sicherheit Menschenhand im Spiel. Zur Slawenzeit dürfte die Burg daher gut im Schutze des Sees und umliegender Moore gelegen haben.

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Glienke

Südwestlich von Glienke (slawische Bedeutung: Lehm) lag in der mittelslawischen Zeit ein kleiner, fast viereckiger Burgwall samt einer leicht befestigten Vorburgsiedlung. Die Burg wurde durch die Landwirtschaft völlig eingeebnet und war bis 1997 völlig unbekannt. Durch zahlreiche Oberflächenfunde wurde diese Stelle seit 1969 lediglich als offene slawische Siedlung gedeutet. Bei Voruntersuchungen im Vorfeld des Autobahnbaus (A20) stiess man dann aber überraschenderweise auf die Grabenreste eines ganzen Burgwalls. Unter dem Ausgrabungsleiter Dr. Volker Schmidt (1942-2002) aus Neubrandenburg wurden von 1999 bis 2001 etwa 33.000 m² der Burgwallsiedlung ausgegraben. Der auf einer ehemals inselartigen leichten Anhöhe im Datzetal liegende Burgwall hatte einen fast viereckigen Grundriss mit einem 70 m x 65 m  großen Innenraum. Ein 9 m bis 12 m breiter und bis zu 2 m tiefer Graben umgab die letzte Anlage auf drei Seiten. An der Nordseite gab es keinen Graben, da die Burg dort direkt an einen kleineren See grenzte, der in die Datzeniederung entwässerte. Die Burg hatte zwei Tore, die an der Ost- und Westseite lagen. Über den Graben führten Erdrampen zu den Tunneltoren. Um den Burgwall bestand eine Vorburgsiedlung, die durch einen schmalen Graben und vermutlich auch durch Palisaden gesichert war. Dendrochronologische Untersuchungen belegten eine Nutzungszeit der Burganlage von den späten 870 er Jahren bis um/nach 917. Die erste Burg bestand aber schon um/vor 850, so vermutete es zumindest der Archäologe Sebastian Messal. Die in einem Zuge errichtete Burgsiedlung entstand vermutlich nach dem Untergang der umliegenden frühslawischen Wallanlagen von Pleetz bei Friedland und der "Ravensburg" bei Neubrandenburg und war Sitz eines lokalen redarischen Fürsten. Die Burg war dicht besiedelt und bestand im Endstadium aus einem etwa 14 m breiten Wall. Über die Wallhöhe lassen sich keine Angaben mehr machen, aber vermutlich war er im Endstadium 7 bis 9 m hoch. Die Burg wurde im Laufe ihrer Existenz nachweislich drei Mal erneuert. Vermutlich ging der Burgwall bei deutschen Eroberungszügen gegen die Redarier in den Jahren 936 oder 957-960 unter. Die alte Burgstelle ist heute mit der nördlichen Auf- und Abfahrschleife der A20 Anschlussstelle: Neubrandenburg/Ost überbaut worden.

Literatur: 

Sebastian Messal: "Glienke. Eine slawische Burg des 9. und 10. Jahrhunderts im östlichen Mecklenburg" ca. 500 Seiten, Jahr 2015

Siehe auch:
 
Downloads: Eigene Publikationen

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Göhren


Die Reste eines slawischen Niederungsburgwalls von etwa 120 x 80 m Durchmesser kann man in Göhren bei Woldegk finden. Er liegt im nördlichen Teil des Gutsparks. Es handelt sich um einen fast quadratischen Burgwall aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. In der Zeit des 13./14. Jahrhunderts wurde innerhalb der slawischen Wallruine eine kleine frühdeutsche/mittelalterliche Burg von etwa 40 x 15 m errichtet, die bis in das 15. Jahrhundert bestand. Dabei wurde der slawische Burgwall wohl umgeformt und Wallanlagen auf der Nord-, West- und Südseite abgetragen. Von dem frühdeutschen/mittelalterlichen Einbau sind noch Wallanlagen und ein ca. 7 m kreisrundes, etwa 3 m hohes Plateau erhalten. Hierbei könnte es sich ehemals um einen frühdeutschen Turmhügel/Motte gehandelt haben. Weiter liegen im Burgareal noch drei Erdbegräbnisse aus dem 19./20. Jahrhundert. Ein gewaltiges Walltor lag am Nordostrand des Burgwalles. Die Slawen legten diese Burg auf einem flachen natürlichen Werder an, der an drei Seiten von Sumpf und Moor geschützt war. Der erhaltene Ostwall der einst slawischen Burg ist noch geschätzte 4 bis 5 m hoch. Am Eingangstor befindet sich eine schöne Informationstafel (2016).

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Göhren-Lebbin

"Alte Burg"

Die "Alte Burg" nördlich von Göhren-Lebbin, befand sich ursprünglich auf einer Halbinsel inmitten flacher Seen. Mit dem Bau der Müritz-Elde-Wasserstraße sank der Wasserspiegel des Kölpinsees zwischen 1798 und 1837 um ca. 1,5 Meter. Dabei fielen in der südlich angrenzenden Niederung zahlreiche Flachseen trocken, weshalb die "Alte Burg" heute von allen Seiten trockenen Fußes zu erreichen ist. Der Weg "zum Burgwall" führt vom Ort aus zu dem Bodendenkmal. Es handelt sich um einen Ringwall von 130 m Durchmesser. Die Innenfläche der Burg hat eine Größe von etwa 8500 m². Ob es sich um eine slawische Burg handelte, konnte man bisher nicht beweisen, da Funde von diesem Platz sehr rar sind.

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Goldberg

1. "Amtsgebäude"

Anstelle des alten Amtsgebäudes in Goldberg soll in der jungslawischen Zeit eine Burg bestanden haben. Sie lag in relativer Nähe zum Fluß Mildenitz und dürfte einen Übergang über das Gewässer bewacht haben. Später wurde der Burgwall komplett überbaut.

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2. "Burgwall Rieckenhagen"

Ca. 150 m südlich von Südende des Dobbertiner Sees nordwestlich Goldbergs befindet sich eine weitere slawische Anlage. Sie liegt gut aus der Luft erkennbar nördlich an einem kleinen Waldstück zwischen Goldberg und Zidderich. Es handelt sich dabei um einen ovalen Wall mit einem Durchmesser von 120 m x  110 m. Nördlich des Walles befand sich wohl auch noch eine etwa gleichgroße Vorburg. Die Slawen haben ihre Burg auf einer kleinen natürlichen Anhöhe errichtet. Geschützt wurde sie durch den See und durch die Mildenitz, die ungefähr 400 m weiter östlich in den See mündet. Damals im 8. bis 12. Jahrhundert war der Wasserstand des Sees etwas höher, so dass das weitere Gelände um die Burg herum sehr feucht war. Dadurch kamen Angreifer nur schwer zu der Anlage durch.  In der frühdeutschen Zeit wurde die Burg weiter genutzt.

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Goldenbaum (Vermutung)

Nordwestlich von Goldenbaum im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte liegt eine Halbinsel im Schweingartensee, auf der sich eine slawische Wallburg befunden haben soll. Die Halbinsel trägt seit langer Zeit den Flurnamen "Goldenbaumer Burgwall". Die Halbinseloberfläche liegt ca. 8 m über dem Seespiegel und muss für die Slawen ideal als Burgstandort gewesen sein. Zusätzlich war sie nach Nordosten ausgerichtet, was auf einen kultischen Tempel hindeuten könnte. Der Heimatforscher Walter Karbe aus Neustrelitz (1877 - 1956) vermutete, dass von dieser Halbinsel ein Steindamm zur nordöstlich im See gelegenen Inselsiedlung (Steinwerder) führte. Dieser Damm könnte einst eine Brücke getragen haben.

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Goldenbow

1. "Blocksberg"

Lage der etwa 50 bis 60 m großen Burg zur Slawenzeit, nach R. Krüger 2017

Ungefähr zwei Kilometer nordwestlich des Dorfes Goldenbow befinden sich die Reste einer slawischen Burg. Sie liegt auf dem sogenannten "Blocksberg". Die Slawen bauten diese Burg am Rande des heutigen  Teufelbachtals auf einer natürlichen Anhöhe. Sie lag im Gebiet der "Warnower" und stellte sicherlich einen kleinen Adelssitz dar. Zur Niederung besaß der Burgwall keine Befestigung, was sehr typisch für slawische Höhenburgen ist. Allerdings ist die Burg mit nur 50 bis 60 m Außendurchmesser auffallend klein! Man kann daher fast vermuten, dass diese Burg den mittelslawischen Kleinburgen des späten 9. bis mittleren 10. Jahrhunderts zuzuordnen ist. Aber das müssten erst Ausgrabungen bestätigen. Der Name "Blocksberg" wurde für viele slawische Burgen verwendet und bedeutet soviel wie "Hexenberg".

Lage               

2. "Burgberg"

Nur ungefähr 200 m nordöstlich vom Burgwall auf dem "Blocksberg" liegen weitere Wallreste einer slawischen Burganlage auf dem sogenannten "Burgberg". Vielleicht handelte es sich einst um eine Vorgängeranlage der "Blocksberg-Burg". Auch diese Anlage lag unmittelbar am Teufelsbachtal. Man kann vermuten, dass diese Höhenburg einst eine Art Fluchtburganlage darstellte.

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Görke

Eine slawische Burganlage befand sich nahe dem Ort Görke bei Anklam an der Peene. Wo ganz genau sie sich befand, ist zur Zeit leider nicht bekannt. Sie ist oberirdisch nicht erhalten geblieben.

Lage?

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Grabow

Die Grabower Chronik sagt aus, dass auf der sogenannten Amtsinsel eine wendische Burg gestanden hat, um später einer deutschen Burg Platz zu machen.  Papst Urban III. erwähnte in einem Schreiben vom 23. Februar 1186 erstmals die Burg Grabow. Aus dieser Burg wurde dann später ein fürstliches Schloss, das 1725 abbrannte und an dessen Stelle heute ein zweistöckiges Fachwerkgebäude steht. Der Burgwall lag früher direkt an der alten Elde.

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Gremmelin (Vermutung)

Slawenzeitliche Lagesituation, nach R. Krüger 2017

Auf einer langgezogenen Halbinsel im Hofsee bei Gremmelin soll eine slawische Befestigung gestanden haben. Wie sie erhalten ist, ist mir unbekannt, aber sie wurde schon in früherer Zeit als spätslawische Inselburg beschrieben. Nach meiner Meinung handelte es sich hier aber eher nur um eine normale Inselsiedlung, die allerdings eine Brückenverbindung besaß.

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Groß Below

Dieser Burgwall liegt heute direkt am Tollensefluss. Die Tollense wurde aber an der Stelle begradigt, daher lag der Burgwall früher auf der anderen Seite des Flusses auf der Gemarkung von Groß Below. Es handelte sich um eine Niederungsburg. Aus welcher Zeit diese Wehranlage stammt ist nicht schriftlich überliefert. Keramikfunde vom Typ Feldberg deuten aber eine Entstehung im 8./9. Jahrhundert an. Durch jahrelange Ackerbewirtschaftung seit dem Mittelalter ist heute nur noch eine Art flacher Burghügel zu erkennen. Sollte es hier einmal Wälle gegeben haben, wurden sie leider planiert. Von der Burg aus wurde mit Sicherheit der Schiffsverkehr auf der damals sehr wichtigen Wasserstrasse überwacht. Auf diesem Fluss konnte man von der Lieps aus bis zur Ostsee reisen, vorbei an wichtigen Hauptburgen (Rethra, Demmin) und Handelssiedlungen (Menzlin). Auf dem Burgwall fanden sich außer slawischen Keramikscherben auch Hinterlassenschaften aus der Germanenzeit. Die Burgreste werden heute als "Schloßberg" bezeichnet. Die Burg bestand bis in die jungslawische Zeit (11./12. Jahrhundert).

Siehe auch:

Downloads: Eigene Publikationen

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Groß Bünsdorf

Nördlich von Groß Bünsdorf befindet sich eine sehr alte Burgstelle. Der Volksmund bezeichnet sie als "up de Borg", also "auf der Burg". Sie wurde als Niederungsburg am Fluss Maurine angelegt und dürfte eine Fluchtburg dargestellt haben. Allein durch ihre große Ausdehnung kann es sich nur um eine slawische Anlage gehandelt haben. Keramikfunde des Feldberger Types unterstützen diese Annahme. Es handelte sich demnach um einen slawischen Burgwall aus der älteren Slawenzeit des 7. bis 9. Jahrhunderts. Reste der Burg sollen noch erkennbar sein. Die Form der Burg war annähernd quadratisch, was bei slawischen Burgen eher seltener vorkam, aber dennoch Praxis war, wie schon im 10. Jahrhundert überliefert wurde.

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Groß Gievitz (Vermutung)

Im Nordteil des Torgelower Sees befindet sich die sogenannte "Liebesinsel". Slawische Keramikreste aus dem 11. und 12. Jahrhundert deuten auf eine Inselsiedlung hin. Interessant ist, dass die Insel in der alten "Wiebekingscher Karte" von 1786 als "der Große Wall" eingetragen ist. Handelte es sich hier um eine Inselburg? Falls ja, könnte sie wie in meinem Rekonstruktionsversuch in der Bildergalerie ausgesehen haben.

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Groß Görnow

Der eingliedrige Burgwall von Groß Görnow ist eine klassische frühslawische Höhenburg der "Feldberger Zeit" des 8./9. Jahrhunderts. Sie wurde von ihren wilzischen Erbauern auf einem natürlichen Geländesporn am Rand des Warnowdurchbruchstals errichtet. Zur Warnow hin fällt das hoch liegende Burgplateau etwa 25 m steil ab. Die Slawen befestigten die etwa 3 ha große Burgfläche aber nur teilweise mit einem Wallsystem. Am Südrand ist noch deutlich ein umlaufender Erdwall zu erkennen, der durch die strategische Ausnutzung des umliegenden Geländes und einer Böschung von außen eine Höhe von bis zu 8 m hat. Im Südostteil zur Warnow hin erbaute man nur einen sehr flachen Wall von 1,5 m Höhe, der direkt an der Abbruchkante lag. Der auf natürliche Weise gesicherte Nordrand der Burg besaß keinen Wall. Dort wurde lediglich eine einreihige Holzpalisade als Befestigung beobachtet. Ein ehemaliges Zugangstor lag etwa in der Mitte des Südwalles. Wie Ausgrabungen erbrachten bestand es aus Eiche und war etwa 2,5 m breit und ca. 5 m tief. Wie genau es aufgebaut war, konnte man nicht mehr feststellen, da es durch ein Feuer zerstört wurde. Es handelte sich vermutlich um ein Tunneltor, das durch den Wall führte. Weiterhin konnte man feststellen, dass die Slawen bei der Verfüllung des Walles viele Rollsteine und zahlreiche große und sehr große Findlinge verwendeten. Sie liegen noch heute zahlreich im Wallbereich. Die nördliche Palisadenbefestigung der Burgfläche besaß auch einen begehbaren Wehrgang. Ob auch der Südwall einen derartigen Wehrgang besaß konnte man nicht mehr nachweisen, doch der Ausgräber ging von seiner Existenz aus. Die baumlose Burginnenfläche ist teilweise sehr uneben und erreicht Höhenunterschiede von bis zu 20 m. Auf der Fläche liegen Hügel und Abbrüche, die von den damaligen Bewohnern nicht planiert wurden. Insgesamt wurden nur wenige Hinterlassenschaften auf der ehemaligen Siedlungsfläche vorgefunden. Daher geht man davon aus, dass die Höhenburg nicht ständig besiedelt war und auch nicht sehr lange bestanden haben kann. Der Ausgräber ging von einer Laufzeit von um 800 bis 850 aus. Nachdem die Höhenburg durch Feuer zerstört wurde, gab man den Platz auf. Ein Besuch der Höhenburg ist heute sehr zu empfehlen. Man gelangt von Groß Görnow aus über eine nach Norden führende kleine Teerstraße zum Bodendenkmal.

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Groß Lüsewitz

Der Burgwall ist über die Bundesstraße 110 von Tessin über Sanitz in Richtung Rostock zu erreichen. Am Abzweig Groß Lüsewitz biegt man zum gleichnamigen Ort ab und gelangt zu dem 500 m südlich des Ortes im Agrarland liegenden Denkmal. Der jungslawische Burgwall "Katswall" wurde schon 1883 entdeckt. Die erhaltenen Wälle und Gräben lassen eine zweigliedrige Burgwallanlage erkennen. Der Burgwall hat eine Höhe von noch bis zu 7 m.
Nach neueren Einschätzungen handelt es sich bei dem Bodendenkmal möglicherweise doch nur um eine einfache slawische Siedlung auf einer natürlichen Anhöhe. Ein heute noch erkennbarer Turmhügel innerhalb der Siedlung ist wahrscheinlich ein Kunstprodukt des frühen 20. Jahrhunderts. Insgesamt ist die Anlage stark gestört.

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Groß Quassow

Ein wohl altslawischer Burgwall befand sich südlich von Groß Quassow am Woblitzsee. Seit 1946 ist der Platz als Denkmal geschützt, ohne irgendwelche Spuren einer Befestigung, aber mit Keramikfunden, unter anderem der Feldberger Gruppe.

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Groß Raden

Etwa einen Kilometer nordöstlich von Groß Raden bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern liegt auf einer Halbinsel im "Binnensee" das heutige Freilichtmuseum Groß Raden. Hier wurde eine slawische Burgsiedlung aus dem 9./10. Jahrhundert archäologisch untersucht und danach fast vollständig rekonstruiert.  Erstmals erwähnt wurde der Burgwall von F. Lisch im Jahre 1842. Er beschrieb den Burgwall damals als viereckig, was allerdings nicht den Tatsachen entsprach. Der kleine Wall ist kreisrund und war vor den Untersuchungen etwa 6 m hoch erhalten geblieben. Der Durchmesser beträgt auf der Wallkrone etwa 50 m. Auf dem davor liegenden Wiesengelände vermutete man eine Vorburgsiedlung, da hier wiederholt Scherben und Spinnwirtel gefunden wurden. 1955 wurde eine kleine Grabung vorgenommen, um eine vermutete Brückenverbindung zwischen der Vorburg und dem Burgwall nachzuweisen, was allerdings nicht gelang. Von 1973 bis 1980 kam es dann zu einer großflächigen Ausgrabung unter der Leitung von Ewald Schuldt. Durch die archäologischen Grabungen konnte man zwei Siedlungsphasen nachweisen.  
 
Siedlungsphase 1:  
 
Die erste Besiedlung der Halbinsel erfolgte vermutlich im Verlauf des 9. Jahrhunderts, nachdem man die nahe frühslawische Höhenburg bei Groß Görnow aufgegeben hatte. Die Halbinsel wurde zuerst durch einen 4 m breiten und wasserführenden Sohlgraben abgetrennt. Direkt hinter dem Graben errichtete man eine hölzerne einreihige Palisade aus Eichenstämmen, in deren Mitte ein kammerartiges Eingangstor in die Vorburg führte. Die Seeseiten der Halbinselsiedlung waren nur mit einfacheren Flechtwerkzäunen gesichert. Durch die Siedlung führte ein etwa 3 m breiter Bohlenweg, an dem reihenartig 29 Flechtwandhäuser von 4 m x 5m Größe nachgewiesen werden konnten. Vermutlich gab es hier aber über 40 solcher Wohnbauten. Im südöstlichen Bereich der Halbinsel lag eine freie Fläche, auf der die Reste einer nach Nordosten ausgerichteten 7 m x 11 m großen Halle zum Vorschein kamen. Diese Halle lag nicht direkt am Bohlenweg, aber sie war über einen kurzen Pfad mit diesem verbunden. Das zweitürige Gebäude wurde palisadenartig aus eichenen Stabbohlen errichtet. Diese Stabbohlen besaßen an einem Ende menschliche Kopfdarstellungen. Durch diese Gegebenheiten sprach man die Halle schnell als Kultbau an. Bis heute ist aber nicht geklärt, ob diese Halle ein Dach besaß oder doch eher offen war. Der durch die Siedlung führende Bohlenweg mündete dann in eine 85 m lange und 3 m breite Brücke, die über eine Untiefe zu einer kleinen Insel führte. In der ersten Siedlungsphase stand dort noch kein Burgwall. Nachgewiesen wurden dort nur acht einfachere Flechtwandhäuser. Der Ausgräber vermutete aber weitaus mehr Häuser auf dem Eiland. Die genaue Anzahl konnte nicht mehr bestimmt werden, da die Insel wenig später mit einem mächtigen Burgwall überbaut wurde. Die erste Siedlung auf der Halbinsel wurde von etwa 150 bis 200 Personen ständig bewohnt. In den Flechtwandhäusern lebten vorwiegend Handwerker wie Schmiede, Drechsler, Schuhmacher, Töpfer, Zimmerleute und Stellmacher. Die Anwesenheit mindestens eines slawischen Priesters ist durch die Kulthalle belegt. Er hatte vermutlich seine Unterkunft in einem von vier Häusern, die nahe der Kulthalle lagen. Da die Häuser auf der Insel bis auf eines nicht mit Lehmwänden ausgeführt waren, dienten diese wohl nicht zu Wohnzwecken. Die dort gefundenen großen Tongefäße von bis zu 50 l Inhalt deuten eher auf Vorratshäuser hin, die durch die insulare Lage besonders geschützt wurden. Die Bewohner wurden sicherlich von außerhalb liegenden Siedlungen mit Getreide, Vieh usw. versorgt. Vielleicht musste man dem Kultort auch diverse Abgaben leisten, die dann auf der Insel eingelagert wurden. Der Ausgräber Schuldt sprach die Handwerkersiedlung auch als Markort an, in dem regelmäßig religiöse Kultfeste stattfanden. Außerhalb der Eingangsbefestigung lagen ebenfalls einige Wohnhäuser. Vermutlich war die befestigte Halbinselsiedlung nur von "höher gestellten" bewohnt. Um 900 wurde diese erste Siedlung durch Feindeinwirkung von aussen weitgehend zerstört. Die genauen Gründe dafür lassen sich nicht mehr nachvollziehen. 
 
Siedlungsphase 2: 
 
Unmittelbar nach der Zerstörung begann man mit dem Wiederaufbau der Siedlung. Statt der Flechtwandhäuser wurden nun stabilere Blockhäuser errichtet. Einige hatten eine Wohnfläche von bis zu 45 m² und besaßen zwei Räume. Diese Häuser, von denen etwa 30 bis 40 zeitgleich bestanden, dienten den ansässigen Handwerkern als Unterkünfte. Die Ausgrabungen zeigten, dass man auch die zerstörte Kulthalle an gleicher Stelle neu aufbauen wollte. Noch während des Neubaus wurde das Gebäude durch Feuer zerstört. Die größte bautechnische Veränderung dieser zweiten Siedlungsphase vollzog sich allerdings auf der Insel. Dort begann man mit dem Bau einer kleinen Wallburg vom "Typ Tornow". Dieser Burgentyp war vom späten 9. bis mittleren 10. Jahrhundert bei den Slawen weit verbreitet. Der Burgwall von Groß Raden bestand aus rostartigen Kästen, die einen Innenraum von etwa 25 m Durchmesser umschlossen. Im Burginneren lagen kasemattenähnliche Wohnhäuser ringartig am Innenwall. Ein schmales tunnelartiges Zugangstor führte in den kleinen Burghof. Eine 85 m lange Brücke führte von der Vorburgsiedlung zum Burgwall. Sie verlief an gleicher Stelle wie die Brücke aus der älteren Siedlung. Allerdings errichtete man ein Brückenhaus etwa in der Mitte des Brückenverlaufs. Dieses diente vermutlich als Wärterhaus und kontrollierte den Zugang zur Inselburg. Entnommende neuere Holzproben der Kulthalle ergaben, dass diese noch bis in die 960 er Jahre bestand und mit dem Burgwall zumindest zeitweise bestand. Der Eingangsbereich in die Inselburg wurde zusätzlich mit einer 1,2 m hohen Berme gesichert, die vermutlich feindliche Bootsangriffe abhalten sollte. Der Burgwall wurde im Laufe der Zeit zwei Mal erneuert und dürfte im Endstadium um die 10 m hoch gewesen sein. Am südlichen Wallfuß befand sich eine Reihe aus Findlingen, die gegen den Wellenschlag des Sees schützen sollte. Am nördlichen Wallfuß stand eine doppelreihige Palisade aus Eichenbohlen. Welchen Zweck sie einst erfüllte ist nicht mehr nachvollziehbar. Einige Wissenschaftler sehen darin einen unteren Wehrgang, und andere eine Einfriedung, die ein Abrutschen des Walles verhindern sollte. In der Mitte des Burghofes kam bei den Grabungen ein rundes verfärbtes Erdloch von 1,6 m Durchmesser und 1,2 m Tiefe zutage. Der Ausgräber Schuldt sah darin den Standort einer großen hölzernen Götterstele. Heute geht man eher davon aus, dass hier ein Brunnen lag. Eine so große Götterstele hätte gar nicht durch das nur 1,3 m breite Tunneltor gepasst. Im rekonstruierten Burgwall wurde bis 2006 eine nachgebildete Götterstele in der Burgmitte dargestellt. Weiterhin konnte man einige Gruben im Burghof vorfinden, in denen kleinere Feldsteine gehortet wurden. Vermutlich dienten sie als Wurfgeschosse im Belagerungsfall. Da fast alle Burgen vom "Typ Tornow" befestigte Sitze von lokalen Kleinfürsten waren, dürfte auch die Burg von Groß Raden eine solche Burg gewesen sein. Ob die Burg auf der Wallkrone einen offenen oder überdachten Wehrgang besaß muss offen bleiben. Die Ausgrabungen erbrachten hierzu kleinerlei Erkenntnisse. Der rekonstruierte Burgwall wurde bis 2008 mit einem überdachten Wehrgang auf der Wallkrone dargestellt. Danach wurde das Tunneltor neu rekonstruiert und ein offener Wehrgang auf dem Wall dargestellt. Um das Jahr 1000 wurde die Burgwallsiedlung nach einem erneuten feindlichen Angriff endgültig aufgegeben und verlassen.
 
Nachtrag:
 
Neue Holzproben aus dem Tempel in der Vorburg ergaben, dass dieser noch bis in die 960 er Jahre bestand. Demnach haben Burgwall und Tempel zumindest zeitweise zur gleichen Zeit existiert!
 
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Groß Roge

Vermutete Lage zur Slawenzeit, Ringwall etwa 65 m; Norden oben, nach R. Krüger 2017

Am stark verlandeten Ostufer des "Wotrumer Sees" liegen heute die schwachen Wallreste einer kleinen slawischen Niederungsburg. Der See war in slawischer Zeit etwas größer, so dass der Burgwall damals direkt am damaligen Seeufer gelegen haben könnte. Nach Luftbildern und alten Karten zu urteilen, errichteten die Slawen ihre Burg auf einer natürlichen, fast nierenförmigen, Sandinsel. Auf dieser Erhebung lag vermutlich auch eine kleine, nur leicht befestigte, Vorburgsiedlung. Da bisher noch keine modernen Ausgrabungen vor Ort stattgefunden haben (Stand 2017) muss vorerst offen bleiben, aus welcher Zeit diese Burgsiedlung stammt. Da der heutige Burgwallrest eine maximale N-S-Ausdehnung von etwa 65 m besitzt, muss man fast annehmen, dass wir es hier mit einer typischen mittelslawischen Burg des späten 9. bis mittleren 10. Jahrhunderts zu tun haben. Ob der Burgwall auch zur Seeseite einen Wall besaß, ist mir unbekannt. Auf meiner einfachen Lageskizze habe ich den Burgwall mit einem Wall zur Seeseite dargestellt. Wie lang der Burgwall letztendlich in Nutzung war, kann nur die Archäologie klären.

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Groß Wokern

Südöstlich des Dorfes am äußersten Rand des Wokerschen Holzes befindet sich ein alter slawischer Burgwall neben dem vielleicht auch eine slawische Siedlung existierte. Noch am Ende des 14. Jahrhunderts wird Klein Wokern als "Wendeschen Wukerd" bezeichnet. Allerdings gibt es auch Stimmen die behaupten, dass dieser Burgwall nicht slawischen Ursprungs sei. Genauere Untersuchungen haben bis heute nicht stattgefunden.

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Groß Woltersdorf

Lage der Burg zur Slawenzeit, nach R. Krüger 2017

Knapp 500 m vom westlichen Dorfrand des Ortes Groß Woltersdorf bei Wismar befand sich vom 8. bis 10. Jahrhundert eine slawische Burg. Sie wurde am leicht erhöhten Ufer eines Sees errichtet, der heute leider verlandet ist. Sie hatte einen kreisrunden Durchmesser von fast 130 m. Heute ist von der Burg allerdings nichts mehr vor Ort zu erkennen, denn wie Luftbilder zeigen, wird die Fläche jedes Jahr landwirtschaftlich genutzt. Dennoch ist sie auf einigen Luftaufnahmen sehr deutlich zu erkennen. Es dürfte sich damals um eine Niederungsburg der sogenannten "Feldbergzeit" gehandelt haben.

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Groß Wüstenfelde

Im Jahre 1314 wurde der Ort Groß Wüstenfelde das erste Mal urkundlich erwähnt. Allerdings muss es schon sehr viel früher gegründet worden sein, wie der vorhandene slawische Burgwall im Ort beweist. Der Burgwall wurde im frühen 13. Jahrhundert von den Slawen aufgegeben und anschliessend von den deutschen Einwanderern zur frühdeutschen Burganlage umgebaut. Noch heute sind die Wälle der mittelalterlichen Burg gut erhalten und bis zu 8 m hoch. Im Innenbereich der einstigen Wehranlage befindet sich heute das um 1700 errichtete Gutshaus. Im Jahre 1590 fand im Kellergewölbe der deutschen Burganlage ein Hexenverhör statt, wie Überlieferungen mitteilen. Über die einstige slawische Wallburg kann man folgendes sagen: Sie wurde vom Stamm der Zirzipanen im 11. Jahrhundert angelegt und hatte einen runden Grundriss von mindestens 170 m Durchmesser. Im Innenraum der Burg gab es am Wall einen Wassergraben. Somit lag der Innenbereich der Burg auf einer künstlichen Insel. Weiterhin wird es nur ein Tor im südlichen Bereich der Wallburg gegeben haben, wo auch noch der heutige Zugangsweg zum Gutshaus liegt. Im Burgbereich lag sicher noch eine Art Vorburgsiedlung.

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Grubenhagen

  

Südöstlich von Grubenhagen befindet sich in einem Waldgebiet eine jungslawische Wallanlage. Es handelte sich einst um eine slawische Niederungsburg, die von einem Doppelringwall geschützt wurde. Noch heute führen Teile der Grabenanlage Wasser. Untergegangen ist die Burg dann in der deutschen Ostsiedlungszeit im 12./13. Jahrhundert.

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Grüttow

Vermutete Lagesituation zur Slawenzeit, nach R. Krüger 2017

Südöstlich von Grüttow bei Anklam befand sich eine slawische Burganlage. Auch sie ist heute oberirdisch nicht mehr erkennbar, da sie abgetragen wurde. Ursache dafür dürfte die Landwirtschaft gewesen sein. Funde von früh- bis spätslawischer Keramik belegen diesen Fundplatz. Ausserdem fand man ein Messerfragment, Tierknochen, Hüttenlehm und einen Wetzstein. Die Burg hat zeitgleich mit der nahen Handwerkersiedlung bei Menzlin an der Peene bestanden. Ob die Burg ihren Schutz übernahm, ist bisher unbekannt.

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Gülzowshof

Am Südrand von Gülzowshof befindet sich in einer Niederung zwischen zwei Teichen ein flaches Plateau mit Wall und Graben. Durch Keramikfunde kann man die ehemalige Wallburg in die Slawenzeit einordnen.

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Gützkow

Am Rand der Altstadt von Gützkow liegt ein alter Burgberg, der auch als "Schlossberg" bezeichnet wird. Sein heutiges Aussehen von "Ober- und Unterburg" geht auf mehrere mittelalterliche Umbauten und Zerstörungen zurück. Bereits in der frühslawischen Zeit befand sich an dieser Stelle ein größerer Burgwall von etwa 180 m Durchmesser. Diese Burgsiedlung muss im Laufe der Zeit eine gewisse Bedeutung erlangt haben, denn im Jahre 1128 besuchte der Missionar Bischof Otto von Bamberg den Ort Gützkow (slawisch Chozcho) und ließ die heidnische Bevölkerung taufen. Ein Tempel in der Burg wurde abgerissen und durch eine Kirche ersetzt. Zu dieser Zeit regierte in der Gützkower Burg Fürst Mitzlaw, der sich kurz vorher dem Pommernherzog Wartislaw I. unterworfen hatte und zu dessen Kastellan im Land Gützkow ernannt wurde. Im Jahre 1164 zog Heinrich der Löwe erneut gegen die immer wieder aufständischen Slawen unter ihrem Führer Pribislaw. Die Pommernherzöge Bogislaw I. und Kasimir I. unterstützten den slawischen Aufstand und es kam am 6. Juli zur Schlacht am Kummerower See. Die Slawen wurden dabei vernichtend geschlagen. Die überlebenden Fürsten retteten sich mit ihren verbliebenen Truppen in die östlichen Landesteile. Heinrich zog anschließend mit seinem Heer weiter nach Gützkow und zerstörte die Burgsiedlung. Kurz danach wurde die Burg wieder aufgebaut, ehe sie 1177 vom Dänenkönig Waldemar I. erneut zerstört wurde. Nach der endgültigen Unterdrückung der Slawen wurde die zerstörte Burg grundlegend umgebaut und diente dann als deutsche Burg. Eine am Westhang liegende slawische Siedlung wurde abgerissen und auf den heutigen Stadtberg umgesiedelt. Der alte Burgwall wurde durch einen 12 m bis 15 m breiten Graben geteilt. Die ausgehobene Erde des Grabens verwendete man für die Anlage einer etwa 2,5 m hohen "Oberburg". Hier entstand nun ein hoher steinender Turm, der einen Durchmesser von 16 m hatte. Verbunden waren Ober- und Unterburg mit einer Zugbrücke, die über den Graben führte. Man vermutet heute, dass dieser Turm als Wehr- und Wohnturm diente und eine Höhe von bis zu 20 m gehabt haben könnte. Später entstand hier ein Schlossbau, dessen Reste noch bis ins 18. Jahrhundert vorhanden waren. Über längere Zeit war der Schlossberg völlig zugewachsen und unkenntlich. Heute wird er regelmäßig geplegt und ist mit einer Infotafel ausgestattet.

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Hohenbüssow

1. "Burgberg"

   

Der sehr versteckt liegende frühslawische Burgberg des 8. bis 9. Jahrhunderts befindet sich östlich vom kleinen Dorf Hohenbüssow in Nähe der Tollense. Er liegt schwer erreichbar auf einem natürlichen Bergsporn. Der Burghügel hat einen ovalen Grundriss von ungefähr 70 mal 50 m. Die reine Burgfläche war eher klein. Die Höhe des walllosen Plateaus zur tiefer liegenden Umgebung würde ich auf mindestens 6 bis 8 m schätzen. Die Hänge sind sehr steil und wahrscheinlich von Menschenhand noch künstlich verstärkt worden. Ein Zugangstor war nicht eindeutig zu lokalisieren, dennoch ist das Plateau im Süden am flachsten. Hier wird der Zugang  gelegen haben. An der alten Eingangsstelle liegt auch eine kleine Wasserquelle, die vielleicht von den Slawen genutzt wurde. Da der Burgberg heute im Wald liegt und ringsum von weiteren Bergspornen und tiefen Schneisen umgeben ist, konnte er nicht landwirtschaftlich genutzt werden und ist daher sehr gut erhalten. Gleich nördlich existierte eine weitere größere frühslawische Höhenburg. Der Sinn von zwei so nahen Burgen ist heute nur zu erahnen. Die Burgflächen beider Anlagen liegen auf der gleichen Höhe und sind nur ca. 60 m voneinander getrennt. Vielleicht lebte in der kleineren Burg der Anführer der Siedlung oder hier stand das Heiligtum der Bewohner. Zwischen beiden Burgen scheint ein Weg zur Tollense geführt zu haben. Vielleicht bestand dort ein Flußübergang, den die beiden Burgen schützten und überwachen sollten? Es ist aber auch denkbar, dass beide Anlagen nacheinander bestanden.

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2. "Höhenburg"

Die unbewaldete frühslawische "Höhenburg" bei Hohenbüssow ist nur nach einem  Fußmarsch von ca. 700 m von der Straße zwischen Golchen und Hohenbüssow zu erreichen. Aber ein Besuch lohnt sich. Es handelt sich um eine gut erhaltene eingliedrige Burganlage aus dem 8. bis 9. Jahrhundert mit noch erkennbarem Nordostwall. Die anderen Bereiche waren möglicherweise nur mit Palisaden gesichert, da die Seitenbereiche stark abfallen und einen natürlichen Schutz (Spornlage) boten. Die Höhenburg hat eine Innenfläche von etwa 1,1 ha. Gleich südlich liegt ein Burgberg aus der gleichen Zeit. Auch er war eingliedrig aber viel kleiner und ohne Wälle. Dafür sind die Seitenbereiche im Norden, Westen und Osten dort enorm steil. Die Burgflächen beider Burgen liegen etwa auf einer Höhe. Welchen Sinn die beiden Burgen in unmittelbarer Nachbarschaft hatten, ist nur zu erahnen. Vielleicht lebte das Volk in der größeren und der Anführer der Siedlung in der kleineren Burganlage. Oder stand in der kleineren das Heiligtum der Siedlung? Vor Ort hat man den Eindruck, als ging ein alter Weg zwischen beiden Burgen in Richtung Tollensefluß. Auf jeden Fall kann man die einstigen Bewohner dem Stamm der Wilzen zuordnen, die nur in der frühslawischen Zeit derartige Höhenburgen errichteten. Wer beide Burgen besuchen will, sollte sich die Wintermonate aussuchen, da der kleinere "Burgberg" im Sommer verwuchert ist. Zudem sind die Felder auf dem Weg zu den Burgen im Sommer bestellt, was einen Besuch zusätzlich erschwert.

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Hohen Sprenz

An der schmalsten Stelle der Halbinsel "Die Weding" befindet sich der slawische Wall, der sich mit einer Länge von 62 m und Höhen zwischen 4 bis 5 m in Ost-West-Richtung erstreckt. Die Halbinsel liegt im Südteil des Hohensprenzer Sees. Sie stammt wahrscheinlich aus der altslawischen Zeit des 7.-9. Jahrhunderts.

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Hungerstorf

Nordwestlich von Hungerstorf befand sich in der frühslawischen Zeit des 8./9. Jahrhunderts eine große Wallburg in einer Niederung. Sie ist heute kaum mehr erkennbar, da sie überpflügt oder als Weide genutzt wurde. Sie lag an der Kittendorfer Peene, einem Fluss, der zusätzlichen Schutz bot. Über dieses Gewässer konnte man mittels kleinen Booten bis zur Ostsee über die Peene gelangen. Es handelte sich um eine größere Niederungsburg mit hufeisenförmigem Grundriss. Nur wenige Kilometer weiter bei Clausdorf befindet sich ein kleiner Burgwall, der aus der spätslawischen Zeit des 11./12. Jahrhunderts stammt. Vermutlich war er die Nachfolgeburg.

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Ilow

Der Burgwall von Ilow befindet sich ungefähr 1 km südlich vom gleichnamigen Dorf Ilow im Landkreis Nordwestmecklenburg auf dem sogenannten Wallberg. Die slawische Niederungsburg wurde möglicherweise nach Aufgabe der altslawischen Höhenburg weiter östlich bei Madsow, errichtet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Burg Ilow zu eine der Landesburgen der Obodriten. Sie war also zeitweise der Wohnort der obodritischen Fürsten aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. Der letzte bedeutende Fürst Niklot ließ sie 1160 absichtlich anzünden, als er auf der Flucht vor Heinrich dem Löwen war. Nachdem kurze Zeit später Niklot von Heinrichs Truppen bei der Burg Werle an der Warnow ermordet wurde, ließ man die Burg Ilow wieder aufbauen und besetzte sie mit deutschen Truppen. 1164 belagerte der Sohn Niklots, Pribislaw, erfolglos die Burg Ilow, nachdem er mit seinen Truppen die Mecklenburg einnehmen konnte. Er wollte sich Heinrich dem Löwen nicht unterwerfen und versuchte diverse ehemals obodritische Fürstenburgen zurückzugewinnen. (Mecklenburg, Ilow, Malchow, Quetzin). Daraufhin zog Heinrich erneut gegen Pribislaw in den Kampf und verfolgte ihn bis nach Malchow, wo man Wertislaw, den 1163 gefangenen genommenen Bruder Pribislaws, als Rache aufhängen ließ. Nun flüchtete Pribislaw zur Burg Demmin und kurze Zeit später kam es zur Schlacht am Kummerower See, die die Slawen vernichtend verloren. Pribislaw gab später auf und unterwarf sich endgültig Heinrich dem Löwen. Er war von nun an ein Getreuer Heinrichs und begleitete ihn auf einer Pilgerfahrt nach Jerusalem. lm Südwesten sind die Wallreste der einstigen Befestigung heute am besten erkennbar. Die zugehörige befestigte Vorburgsiedlung konnte durch Oberflächenfunde unmittelbar nordöstlich des Burgwalles in Hanglage lokalisiert werden. Um 1300 gab man die Burg Ilow auf. Durch jahrhundertelange landwirtschaftliche Nutzung ist der einst gewaltige Burgwall so gut wie eingeebnet worden. Auf den Bildern ist die ovale Burgform aber noch leicht erkennbar.

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Ivenack

1. Insel im Ivenacker See (Vermutung)

Im Ivenacker See bei Stavenhagen befindet sich eine bewaldete Insel von 180 m Länge und maximal 100 m Breite. Laut einigen Quellen vermutet man hier eine ehemalige slawische Inselburg, die als Rückzugsort gedient haben könnte. Beweise dafür liegen aber noch nicht vor. Dennoch könnte sich die Insel als Burgstätte sehr gut angeboten haben. Der Ortsname Ivenack stammt von dem slawischem Wort "Iva" ab und bedeutet soviel wie "Weidenort". Verdächtig ist auch der Umstand, dass am Nordende des Sees ein kleines mittelalterliches Kloster bestand, welches der Christianisierung der Slawen diente. Solche Klöster wurden oft in der Nähe ehemaliger heidnischer Kultplätze angelegt. Ob hier nun wirklich eine alte Burg bestand oder nur eine einfache Inselsiedlung, ist noch nicht genau geklärt. Oberflächenfunde auf der Insel erbrachten Keramiken der mittel- bis spätslawischen Zeit (Typ Fresendorf, Teterow, Vipperow und Bobzin). Auch mittelalterliche Keramiken aus der Zeit des 13./14. Jahrhunderts wurden beobachtet, die auf die erneute Nutzung der Insel in jener Zeit hindeuten. Am Ostufer des Sees wurden im Jahr 2012 Keramikscherben auf einem halbinselartigen Vorsprung beobachtet, die auf eine Siedlung hindeuten. Nach meiner Meinung könnte von dieser Siedlung eine Brückenverbindung zur Insel bestanden haben. Circa 3 Kilometer weiter nordöstlich befindet sich ebenfalls eine mögliche Burgstelle aus der Slawenzeit, die ich noch nicht publiziert habe, da entgültige Beweise fehlen.

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2. "Augraben" (Vermutung)

Ein von mir vermuteter slawischer Burgwallrest liegt nördlich von Ivenack direkt am begradigten "Augraben". Bei meinen Besuchen 2009 und 2015 konnte ich keinerlei Keramikscherben oberflächlich vorfinden. Der Pächter der umliegenden Wiesenflächen erzählte mir, dass die baumbestandene Stelle seit langer Zeit als Sand- und Kiesgrube genutzt wird. Dennoch hat man vor Ort den Eindruck, dass hier die Reste eines Burgwalles liegen. Die vermutete Burgstelle lag in der Slawenzeit inmitten einer feuchten Niederung. Im nördlichen Verlauf des Augrabens liegen weitere slawische Befestigungen (Lindenberg, Utzedel, Ganschendorf).

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Janow

1. Burgwall "Schwedenschanze"

Der gut erhaltene Burgwall Janow "Schwedenschanze" ist eine frühslawische Höhenburg, die von ihren Erbauern (Wilzen) im 8. Jahrhundert auf einem natürlich ansteigenden Geländesporn am Südrand des "großen Landgrabentals" errichtet wurde. Vor Ort ist noch deutlich der umlaufende, fast viereckige, Burgwall zu erkennen. Er steigt nach Süden immer weiter an und hat eine Ausdehnung von geschätzten 120 x 80 m. Im Norden, Nordosten und Westen sind noch deutliche Wallsenken zu erkennen, die wohl einstige Zugangstore anzeigen. Die gesamte Burgfläche ist mit Fichten bestanden und steigt nach Süden immer weiter an. Nach meiner Meinung wurden die ehemaligen Häuser in der Burg terrassenartig angelegt. Aufgrund der sehr unebenen Burgfläche wurde die Burg wohl nur in Notzeiten genutzt. Um 850 dürfte die Höhenburg aufgegeben worden sein. Ein kleiner Waldweg führt heute direkt zum Bodendenkmal. Einen Besuch empfehle ich in den Wintermonaten!

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Wegbeschreibung zum Burgwall (Kmz. Datei für Google Earth)

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2. "Veste Landskron" (Vermutung)

Eine wahre Attraktion der Gegend bei Janow/Neuendorf ist die alte Burgruine Landskron am großen Landgraben. Sie ist die besterhaltendste ihrer Art in Norddeutschland. Sie wurde ab 1576 errichtet und nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Leider war sie ab 1699 schon verfallen. Was allerdings aus meiner Sicht erstaunlich ist, ist die überlieferte Angabe, dass die Herren diese Burg Landskron auf einer künstlich geschaffenen Insel errichteten, die schon vorher  als Burg befestigt war und in die Wendenzeit zurückgehen soll. Es handelte sich nach diesen Angaben also um eine slawische Inselburg! Diese war zu Baubeginn der Feste Landskron längst verfallen. Dennoch wird man sie als solche erkannt haben und die Bauherren der Feste fanden diesen Platz ideal für ihre neue Steinburg. Die Vermutung hatte ich schon länger, dass hier einst eine slawische Anlage gestanden haben muss. Der große Landgraben war in alten Zeiten schon immer ein Grenzfluss, der Pommern und Mecklenburg trennte. Und der musste verteidigt werden. Im weiteren Verlauf des Landgrabens und der Tollense gibt es weitere Slawenburgen, die eine ähnliche Aufgabe übernahmen. Wahrscheinlich ist diese Burg hier anstelle der heutigen Burgruine Landskron die Nachfolgeburg der altslawischen Höhenburg, die sich ca. 700 m südlich  befindet. Allerdings müssten archäologische Untersuchungen vor Ort einen Beweis erbringen, der diese Theorie unterstützt! Es könnte sich auch um den Rest einer frühdeutschen Burg auf der Insel handeln, allerdings bauten die Deutschen eher selten auf Inseln ihre "Motten". Es sieht wie gesagt eher nach einer slawischen Inselburg aus, die inmitten von überfluteten Wiesen und Mooren des ehemals viel größeren Landgrabens lag. Diese muss nach dem 9. Jahrhundert dort gestanden haben, nachdem man die alte Fluchtburg in der Nähe aufgab. Wie genau diese Inselburg aussah, kann man nur vermuten! Schriftlich gibt es da leider keine Überlieferungen. Interessant ist vielleicht noch, dass sich ganz in der Nähe der Inselburg ein slawisches Dorf namens Damerow befand, welches bis heute nicht überdauert hat. Dieses könnte eng mit der ehemaligen slawischen Inselburg in Verbindung gestanden haben.

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Jatzke

Ein gut erhaltener zweigliedriger Burgwall befindet sich im heutigen Parkbereich von Jatzke. Die Anlage besteht aus einer ovalen Hauptburg von etwa 90 m  Durchmesser und einem zur Angriffsseite vorgelegten bogenförmigen Vorwall. In dem Vorwall ist noch sehr deutlich das ehemalige Eingangstor auszumachen. Die Wälle von Haupt- und Vorburg erreichen Höhen von bis zu 3 m. Die zweitorige Hauptburg scheint im südwestlichen Bereich abgetragen worden zu sein, denn dort ist der Wall sehr flach. Die Slawen legten ihre Burganlage strategisch günstig auf einer natürlichen Anhöhe zwischen zwei kleinen Seen an, die heute aber stark verlandet sind. Nordwestlich und westlich der Wehranlage lagen zudem ausgedehnte Vorburgbereiche, die nur durch natürliche Feuchtareale und angelegte Gräben geschützt waren. In diesem Bereich wurden in den 1970 er Jahren kleinere Grabungen unternommen, die eine locker gestreute Besiedlung bezeugten. In diesem Areal lebten und arbeiteten wahrscheinlich slawische Bauern und Handwerker, die sich bei Gefahrsituationen schnell in den nahen Burgwall flüchten konnten. Die Burganlage, sowie der nordwestlich bis westliche Vorbereich, werden anhand von Scherbenfunden in das 10./11. Jahrhundert datiert. Interessant ist, dass sich am Südende der Hauptburg an einer alten Eiche ein kleines Steinkistengrab direkt am äußeren Wallfuß befindet. Ob dieses bereits in der Burgzeit an gleicher Stelle stand ist fraglich, da es unmittelbar an der Burgmauer im Bereich des Burggrabens gestanden haben müsste. Es wurde wahrscheinlich erst in der Neuzeit an diese Stelle versetzt. Da der zugewucherte Burgwall in den Sommermonaten kaum oder gar nicht gepflegt wird, ist ein Besuch von Ende November bis Ende März ratsam.

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Kurzes Video vom Burgwall im November 2013

Wegbeschreibung zum Burgwall (Kmz. Datei für Google Earth)

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Kagenow (Vermutung)

"Schanzberg"

Vermutete Lage des Burgwalls im Google Luftbild von 2001

Eine vermutete slawische Burg befand sich etwa 1,6 Kilometer nordnordöstlich von Kagenow (Gemeinde Neetzow-Liepen im Landkreis Vorpommern-Greifswald). Der Ort nahe der Peene trägt heute den Flurnamen "Schanzberg". Oberirdisch ist von dem Bodendenkmal nichts mehr erhalten geblieben. Vermutlich wurde diese Wallanlage von der Landwirtschaft gänzlich abgetragen. Der Ortsname Kagenow soll im slawischen "Kiefernbusch" bedeuten. Vermutlich führte bereits in der Slawenzeit eine Furt/Brücke über die Peene zum nahen Burgort Gützkow. Vielleicht wurde diese Furt von dem Burgwall bei Kagenow kontrolliert/bewacht?

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Kargow

Im Jahr 1960 wude der Burgwall bei Kargow am Hofsee das erste Mal besichtigt. Es handelt sich um Reste einer ca. 100 m bis 120 m runden flachen Erhöhung im Gelände. Oberflächenfunde von 1976 erbrachten spätslawische Scherben mit Gurtung, sowie frühdeutsche Scherben, u. a. Bruchstücke von Grapenfüßen und Glasscherben. Es muss sich demnach um eine slawische Burganlage aus dem 11. und 12. Jahrhundert handeln, die auch in der frühdeutschen Siedlungsepoche genutzt wurde. Die Burg war damals vom See und umliegenden feuchten Wiesen ideal geschützt. Es handelte sich um eine Niederungsburg.

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Karow

Drei Kilometer nördlich des Ortes Karow im Landkreis Ludwigslust-Parchim befindet sich der "Bebersee". An seinem Westufer befindet sich im Moor eine Erhebung mit Wallresten. Slawische Scherben deuten auf die ehemaligen Erbauer dieser Niederungsburg hin.

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Käselin

Circa einen Kilometer südwestlich von Käselin bei Dambeck liegt eine slawische Niederungsburg. Die Burg bestand aus einer westlichen Vor- und einer kleineren Hauptburg. Die Wälle waren bogenförmig und sind heute flach erhalten. Die Burg trägt den Flurnamen "Panschenborg" und liegt heute im Wald.

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Kastorf

Am Westufer des Kastorfer Sees befinden sich direkt neben einer Badestelle die Reste eines kleinen slawischen Rundwalls, der auch als "Alte Schanze" oder "Runder Wall" bezeichnet wird. Solche Burgen bestanden fast ausschließlich in der mittelslawischen Zeit des 9. bis 10. Jahrhunderts. Leider wurde der Wall wahrscheinlich schon im Mittelalter landwirtschaftlich genutzt und auf seiner Krone planiert, sodass heute nur noch ein ca. 4 m hoher Burghügel erhalten geblieben ist. Bis in die Wendezeit um 1990 wurden auf dem Hügel regelmäßige Dorffeste veranstaltet. Heute zeugt von dieser Zeit nur noch eine steile Steintreppe, die auf das ca. 40 m große Hügelplateau führt. An der nördlichen Seite des Hügels erkennt man noch eine Art ansteigende Erdrampe, die den einstigen Zugang zum Burgplateau darstellte.  Ob diese Rampe aber tatsächlich aus der Burgzeit stammt, ist bisher nicht erforscht. Möglicherweise wurde dieser Zugang erst in viel späterer Zeit angelegt, als das Plateau als Garten diente. Der Burgwall liegt nur wenige Meter entfernt vom frühslawischen dreigliedrigen Burgwall von Wildberg, der sich genau gegenüber am Ostufer des Kastorfer Sees befindet. Man vermutet zwischen den beiden Burgplätzen eine Brückenverbindung, die bisher aber noch nicht nachgewiesen werden konnte. In der Slawenzeit lag der Seespiegel um etwa 1,5 m bis 2,0 m höher, sodass der kleine Burgwall mitten im Wasser gelegen haben könnte. In unmittelbarer Nähe konnte man zwei Siedlungen nachweisen, die zeitgleich mit der Burg bestanden. Nachdem der große dreigliedrige Burgwall am Ostufer im 9. Jahrhundert aufgegeben wurde, entstand vermutlich bald danach der kleine Rundwall am nahen Westufer. Hier residierte mit einiger Sicherheit ein lokaler Adliger der Tollenser, der die Umgebung politisch und millitärisch verwaltete. Im Verlauf des 10. Jahrhunderts wurde diese Kleinburg aufgegeben. Die Ursachen könnten mit den ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Slawen in jener Zeit in Verbindung stehen. Kurz danach entstand auf der Insel im Kastorfer See eine größere Inselburg, die bis in das 12./frühe 13. Jahrhundert bestand.

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Kastorf-Burgwallinsel

Im Kastorfer See liegt eine bewaldete Insel, auf der sich nachweislich vom Ende des 10. bis frühen 13. Jahrhundert eine befestigte Siedlung/Inselburg befand. Untersuchungen Ende der 1980 er Jahre ergaben, dass in dieser Siedlung ein überregionaler Markt betrieben wurde. Die Inseloberfläche liegt wenige Meter über dem heutigen Seespiegel und Wälle sind keine mehr erkennbar. Da die Insel früher landwirtschaftlich beackert wurde, sind sie möglicherweise planiert worden. Einige Wissenschafter gehen auch davon aus, dass die Insel nur von Palisaden gesichert war. Die Insel hat eine auffallende Ähnlichkeit in Gestalt und Funktion mit der Fischerinsel im Tollensesee, auf der sich ebenfalls ein befestigter Marktort in jener Zeit befand. Eine hölzerne Brücke führte über eine Untiefe vom Westufer des Sees an die Insel heran und mündete wahrscheinlich in einem größeren Eingangstor. Eine weitere Brücke konnten Taucher vom Nordrand der Insel in Richtung des großen verlassenen dreigliedrigen Burgwalls am Ostufer des Sees verfolgen. Ob beide Brücken zeitgleich bestanden, muss vorerst offen bleiben. Interessant ist, dass es gleich drei nacheinander bestehende Burganlagen am Kastorfer See gab, die in unmittelbarer Nähe zueinander lagen. Hier bestand mit Sicherheit einer der Hauptorte im Lande der Tollenser. In einer Urkunde aus dem Jahre 1244 wurde die Insel als "alte Burg" bezeichnet. Bis heute ist sich die Wissenschaft nicht einig, ob man in der Insel im Kastorfer See eine richtige Inselburg oder nur eine befestigte Marktsiedlung sehen kann.

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Kavelsdorf

In Nähe der Recknitz bei Kavelsdorf liegen im Wald Reste einer slawischen Burg des 8./9. Jahrhunderts. Im Volksmund wird sie "Oltborg" genannt, also die "alte Burg". Die Aufgabe dieser Burg dürfte durch ihre Lage eindeutig sein. Sie kontrollierte sehr wahrscheinlich einen Übergang über den Fluss Recknitz. Sie wurde direkt auf einer Anhöhe am Recknitztal errichtet und zählt damit zu den feldbergzeitlichen Höhenburgen. Von ihr aus bot sich damals ein weiter Ausblick auf die Niederung. Kamen hier feindliche Truppen an, konnte man sie von weitem erkennen und eingreifen. Die Burg wurde von den slawischen Wilzen errichtet, die nur im 8./9. Jahrhundert derartige Höhenburgen errichteten.

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Kessin-Rostock

Die ehemalige slawische Burg Kessin lag auf dem heutigen Gemeindegebiet des gleichnamigen Dorfes bei Rostock. Sie war die Hauptburg des slawischen Stammes der Kessiner. Mit großer Wahrscheinlichkeit besaß diese Burg auch das Stammesheiligtum. Wo genau diese Burg einst lag, konnte man bis heute nicht mehr feststellen, allerdings wird sie am Unterlauf der Warnow vermutet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg 1121 als Kizun. Es hieß, sie sei "berühmter und reicher an Schätzen als alle anderen". 1114 zogen die Obodriten gemeinsam mit den Sachsen gegen die Kessiner unter Fürst Dunar und 1121 gegen Fürst Sventipolk, der unterworfen wurde. Dabei wurde die Burg Kessin erobert und Teil des Herrschaftsbereiches der Obodriten. Nach 1160 wurde die Burg erneut erobert, diesmal vom dänischen König Waldemar I., der zu dieser Zeit mit den Sachsen verbündet war. Später durfte Niklots Sohn Pribislaw wieder ins alte Slawenland zurückkehren und erhielt Teile des Obodritenlandes als Lehen zurück. Pribislaw nannte sich bis 1171 auch Fürst von Kissin. Im Jahr 1211 wurde dem Bischof in Schwerin teils der Burgbezirk Kessin, teils nur das Dorf Goderac (das spätere Kessin) und ein Nachbardorf zugesprochen. Danach verlor die Burg durch den Aufstieg Rostocks an Bedeutung und wurde nicht weiter erwähnt und verfiel. Nach neuesten Erkenntnissen ist die Burg von Fresendorf, knapp vier Kilometer östlich von Kessin, die Hauptburg der Kessiner gewesen.                                                      

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Kieve

1,2 Kilometer nördlich des Dorfes Kieve liegen die Reste einer interessanten slawischen Wallanlage. Sie stammt vermutlich aus der Zeit des 8. bis 10. Jahrhunderts. Sie wurde direkt am Fluss Elde angelegt und wird von diesem auch von Norden und Osten umflossen. Somit ergab sich eine natürliche Schutzlage in der damaligen Zeit. Wahrscheinlich lag die Burg inmitten von überfluteten Wiesen, daher wird der Zugang wohl über eine Holzbrücke erfolgt sein. Heute ist die Anlage schwerer zu erreichen, da kein direkter Weg zu ihr führt. Allerdings führt knapp 600 m weiter westlich ein Feldweg vorbei, über den man zur einstigen Burgstelle gelangen kann. Interessant ist, dass die Burg aus zwei einzelnen Anlagen besteht, einem ca. 80 m großen Burgwall und einem stark nach Nordosten vorgelagerten kleineren Rundwall von nur ca. 40 m Durchmesser. Vermutlich stammt der größere Ringwall aus der frühslawischen Zeit und der kleine Ringwall aus der mittelslawischen Epoche. Früher war der Fluss Elde noch nicht begradigt und so lagen beide Anlagen noch besser geschützt durch das Gewässer, als man es heute noch vor Ort erkennt. Seit 2012 hat man damit begonnen, die Umgebung der Burg wieder so herzustellen, wie sie einst ursprünglich war. Überflutete Wiesen und Moore sollen wieder entstehen. Dadurch wird der Burgwall von Kieve bald wieder seine natürliche Schutzlage haben, ein Besuch des Bodendenkmals wird dann aber schwierig sein.

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Kirch Rosin

800 m östlich des Dorfes Kirch Rosin liegen die Reste einer ehemaligen slawischen Wallburg. Sie wurde am Fluss "Nebel" errichtet und stammt aus dem 8. bis 12. Jahrhundert. Direkte Wege führen nicht zu der Burganlage.

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Kirchdorf

Ungefähr 1,2 Kilometer südlich von Kirchdorf befinden sich die Relikte einer wendischen Burganlage mit dem Flurnamen "Die Burg". Die Burg liegt auf einer markanten, bewaldeten Erhebung in der Niederung.
Erwähnt wurde sie in Urkunden von 1207, 1209 und 1241. Zu diesen Zeiten war sie allerdings nicht mehr von Slawen bewohnt.

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Klein Luckow

Vermutete Lage zur Slawenzeit, nach R. Krüger 2017

Der Burgwall von Klein Luckow befindet sich westlich des Ohgangsees in der Nähe von Klein Luckow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Es handelt sich um eine ovale Anlage von 100 m x 50 m Durchmesser. Insgesamt ist sie gut erhalten geblieben. Die Burgfläche ist zum See hin steil abfallend. Es handelte sich wohl um eine feldbergzeitliche Höhenburg des 8./9. Jahrhunderts. Die Höhenburg liegt heute auf dem sogenannten Burgberg.

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Klempenow

1. Burgruine Klempenow (Vermutung)

An der Stelle, wo sich heute die Burgruine Klempenow befindet, stand vermutlich auch eine slawische Wallanlage. Sie wurde direkt am Zusammenfluss vom großen Landgraben und der Tollense errichtet. Laut dem Buch: "Vineta" von Klaus Goldmann soll der Landgraben einst ein alter Oderarm gewesen sein. Die Burg lag damit an einer strategisch wichtigen Stelle und dürfte eine Grenzburg der Redarier oder Tollenser gewesen sein. Heute erkennt man, dass die deutsche Burg auf einem flachen Erdplateau errichtet wurde. Dies dürften die planierten Reste des slawischen Burgwalls sein. Wenn es sich hier tatsächlich um die Reste einer slawischen Burg gehandelt haben sollte, kann sie nicht sehr groß gewesen sein.

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2. Burgwall an der Tollense

Ungefähr 300 m westlich der B 96, kurz nach dem Ortsausgang von Klempenow in Richtung Greifswald, liegen mitten auf dem Feld die Reste einer einst slawischen Wallburganlage. Sie lag damals direkt auf einem spornartigen Hochufer am Fluss Tollense und dürfte diesen auch überwacht haben. Da überwiegend slawische Keramik vom Typ Feldberg gefunden wurde kann man davon ausgehen, dass der Ursprung dieser Burg im 8./9. Jahrhundert anzusiedeln ist. Die reine Innenfläche der Anlage beträgt ca. 100 x 90 m. Vor Ort ist vom Burgwall leider kaum noch etwas zu erkennen, da die Fläche seit langer Zeit landwirtschaftlich genutzt wird. Nach modernen Luftbildern zu urteilen war die Anlage eingliedrig und der Wall ca. 250 m lang, bogenförmig und hatte vermutlich nur ein Zugangstor. Das geübte Auge erkennt vor Ort noch deutlich die Reste des flachen Burgwalles. Er ist zwar stark breitgepflügt, aber noch auszumachen. Selbst der alte Burggraben ist stellenweise noch verfolgbar. Dort, wo einst der Wall stand, liegen viele kleine Rollsteine unterschiedlicher Größe umher, die einst in die Kastensysteme des Walles verfüllt waren. Sie können aber auch zu der einstigen äußeren Bermenbefestigung des Walles gehört haben. Auf der gesamten Burgfläche liegen Unmengen slawischer Keramik, die in das 8. bis 12. Jahrhundert gehören. Vermutlich war der Burgwall über die gesamte Slawenzeit in Nutzung! Interessant ist weiter, dass sich auf der Burgfläche auch steinzeitliche, bronzezeitliche und mittelalterliche Hinterlassenschaften befinden. Auf einer Luftaufnahme konnte man ein abgetragenes Hügelgrab der Bronzezeit erkennen, das innerhalb des Walles lag. Ob dieses noch in der slawischen Zeit bestand, ist nicht bekannt. Auch eine 10 x 10 m große Verfärbung wurde aus der Luft dokumentiert. Vielleicht lebte in diesem Gebäude der slawische Burgfürst. Oder war es gar der Tempel der Niederungsburg?

Literatur: Jens Ulrich "Der Burgwall von Klempenow" in: Archäologische Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern, Band 11, Jahr 2004, Seiten: 28- 38

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Krakow am See

1. Burgwallinsel "Borgwall"

Etwa 1,5 Kilometer östlich von Krakow im Landkreis Rostock liegt am Westufer des "Krakower Sees" eine kleine bewaldete Insel. Im Nordteil dieser Insel befinden sich die sehr gut erhaltenen Überreste einer kleinen slawischen Inselburg. Sie hat einen kreisrunden Außendurchmesser von etwa 60 bis 70 m. Der Innenraum ist etwa 50 m groß. Der Wall ist bis heute noch gute 3 m hoch erhalten geblieben. Da bisher noch keine professionellen Ausgrabungen vor Ort stattgefunden haben (Stand 2016) ist die zeitliche Einordnung schwierig. Slawische Inselburgen entstanden schon um die Mitte des 10. Jahrhunderts. In diese Zeit dürfte auch der Burgwall mit dem Flurnamen "Borgwall" einzuordnen sein. Wie lange er bestand, kann ich nicht sagen. Da der Burgwall nicht das gesamte Eiland einnahm, kann man eine kleine Vorburgsiedlung auf der Insel vermuten. Eine Zugangsbrücke muss vom Westufer zur Burgsiedlung geführt haben. Der genaue Verlauf ist aber bisher unbekannt.

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2. Burgwall "Schwedenschanze"

Lage der Burg, nach R. Krüger 2017

Im Nordosten von Krakow am See befindet sich auf einer langgestreckten Halbinsel eine weitere slawische Wallburg. Sie wird auch als "Schwedenschanze" bezeichnet. Die slawische Burg ist teilweise erhalten und mit einem Informationsschild vor Ort beschildert. Es handelte sich vermutlich um eine mittelslawische Kleinburg des Tornower Typ. Diese Burgen bestanden vom letzten Drittel des 9. bis Mitte des 10. Jahrhunderts.

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3. Burgwallinsel "Eichenwerder" ? (Vermutung)

Auf der Insel "Eichenwerder" im Krakower See befinden sich die Reste eines Erdwalles. 1968 wurde ein Wallschnitt vorgenommen, der mittelslawische Keramik des Woldegker Typs erbrachte. Auch frühdeutsche Scherben wurden auf der Insel gefunden. Allem Anschein nach bestand hier eine slawische Inselburg im 10. Jahrhundert und eine Fortsetzung der Besiedlung in der frühdeutschen Zeit.

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Kratzeburg (Vermutung)

Gut 1,5 Kilometer nördlich von Kratzeburg befindet sich eine slawische Höhenburg, von der oberirdisch allerdings nichts mehr erkennbar ist. Sie liegt auf einem natürlichen Bergsporn an der Straße nach Pieverstorf. Aus welcher Zeit sie stammen könnte, ist mir nicht bekannt. Vielleicht ist sie mit dem überlieferten "castrum Zcarnitz" also der Burg Zarnitz identisch. Weiterhin ist erwähnenswert, dass sich in geringer Entfernung ein großer bronzezeitlicher Burgwall befindet, der ebenfalls auf einer Anhöhe liegt, die heute bewaldet ist. Warum nutzten ihn die Slawen nicht weiter, sondern bauten eine komplett neue Burganlage? Vielleicht stammt die Slawenburg aus der mittleren bis jungslawischen Zeit, in der man keine so großen Anlagen mehr baute. Zu dieser Zeit waren die slawischen Anlagen in unserem Gebiet eher in Niederungsgebieten oder auf Inseln gelegen, seltener auf Höhenlagen.

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Kreien

Circa 2,5 Kilometer südwestlich von Kreien im Landkreis Ludwigslust-Parchim befinden sich die Überreste einer alten Slawenburg. Sie befindet sich heute am Ostufer der Müritz-Elde-Wasserstrasse gegenüber von Burow. Für den Laien ist sie aber kaum noch als solche zu erkennen. Heute ist die Stelle mit Bäumen bestanden.

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Krembz

Die Relikte einer zweigliedrigen slawischen Burganlage befinden sich in den sogenannten "Hauskoppeln". Die ehemalige Hauptburg ist noch durch den erhaltenen umlaufenden Grabenrest erkennbar. Von der Vorburg ist ebenfalls der nördlich vorgelagerte Wehrgrabenrest erhalten. Sonst ist die ehemalige Wehrburg aber abgetragen worden.

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Krien

Nordöstlich von Krien befand sich einst ein slawischer Burgwall, der bis 1964 unbekannt war. Man fand ihn auf einer alten schwedischen Landkarte von 1698 wieder. 1966 fanden dann Grabungsschnitte in dem Gebiet statt. Dabei stellte man eine Wallbasis fest. Weiterhin konnte man eine große Menge frühslawischer und wenige Stücke spätslawischer Keramik, Herdstellen, Sandsteinwirtel, Tierknochen usw. feststellen. Es handelte sich demnach also um einen runden frühslawischen Burgwall von über 150 m Durchmesser.

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Krienke

Bei dem Burgwall von Krienke handelt es sich um eine frühslawische Anlage aus dem 8. bis 9. Jahrhundert. Sie wurde auf einer weiträumigen Anhöhe auf einer Halbinsel im Pagelsee angelegt. Richtige Erdwälle und Gräben sind hier aber kaum oder nur sehr schwer zu erkennen. Auch typische Walleinschnitte, also alte Tore, fehlen hier. Das Gelände wurde nach meiner Meinung irgendwann einmal landwirtschaftlich genutzt und dann mit einem Wald bepflanzt. Aus diesem Grund fehlen wohl die typischen Anzeichen einer Slawenburg. Auf umliegenden Touristeninformationsschildern ist diese Halbinsel aber als Slawenburg gekennzeichnet.

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Kritzow

Südwestlich von Kritzow befand sich einst eine slawische Niederungsburg. Heute ist sie nicht mehr zu erkennen, da sie wohl im Mittelalter überpflügt oder abgetragen wurde. Angelegt haben die Slawen sie an dem Fluss Warnow. Die Burg war also auf dem Wasserweg gut zu erreichen und schützte die Anlage zusätzlich auf natürliche Weise. Weiteren Schutz boten umliegende feuchte Moore und Wiesen.

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Kröslin

Ein slawischer Burgwall befand sich östlich von Kröslin. Er ist heute nicht mehr zu erkennen, da er durch die Landwirtschaft abgetragen wurde.

Lage  


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Kucksdorf

1. "Höhenburg"

Ungefähr 1,7 Kilometer südöstlich vom Ort Kucksdorf befinden sich die Wallreste einer hufeisenförmigen, frühslawischen Höhenburg des 8./9. Jahrhunderts. Aus der Luft ist sie eindeutig als solche zu erkennen. Sie wurde sehr geschickt  auf einer natürlichen Anhöhe nördlich am Recknitztal angelegt. Der umlaufende Wall hat einen Durchmesser von 170 m  x 100 m. Die Burg besaß wohl nur ein Zugangstor, welches sich in westlicher Richtung befand.

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2. "Niederungsburg"

Vermutete Lagesituation zur Slawenzeit, nach Ronny Krüger 2016

Nur 1,4 Kilometer südwestlich der frühslawischen Höhenburg befindet sich eine weitere Anlage. Auch sie liegt an der Recknitz, war allerdings eine Niederungsburg. Sie ist vom Umfang her kleiner als die Höhenburg. Zur gleichen Zeit werden diese beiden Burgen nicht bestanden haben. Die kleine Burg dürfte eine mittel- oder spätslawische Adelsburg sein, die ein umliegendes Gebiet kontrollierte. Näheres ist hierzu nicht bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Burg zum Stammesverband der Kessiner gehörte.

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Küsserow

Ein oberirdisch zerstörter Burgwall befindet sich westlich von Küsserow. Es dürfte sich um eine slawische Niederungsburg gehandelt haben. Durch jahrelange Ackerbewirtschaftung wurde die Burg völlig abgetragen.

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Kummerow (Vermutung)



Die ehemalige Burganlage "Kiekindepeen" liegt nordöstlich des kleinen Ortes Kummerow, direkt am Kummerower See. Um zur Burg zu gelangen, sollte man von der B 104 bei Malchin nach Kummerow abbiegen. Südlich von Kummerow folgt man nun der Straße nach Axelshof, biegt aber vor Ortseingang nach links ab. Die Straße macht eine lang gezogene Rechtskurve und endet auf der Kreuzung an der Hauptstraße des Ortes. Hier biegt man rechts ab und folgt dem Feldweg zwischen den Häusern entlang zum kleinen Hafen. Am Hafen parkt man und folgt dem Weg, der in der Fortsetzung zur Straße in den Wald führt. Rechter Hand befindet sich ein hoher Wall, dieser trug einst die Slawenburg. Von dieser ist allerdings nicht mehr viel erhalten. Noch deutlich in Wanderkarten und vor allem vor Ort zu erkennen, ist die gute strategische Lage, die die Burg einst besaß. Im frühen Mittelalter gab es diesen versandeten Landstrich jedoch noch nicht, so dass die Burganlage wie eine Insel im Wasser des Sees lag. Der ehemalige Zugang zur Burg befand sich auf der Ostseite.
Bei der Burg handelt es sich um eine frühmittelalterliche, slawische Burganlage, die im Spätmittelalter schon als verfallen genannt wird. Wahrscheinlich wurde die Burg auch noch von den deutschen Einwanderern vom 13. bis 16. Jahrhundert weitergenutzt. Heute liegt sie in Privatbesitz, ist also nicht direkt begehbar. Dennoch kann man sie deutlich aus der Distanz erkennen.

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Laage

Lage des Burgwalls im Google Luftbild

Eine slawische Burganlage befand sich südwestlich der heutigen Stadt, dicht an der Recknitz. Unweit führt auch ein kleinerer Bach vorbei, der in die Recknitz mündet. Die Burg kann man noch mittels Google Earth erahnen. Sie stammt aus dem 8./9. Jahrhundert und war eine Niederungsburg. Der Name der Stadt Laage, kommt ebenfalls aus dem slawischen und bedeutet soviel wie "Brückenkopf". Damals lag die Burg also in der Nähe eines Überganges über den Fluss. Später stand in Laage eine frühdeutsche Burg. Ob sie auf den Resten der slawischen angelegt wurde, konnte ich nicht herausfinden.

Lage                   


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Langensee

Ein frühslawischer Burgwall befand sich 1,3 Kilometer südlich vom Dorf Langensee. Von ihm ist heute leider nichts mehr zu sehen, da er überpflügt wurde. Er stammte aus dem 8. bis 9. Jahrhundert und ist unter dem Flurnamen "Borgwall" bekannt. Wie man noch erkennen kann, lag er an einem kleinen Bach inmitten von feuchten Wiesen und war so auf natürliche Weise geschützt.

Lage                  


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Lapitz (Fischerwall)

    

Etwa 700 m nordöstlich vom Burgwall Penzlin "Grapenwerder" befindet sich eine weitere slawische Burganlage. In alten Plänen ist diese Stelle als "Burgwall" oder "Fischerwall" eingezeichnet, aber vor Ort sieht man nur eine Art Burghügel. Hinter dem Hügel liegt in südliche Richtung ein flacher Graben zu einer kleinen Vorburg. Die Burgsiedlung war damals sicher sehr schwer zu erreichen, da sie links und rechts von den Seen geschützt war und die Wasserstände damals viel höher waren. Durch jahrelange Ackerbewirtschaftung ist das Aussehen der gesamten Anlage stark verformt. Aber man erkennt im Luftbild, dass sie nach Norden ausgerichtet, oval und eingliedrig war. Am grünen Grasbewuchs kann man im Sommer noch die ehemalige Burgausdehnung vor Ort erkennen. Der erhaltene Hügel hat heute kaum mehr als 2,0 m Höhe und dient zeitweise als Kuhkoppel. Der Wall der Burg wurde nachweislich im 19. Jahrhundert teilweise abgetragen. Der damalige Pächter nutzte die Erde zur Wiesenverbesserung seiner umliegenden Felder. Nach Keramikfunden zu urteilen, stammt der "Fischerwall" aus der mittel- bis spätslawischen Zeit.

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Lärz

1.

Lage des Burgwalls im Google Luftbild

Ein annähernd rechteckiger Burgwall mit drei Seiten zum Land und zwei ca. 1,5 Meter hohen Abschnittswällen befindet sich etwa drei Kilometer südwestlich von Lärz (Fundplatz: Lärz 2). Keramikfunde des Feldberger- und Menkendorfer Types belegen die Existenz der Burg in der früh- bis mittelslawischen Zeit (8. bis 10. Jahrhundert).

Lage          

2.

Lage des Burgwalls im Google Luftbild

Ein vermuteter zweiter slawischer Burgwall befindet sich ebenfalls südwestlich von Lärz (Fundplatz: Lärz 7). Der Erhalt der Burg ist mir nicht bekannt. Auf der Schmettauschen- und der Wiebekingsche Karte aus dem späten 18. Jahrhundert ist dieser Standort als "bei der Borg" belegt. Es kann sich demnach um eine slawische Anlage gehandelt haben.

Lage     

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Laschendorf



Die sogenannte Werleburg wurde von den Slawen im 10. Jahrhundert angelegt. Sie besteht aus nur einem umlaufenen ovalen Wall von ca. 50 m Durchmesser. Seinen Ursprung hat der Name der Burg in den Worten "Wiwerburg" oder "Wiwerbarg" (Weiberburg). Heute liegt die Anlage ca. 1,3 Kilometer nordwestlich von Laschendorf in einem Waldgebiet. Westlich an die Burg grenzt der Fleesensee. Die Burg könnte die "Civitas Malchow" sein, die 1147 gezielt im Wendenkreuzzug aufgesucht und zerstört wurde. Dabei berichteten die deutschen Schreiber auch von einem heidnischen Heiligtum, welches sich vor der "Stadt" mit der Burg befunden haben soll. Es ist also davon auszugehen, dass sich der Tempel nicht in der Burg befand. Dennoch muss es in relativer Nähe gelegen haben, denn so einen heiligen Ort lässt man nicht lange unbeaufsichtigt. Allerdings kann dies in Kriegszeiten wie 1147 anders gewesen sein. Die Slawen werden sich in der Burg verschanzt haben, daher war das Heiligtum möglicherweise unbewacht. Vielleicht wollte man auch bewusst den Tempel alleine lassen. Vielleicht hofften die Slawen, dass die Deutschen den Tempel niederbrennen und dann wieder abziehen würden. Aber dem war nicht so, Tempel und Burg wurden zerstört. Die Burg wurde aber bald darauf wieder errichtet, nun aber unter deutscher Lehnschaft. Im Jahre 1164 erhob sich der Slawenfürst Pribislaw gegen die deutschen Besatzer und eroberte einige Burgen wie die Mecklenburg und die Malchower Burg zurück. Heinrich der Löwe, der schon den Wendenkreuzzug 1147 in der Gegend führte, stellte eilig ein Heer auf, um Pribislaw zu stoppen. Also zog er nach Malchow, wo man sich mit den Truppen von dem Grafen Adolf vereinigte. Wertislaw, ein Bruder von Pribislaw, befand sich schon seit einem Jahr in deutscher Gefangenschaft. Aus Rache liess Heinrich Wertislaw auf dem sogenannten Trostberg, am gegenüberliegenden Ufer nordwestlich der Burg, aufhängen. Die Burg Malchow wurde wohl wieder eingenommen, denn es wird überliefert, dass der Graf Adolf alleine gegen die in Demmin lagernden Slawen loszog, während Heinrich mit seinem Heer noch ein paar Tage in Malchow blieb. Die Gründe hierfür sind nicht bekannt. Vielleicht bekehrte man das slawische Volk und errichtete die erste Holzkirche. Graf Adolf führte unterdessen bei Verchen am Kummerower See eine verheerende Schlacht gegen die letzten Slawenheere, bei der er selbst ums Leben kam. Als Heinrich der Löwe zur Verstärkung eilte, war der Kampf bereits entschieden und die Slawen waren verheerend geschlagen. Wie bereits erwähnt ist der genaue Standort der "Civitas Malchow" noch nicht genau geklärt. Auch auf der Altstadtinsel von Malchow hat wahrscheinlich eine Burg bestanden. Nach meiner Meinung lag sie auf der Altstadtinsel. Die Insel ist nach Nordosten ausgerichtet, was auf einen Kultort hindeutet. Und ein Tempel ist ja für die Burg Malchow überliefert.

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Lassan

Lage des Burgwalls im Google Luftbild

Die Landschaft bei Lassan wurde bereits 1136 als "Lesane" urkundlich erwähnt. Die slawische Gauburg des Landes trug ebenfalls diesen Namen. Die Burg bestand im 11./12. Jahrhundert und lag auf dem sogenannten "Burgberg" im Norden der heutigen Stadt. Nach alten Messtischblättern zu urteilen, lag die etwa 80 m große Ringwallanlage auf einer Insel, die künstlich vom Festland abgetrennt wurde. Der Burgort besaß einen kleinen Hafen und eine Vorburgsiedlung, in der regelmäßige Märkte stattfanden. Nachdem die Gegend in der Mitte des 12. Jahrhunderts unterworfen wurde, wurde die Slawenburg zu einer deutschen Burg umfunktioniert. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich die ehemalige slawische Fischersiedlung zu einer kleinen Stadt. Auf dem heutigen "Burgberg" ist von der einstigen Burganlage leider nichts mehr zu erkennen.

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Letzin-Siedlung (Vermutung)



Ein slawischer Burgwall könnte sich nördlich von Letzin-Siedlung befunden haben. Vor Ort ist nur eine leichte Anhöhe am Waldrand erkennbar. Heute dient die leicht erhöhte Fläche als Wiese. Ob es sich hier wirklich um eine Burg handelte ist zur Zeit noch ungewiss (Stand 2015).

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Liepen

"Schlossberg"

Lage des Burgwalls im Google Luftbild von 2001

Nordnordwestlich von Liepen (Gemeinde Neetzow-Liepen im Landkreis Vorpommern-Greifswald) liegen unmittelbar an der Peene die Überreste eines slawischen Burgwalls (Fundplatz: Liepen 1). Vor Ort soll es noch geringe Wall- und Grabenreste geben. Sie lag in der Slawenzeit unmittelbar an der Peene, daher kann man annehmen, dass die Burgbewohner den damaligen Schiffsverkehr kontrollierten. Vermutlich lag hier auch eine Brücke/Furt über den Fluss in Richtung Gützkow. Im Volksmund nennt man den Ort der Burg auch "Schlossberg". Die Burganlage wurde fast vollständig abgetragen. Nach alten Messtischblättern zu urteilen, handelte es sich um eine kreisrunde Burganlage von etwa 80 m Durchmesser, die damals von der Peene inselartig umflossen wurde. Der Ortsname Liepen lautete im slawischen "Lipz".

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Liepen-Tessin



Auf einer bewaldeten, etwa 20 m hohen, spornartigen Anhöhe am Rand des Recknitztals, liegen die Überreste einer eingliedrigen frühslawischen Höhenburg der "Feldberger Zeit". Das Bodendenkmal wird heute auch als "Lieper Burgwall" bezeichnet. Etwa 500 m entfernt befindet sich der sogenannte "Borgsee". Die unebene Burgfläche ist etwa 1 ha groß und hat  Höhenunterschiede von bis zu 10 m! Im Osten und Westen sind noch deutliche Wallsenken zu erkennen, die auf die ehemaligen Zugangstore hindeuten. Der Ausgräber vermutete aber, dass eines der Tore wohl neuzeitlich ist und zum Abfahren von Holz angelegt wurde. Die Erde für die Errichtung des Burgwalles wurde direkt vor und hinter der Wehrmauer entnommen. Dadurch befinden sich am Außenwall starke Böschungen und am Innenwall tiefe Gräben. Begrenzte Ausgrabungen von 1959 zeigten, dass der Burgwall am Ende nicht in einer Feuerkatastrophe gewaltsam unterging. Vor Ort wurde nur die Keramik der Feldberger Ware gefunden. Demnach bestand die Burg vom 8. bis in die Mitte des 9. Jahrhunderts. Die Höhenburg ist bis heute sehr gut erhalten geblieben und in den kälteren Jahreszeiten einen Besuch wert.

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Lindenberg

"Schwedenschanze"

Im 8./9. Jahrhundert stand nordöstlich von Lindenberg eine große frühslawische Burganlage der Wilzen. Der Ökonomierat Daniel Friedrich Maaß aus Alt Kentzlin befasste sich bereits von 1829 bis 1864 mit vorgeschichtlichen und mittelalterlichen Funden Pommerns. In dem Graben der ehemaligen Burganlage konnte er elf Gefäße sowie eiserne Waffen, Kriegsmesser, Beile, Schwerter und Speerspitzen bergen. Es dürfte sich um eine Fluchtburg der "Feldbergzeit" gehandelt haben, die auf einem ansteigenden Geländesporn errichtet wurde. Die Wälle der Burg sind teils noch sehr mächtig und erstrecken sich über eine Länge von 250 bis 300 m (eigene Schätzung). Die gesamte Ostseite der Burg scheint angetragen zu sein, da nur die Wälle zum Augraben hin erhalten geblieben sind. Die Burg war definitiv mehrgliedrig und ist vergleichbar mit den zeitgleichen Höhenburgen von Dargun, Wittenborn oder der frühslawischen Burg am Kastorfer See bei Neubrandenburg. Immer wieder scheinen Querwälle den ansteigenden Geländesporn zu unterbrechen. Interessanterweise war auch die auf natürliche Weise geschützte Westseite zum viel tiefer liegenden Augraben mit einem massiven Wall gesichert. Normalerweise konzentrierten die Slawen ihre Wallsysteme nur zu den Zugangsseiten hin. Vermutlich konnte man damals auch über eine Furt über den Augraben zur Burg gelangen. Daher musste man auch diese Seite mit einem Wall vor Feinden sichern. Ganz im Norden scheint die Hauptburg des Burgoberhauptes gestanden zu haben. Hier ist der Wall am massivsten und liegt auf der höchsten Stelle des Spornes. Der größte Höhenunterschied zum Fluss Augraben beträgt nach meiner Schätzung etwa 15-20 m. Ein Besuch ist in den Wintermonaten zu empfehlen, da im Sommer der gesamte Burgbereich verwuchert ist. Die Burganlage liegt sehr versteckt und es führt kein direkter Weg zu ihr. Auffällig ist, dass die nahen zeitgleichen Burgen von Ganschendorf und Utzedel ebenfalls wie die Lindenberger Burg am Ostufer des Augrabens lagen. Vermutlich haben wir es hier mit Grenzburgen der damaligen Zeit zu tun. Nach meiner Einschätzung waren diese Burgen Befestigungen der Tollenser. Der Augraben war die natürliche Grenze zu den Zirzipanen. Nur drei Kilometer weiter westlich liegt der gut erhaltene mittel- bis spätslawische Ringwall von Neu-Kentzlin. Möglicherweise stellt dies die Nachfolgeburg von Lindenberg dar.

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 Wegbeschreibung zum Burgwall (Kmz. Datei für Google Earth)

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Löbnitz

1. "Alte Burg Löbnitz"

Nordnordöstlich von Löbnitz im Landkreis Vorpommern-Rügen befindet sich eine kleine Wallburg aus der frühslawischen Zeit. Sie liegt heute in einem kleinen Wäldchen, unweit des Flusses Barthe. Seit 1989 steht die Burganlage unter Denkmalschutz.

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2.

Unweit der frühslawischen Burg bauten die Slawen später eine neue Burganlage. Warum man die ältere kleinere Burg nicht weiter nutzte, ist nicht bekannt. Auch die neue Burg lag unmittelbar an der Barthe. Von ihr ist heute aber oberirdisch nichts mehr zu erkennen, da die Stelle schon seit längerer Zeit beackert wird.
Eines kann man aber mit Sicherheit feststellen. Der Fluss muss zur damaligen Zeit eine Grenze gebildet haben, vielleicht sogar mit einem Übergang in der Nähe beider Burgen. Und Aufgabe der beiden Burgen wird es gewesen sein, diese Stelle zu sichern und der Bevölkerung in Notzeiten Schutz zu geben.

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Löcknitz



Durch archäologische Funde konnte man nachweisen, dass bereits seit der Steinzeit das Gebiet des heutigen Löcknitz besiedelt war. Eine intensive Besiedlungsphase enstand allerdings zu Beginn der Slawenzeit. Die einwandernden Slawen des Stammes der Ukranen errichteten sich hier an der Randow schnell eine Burganlage. Wahrscheinlich kontrollierte sie einen Übergang über den Fluss. Die erste Urkunde stellte der Bischof von Kamin im Jahr 1267 in Stettin aus, darin wird der Ort "Lokenitz" (slawisch für Sumpfloch) genannt. Also kann man annehmen, dass die Burg "Lokenitz" hiess. Im 13. Jahrhundert dann wurde die alte Slawenburg von den Deutschen überbaut. Sie errichteten an gleicher Stelle eine Burg aus Mauerwerk. Der Burgturm ist heute noch erhalten und dient als Aussichtspunkt. Interessant ist weiterhin, dass keine 2,5 km weiter südlich ebenfalls eine Slawenburg an der Randow lag, nämlich die Burg Ramin. Auch sie wurde von den Deutschen später wiederbesiedelt.

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Lockwisch

Der Burgwall von Lockwisch befindet sich heute südlich des Ortes Lockwisch im Landkreis Nordwestmecklenburg. Erreichen kann man ihn von Schwerin aus über die B 104 in Richtung Lübeck bis zum Ort Schönberg, von dort fährt man über den Abzweig Richtung Lockwisch bis zum Ort. Die Burg liegt südlich auf der baumbestandenen Anhöhe.
Der slawische Burgwall wurde auf einer natürlichen Anhöhe errichtet. Seine Größe beträgt 160 m x 110 m. Die ursprüngliche Umwallung der Anlage ist leider nur noch in Ansätzen erkennbar. Vor Ort gibt es eine gute Beschilderung zu der Anlage. Zeitlich dürfte sie im 8./9. Jahrhundert angelegt worden sein und bis ins 12. Jahrhundert Verwendung gefunden haben. Schriftliche Überlieferungen gibt es nicht.

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Loitz

In der Gegend der heutigen Kleinstadt Loitz bei Demmin vermutet man schon seit einiger Zeit eine Slawenburg, die aber bis heute nicht nachgewiesen werden konnte. Wahrscheinlich wurde sie komplett abgetragen und überbaut. Nachweisen konnte man aber im Bereich der Peene eine slawische Siedlung des 10. Jahrhunderts. Seit 1170 ist der Name der Landschaft als "Losice" benannt, was soviel wie "Ort der Elche" bedeutet. Aus meiner Sicht muss es hier eine Burg gegeben haben, denn wenn schon das Land um Loitz schriftlich erwähnt wurde, gab es hier auch eine Burg als Mittelpunkt des Gebietes.

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Loiz

Auf einer Halbinsel im Trenntsee bestand in der jungslawischen Zeit eine Burgwallsiedlung. Hüttenlehm, jungslawische Keramik und Flintabschläge sind die typischen Hinterlassenschaften. Interessant ist die Frage, ob die Siedlung eventuell die Nachfolgeburg von Groß Raden gewesen sein könnte. Die Burg von Groß Raden liegt nur einen Kilometer weiter nördlich und wurde um 1000 aufgegeben. Auffällig ist weiterhin, dass beide Siedlungen auf Halbinseln lagen und genau die gleiche Ausrichtung hatten. Auf einer der Inseln im Trenntsee bestand zudem eine jungslawische Inselsiedlung.

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Ludorf



Ganz am nördlichen Ende der Halbinsel "Steinhorn" liegen die Wallreste einer alten Slawenburg. Deren Erbauer gehörten zum Stamm der Müritzer. Sicher war es eine der Gauburgen dieses Volksstammes, die rings um die Müritz siedelten. Die Anlage hat einen ovalen Grundriss von 90 m x 70 m. Sie gehört wohl in das 11. bis 12. Jahrhundert, wie Keramikscherben anzeigen. Schriftliche Überlieferungen zu dem Burgwall gibt es hier leider keine.

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Lütgendorf

1. "Schlossberg"

Unweit von Lütgendorf befindet sich östlich der "Flache See". An seinem Westufer lag ehemals eine slawische Burg, auf deren Reste eine frühdeutsche stand. Viel ist von beiden heute allerdings nicht mehr zu erkennen. Auf dem Luftbild kann man aber sehen, dass der See früher vom Wasserstand höher gewesen sein muss und damit die Burg auf einer kleinen Halbinsel errichtet wurde.

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2. "Burgwallinsel"

Ebenfalls im "Flachen See" befindet sich nordöstlich von Lütgendorf eine größere bewaldete Insel. Auf ihr finden sich noch die Relikte eines slawischen Burgwalls.

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Madsow



Eine frühslawische Höhenburg befindet sich gut einen Kilometer südlich des Dorfes Madsow. Damals wurde sie auf einem gut geschützten Höhenzug auf einem Plateau errichtet und war somit auf natürliche Weise geschützt. Interessant ist, dass sich nur 1,3 km weiter westlich die urkundlich erwähnte "Burg von Ilow" befindet, die allerdings erst später errichtet wurde. Man vermutet, dass die "Ilenburg" die Nachfolgeanlage von der frühslawischen Höhenburg von Madsow war. Einige Forscher des 19. Jahrhunderts vermuteten sogar, dass die Bewohner der spätslawischen "Ilenburg" die frühslawische Höhenburg als Kultplatz benutzt haben könnten. Der runde Durchmesser der heute bewaldeten Wallburg von Madsow beträgt noch um die 100 m. Es soll vor Ort Hinweisschilder geben. Wie man auf dem Bild erkennt, ist die alte Burg noch deutlich als solche erkennbar. Auf drei Seiten war sie von steilen Hängen geschützt, an der vierten errichtete man einen massiven Wall mit Toranlage.

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Malchin

Der unscheinbare Burgwall von Malchin liegt auf einer horstartigen Erhöhung am Rande des Peenetals und datiert in die mittel- bis spätslawische Zeit. Mit einem kreisrunden Durchmesser von 110 m handelt es sich um eine relativ große Anlage im ehemaligen Stammesgebiet der Zirzipanen. Das Areal der Burg wird bis in die heutige Zeit landwirtschaftlich genutzt. Ein Erdwall ist daher wohl im Laufe der letzten Jahrhunderte völlig eingeebnet worden. Wahrscheinlich wurde die Erde der Wallanlage zur Aufbesserung der umliegenden feuchten Wiesen genutzt. Seit 1912 sind Oberflächenfunde von diesem Platz bekannt, untersucht hat ihn aber schon Friedrich Lisch im Jahre 1873. Am meisten dominiert die Keramik des  Menkendorfer Typ´s und datiert den Höhepunkt der Burgsiedlung in die Zeit des 10. Jahhunderts. Südlich und auch westlich schlossen sich zwei offene Vorburgsiedlungen an. Die größere hatte eine Ausdehnung von ca. 4 ha. Wenige frühdeutsche Scherben deuten möglicherweise auch auf die Nutzung bis in das 13. Jahrhundert hin, könnten aber auch durch neuzeitliche Dungstreuung hierher gelangt sein.

Literatur: Ulrich Schoknecht: "Neues vom Malchiner Burgwall" in: Archäologische Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern, Band 7, Jahr 2000, Seiten: 121 - 127

Wegbeschreibung zum Burgwall (Kmz. Datei für Google Earth)

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Malchow

Auf der Malchower Altstadtinsel im Malchower See bestand möglicherweise die urkundlich ewähnte slawische "civitas Malchow". Funde im Bereich des Marktplatzes deuten auf eine jungslawische Gründung des Platzes hin. Ob der überlieferte Angriff auf den Burgwall Malchow im Jahr 1147 und 1164 nun die Burg auf der Altstadtinsel betraf oder doch eher die Burg weiter nordöstlich bei Laschendorf, ist noch nicht genau zu sagen. Genaueres könnt ihr unter Burgwall Laschendorf weiter oben nachlesen!

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Marlow

Der Ort Marlow hat seine Ursprünge in einer kleinen slawischen Burg. Der Name dieser Burg lautete wohl "Marlowe". Dieser Name stammt aus dem Altpolabischen und beschreibt wohl einen Personennamen. Vielleicht gehörte einmal diesem "Marlow" die Burg. Näheres dazu ist leider nicht bekannt. Im Jahr 1179 gab es die ersten urkundlichen Erwähnungen, wonach "Fürst Heinrich Borwin seinem Ritter Heinrich von Bützow die Hälfte des Schlosses Marlow neben neun dazu belegten Dörfern und anderen Zubehörungen eingethan und geschenket, dagegen derselbige sich verpflichtet, das Land wieder zu culivieren und in guten Stand zu bringen." Hier war die Rede von neun Dörfern, die zu Marlow gehörten. Vielleicht waren es slawische Dörfer, die schon vor 1179 zur Burganlage gehörten. Seit 1298 wurde Marlow dann als "Städtchen" überliefert, konnte diesen Status aber niemals weiter ausbauen. Die Slawen legten ihre Burg sehr geschickt inmitten von Hügeln am Recknitztal an. Von hier aus wurde sicherlich der damalige Schiffsverkehr geregelt.

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Marnitz

1.

Der erste Burgwall befindet sich am Ostrand des Ortes Marnitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Anfahrt erfolgt über die A 24, am Abzweig Suckow auf die B 321 bis zum Ort Marnitz und dem im östlichen Ortsbereich liegenden Bodendenkmal.
Der Burgwall ist in einen Haupt- und einen Vorburgbereich unterteilt. Seine Errichtung als befestigte Schutzanlage geht auf die slawische Zeit zurück. Angelegt wurde sie im 10./11. Jahrhundert und bestand wohl bis ins 13. Jahrhundert hinein. Neuere Untersuchungen gehen allerdings auch davon aus, dass es sich hier nicht um eine Slawenburg gehandelt hat.

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2.



In den "Marnitzer Buchen" liegen die gut erhaltenen Reste einer sehr kleinen Wallburg vom "Typ Tornow". Der bis zu 3 m hohe Wall hat einen Durchmesser von max. 45 m und wird von einem etwa 3,5 m breiten und bis zu 1,7 m tiefen Graben umgeben. Solche Burgen waren die befestigten Sitze von slawischen Kleinfürsten im 9. bis 10. Jahrhundert. Im direkten Vorfeld dieser Burg muss auch eine Vorburgsiedlung bestanden haben, in der Wirtschaftsbauten der Handwerker lagen. Interessanterweise lag diese Burg nicht inmitten einer feuchten Niederung. Sie wurde von ihren Erbauern auf einer festen Fläche am Rande einer Niederung angelegt. Im April 1929 wurde eine archäologische Ausgrabung vorgenommen, bei der man nachweisen konnte, dass die Wohnbauten sich direkt an die innere Wallmauer anschlossen. Am einzigen östlichen Toreingang wurden verkohlte Balken dokumentiert, die auf ein gewaltsames Ende der Burg hindeuten. Die Erbauer gehörten zum slawischen Stamm der Linonen.

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Marsow

1.

An dieser Stelle befand sich in der Slawenzeit ein Burgwall, der heute oberirdisch nicht mehr erkennbar ist, da er geschliffen wurde. Das heisst, er wurde mit Absicht vollständig abgetragen. Die Gründe hierfür sind unbekannt.

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2.

Möglicherweise befand sich an dieser Stelle ein weiterer Burgwall aus der Slawenzeit. Es handelt sich hier um Reste eines halbkreisförmigen Walles, die sehr künstlich errichtet aussehen. Zukünftige Untersuchungen werden hier mehr ans Tageslicht bringen. Es war in der Slawenzeit nicht unüblich, dass man verschiedene Burgen in unmittelbarer Nähe zueinander errichtete. Diese bestanden dann meist aber in verschiedenen Zeitepochen.

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Medrow

In Medrow bei Nossendorf, 15 Kilometer nordwestlich von Demmin, befinden sich die Überreste einer Burganlage. Sie liegt genau an der Kreuzung der Straßen: "An der Chaussee" und "Schulweg". Früher war sie von einem Graben umgeben und lag in einer sehr feuchten Umgebung. Daher muss man annehmen, dass der Zugang zu der Anlage über eine Holzbrücke erfolgte. Vor Ort erkennt man heute noch den mit Bäumen bestandenen runden Wall. Da die Burg um die 100 Meter groß ist kann man vermuten, dass die frühdeutsche Burg einst auf einer slawischen Wallanlage errichtet wurde.

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Menkendorf



Die Burgwallruine bei Menkendorf in der Gemeinde Grebs-Niendorf ist ein sehr gut erhaltener Burgwall. Die Burg war wahrscheinlich der Sitz der Smeldinger, eines slawischen Volksstammes der Obodriten, die im Jahre 809 in kriegerische Auseinandersetzungen gerieten und dann von Karl dem Großen besiegt wurden. Dieser Ansicht war schon Georg Christian Friedrich Lisch im Jahre 1861 gewesen. Mit 80 m Durchmesser ist er sicher einer der am besten erhaltenen Burgwälle Mecklenburgs. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts wurde er durch das Land Mecklenburg unter Denkmalschutz gestellt, was seinem Erhalt Rechnung trug. Der eindrucksvolle slawische Burgwall zeichnet sich markant im Gelände ab. Der das Burginnere umschließende Wall war aus einer Holz-Erde Konstruktion errichtet. Da sich 2009 die mögliche Zerstörung dieser Burg 1200 mal jährte, entschloss man sich einen Teil des Walles als Modell 1:1 nachzubauen. 2010 wurde das Projekt abgeschlossen und befindet sich ganz in der Nähe des historischen Walles. Der Menkendorfer Burgwall ist heute noch bis zu 4 m hoch und besitzt nur ein Zugangstor. Vor Ort gibt es ein Infoschild sowie Sitzmöglichkeiten und der Burinnenraum wird regelmäßig gepflegt. Der sogenannte Menkendorfer Keramiktyp wurde erstmals in dieser Burg festgestellt und existierte in der mittelslawischen Zeit des 9./10. Jahrhunderts. Das Burginnere wurde sogar  früher kurzzeitig beackert. Nachdem man hier aber auf einen wertvollen Dolch stiess, wurde dies verboten. Auf Sandinseln in der nahen Gegend lagen slawische Siedlungen, die man als Vorburgsiedlungen deuten kann. Fundstücke zeigten an, dass Burg und Siedlungen zeitgleich bestanden. Der Menkendorfer Burgwall wurde im 8./9. Jahrhundert gut geschützt auf einer Talsandinsel errichtet, die von der Rögnitz umflossen wurde. Damit war die Burg wie eine künstliche Insel angelegt und war wohl nur mittels einer Holzbrücke zu erreichen. Ob es sich hier wirklich um die sogenannte Hauptburg "Connoburg" der Smeldinger handelte, kann man nicht mehr beweisen. Da der Wall sehr gut erhalten ist und nichts auf gewaltsame Zerstörungen hindeutet, wurde die Burg wohl schnell aufgegeben. Was dann mit den Burgbewohnern geschah kann man nur vermuten. Die Smeldinger waren bis 808 mit den Obodriten verbündet, fielen dann aber zusammen mit den Linonen von dem Bündnis ab. Warum sie das als Kleinstamm taten, ist nicht bekannt. Zu der Zeit um 808 wurde der bedeutende obodritische Handelsort Reric an der Ostsee von den Dänen geplündert, die slawischen Wilzen gingen im Süden gegen die Obodriten und ihre Verbündeten vor. Möglich wäre also auch, dass die Burg bei Menkendorf zuerst von slawischen Wilzenstämmen belagert wurde und die Menkendorfer sich dann ergaben und zu den Wilzen überliefen. Das würde den wie gesagt guten Erhalt der Burg erklären. Aber schon 809 holte Karl der Große zum Gegenschlag gegen seine einstigen Verbündeten aus. Ob dann die Burg endgültig unterging, oder schon verlassen war ist nicht mehr klärbar. Wer mehr über den Burgwall Menkendorf erfahren will, sollte sich folgende Seite mal anschauen: www.slawensiedlung.de

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Möllenhagen



Der Burgwall wurde im 8./9. Jahrhundert auf einer natürlichen Anhöhe am Rande eines feuchten Wiesengrundes angelegt. Wer hier lebte und wann genau diese Burg aufgegeben wurde ist nicht bekannt. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit gehörte sie zum Stammesverband der Tollenser. Heute erkennt man vor Ort nur noch einen mit Gras bewachsenen Burghügel mitten im Ort. Der Wall wurde planiert und typische Wallanlagen fehlen hier. Auch von der einstigen wassereichen Umgebung ist nichts mehr zu erkennen. Ein Infoschild vor Ort gibt eine kleine Auskunft über das Bodendenkmal.

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Mölln

Etwa zwölf Kilometer nordwestlich von Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern liegt eine ehemals stark befestigte Inselburg des 10. bis 11./12. Jahrhunderts in den Wiesen am Möllner See. Heute wird aber kaum jemand diesen unscheinbaren "Hügel" als alte Burgstätte erkennen. Leider hatte man im 19. Jahrhundert damit begonnen, dem Wall Erde zu entnehmen, um die feuchten Wiesen für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Auch der Wall selbst wurde beackert und dabei stark zerpflügt. Die Leute damals wussten bereits, dass dieser Platz einst eine Burg war und nannten ihn den "Seeberg". 1859, als der Wall bereits abgetragen wurde, besuchte der mecklenburgische Altertumsforscher G. C. F. Lisch den Ort. Ein Jahr später verfasste er darüber einen Bericht, den ich hier vorstellen möchte. Er schrieb damals:
 
"Nördlich vom Hofe Mölln erstreckt sich eine weite und zum Teil sumpfige Wiesenfläche, in welcher feste Flächen und Wege liegen, gegen den See; diese Lage ist ganz den wendischen Vorburgen gleich, welche sich so häufig finden. Am Ende dieser Wiesenfläche erstreckt sich der Burgwall mit drei Seiten in den See. Diese Lage ist der Lage der großen wendischen Burgen Bisdede im Gutower See bei Güstrow und Schwerin ganz ähnlich. Der Burgwall von Mölln  bildet ein regelmäßiges längliches Viereck, welches ungefähr 1500 Ruthen Oberfläche hat. Auf dem äußeren Rande umher steht ein breiter Wall von ungefähr 5 Fuß Höhe, welcher an der Außenseite mit dem Burgwalle in ziemlich steiler Neigung in den See fällt. Im Innern ragt der Ringwall so hoch über die vertiefte innere Fläche empor, daß man von innen nicht über den Wall sehen kann, daß also die Menschen und die Wohnungen bis zum Dache durch diesen Ringwall vollkommen geschützt waren. Das ganze Ansehen gleicht vollkommen den größern Burgwällen des Landes, z. B. den Burgwällen von Mecklenburg, der freilich größer ist, von Bisdede, Ilow, Werle u. s. w.; jedoch muß man den Burgwall von Mölln einen sehr großen Burgwall nennen. Der ganze Burgwall ist von zusammengetragener Erde aufgeschüttet. Da derselbe zur Wiesenverbesserung jetzt abgetragen werden soll, und damit am Eingange schon ein ansehnlicher Anfang, der jedoch noch nicht bis zu dem Raume innerhalb des Ringwalles reicht, gemacht ist, so läßt sich klar erkennen, wie die verschiedensten Erdschichten übereinander liegen. Es kam sogar eine ganze Schicht von kleinen Muscheln vom Seeufer zu Tage. Ungefähr 4 Fuß tief unter der Oberfläche kam eine ganze Schicht von großen Kohlen zum Vorschein, welche ohne Zweifel von abgebrannten Gebäuden am Eingange herrühren, welche beim Brande in die Kellerräume gestürzt sind. Was aber besonders den schlagendsten Beweis gibt, ist die große Menge von wendischen Gefäßscherben, Tierknochen und Altertümern, welche überall auf der Oberfläche zu finden sind. Bei jedem Schritt finden sich schon auf der Oberfläche unzählige Scherben von Gefäßen, welche alle ohne Ausnahme mit zerstampftem Granit durchknetet und am Rande mit den bekannten wellenförmigen Linien der letzten Wendenzeit verziert sind. Die Verzierungen auf allen diesen Scherben haben einen etwas feineren Charakter, als gewöhnlich. Scherben von Gefäßen des christlichen Mittelalters waren gar nicht zu finden, und da der Burgwall bei der Beackerung wegen der ungewöhnlich guten Erde gar nicht gedüngt wird, so waren auch keine Reste der neuern Zeit zu finden. Der Burgwall von Mölln ist daher einer der größten, am besten erhaltenen und an Altertümern am ergiebigsten im ganzen Lande. Bei der Untersuchung wurden in kurzer Zeit eine große Menge charakteristischer Scherben, ein abgesägtes Stück Hirschhorn, ein tönerner Spindelstein und viele Tierknochen aller Art gefunden. Vorher war beim Abgraben ein zerbrochenes Gefäß gefunden, in welchem viele kleine Stücke Bernstein gelegen hatten, von denen noch ungefähr 25 Stücke vorhanden sind. Am Aufgange fand sich an einer niedrigen Stelle nahe am See unter der Erdoberfläche der Ziegelfußboden einer neueren Wohnung, welche hier seit Menschengedenken Fischer aufgeführt hatten. Zwei menschliche Gerippe, welche am Aufgange eingegraben waren, gehörten offenbar ebenfalls den neueren Zeiten an.
Wenn es nun nach dem Vorgetragenen auch keinen Zweifel leidet, daß die an dem See des Hofes Gädebehn bei Mölln liegende große wendische Burg die Hauptburg eines Landes oder Gaues "Gotebant" ist, so wird es doch willkommen sein, wenn diese Annahme urkundlich bewiesen wird. Es wird in einigen alten Urkunden ausdrücklich gesagt, daß mehrere östlich und nordöstlich an Gädebehn grenzende Güter im Lande "Gotebant" lagen. Nach einer Urkunde schenkte am 21. Dezember 1303 der Fürst Nicolaus von Werle dem Kloster Ivenack zehn Hufen im Dorfe Pinnow im Lande "Ghotebende". Das Dorf Pinnow grenzt östlich an Gädebehn. Im Jahre 1249 verlieh der Herzog Wartislav von Pommern dem Kloster Reinfelden den in Pommern an der Grenze liegenden Hof Mönchhusen im Lande "Gotebant" mit den dazu gehörenden Dörfern Wildberg, Wolkow und Reinberg, welche an das Dorf Gotebant grenzten und beschreibt genau die Grenzen derselben, welche östlich bis gegen die Stadt Altentreptow, nördlich bis an das Dorf Schorssow und westlich bis in den See von Kastorf gingen. Nach diesen genauen Bestimmungen wird sich die Lage des Landes Gotebant auch nach den Grenzen der umherliegenden Länder ziemlich genau bestimmen lassen. Im Süden grenzte das alte Land Wustrow, die spätere Vogtei Penzlin, der Klosterort Broda mit den nördlich davon liegenden Dörfern Wulkenzin, Weitin, Chemnitz u. s. w. gehörte schon zur Vogtei Stavenhagen. Es leidet also keinen Zweifel, daß das alte Land "Gotebant" seine Burg bei dem jetzigen Hofe Gädebehn zwischen Stavenhagen und Neubrandenburg hatte und sich um diese Burg erstreckte. Der Ort Gädebehn wird in alten Zeiten auch größer und bevölkerter gewesen sein, da in einer reinfeldenschen Urkunde von 1326 ein Pfarrer von Gotebant als Zeuge vorkommt."
 
Erst 1988 wurde der Burgwall erneut archäologisch untersucht. Ausgräber war der Neubrandenburger Archäologe Dr. Volker Schmidt (1942-2002). Er untersuchte zuvor die slawischen Siedlungen im Tollensesee- Liepsgebiet, wo er das lang gesuchte Rethra vermutete. 1988 untersuchte er neben der Burgwallinsel im Kastorfer See auch die von Mölln. Er grub hier einen kleinen Stich zwischen Vor- und Hauptburg und barg neben unzähligen Knochen und Scherben einen Reitersporn und einen Schlüssel. Er kam zu dem Ergebnis, dass auf der Inselburg Mölln ein Fürst der Tollenser samt seinen Untertanen ansässig war, dem auch die Insel im Kastorfer See weiter nördlich gehörte. Dort fand Volker Schmidt heraus, dass die Inselburg einen befestigten Marktplatz darstellte, ähnlich wie dem auf der Fischerinsel im Tollensesee bei Wustrow. Der Möllner See war damals noch mit dem Gädebehner- und Kastorfer See verbunden und bildete einen schmalen See von gut 8 Kilometern Länge! Dieser See mit all seinen Burgen und Siedlungen war eindeutig der Gaumittelpunkt der "Tollenser". Sie bildeten zusammen mit ihren Nachbarn, den Redariern, den Mittelpunkt des Lutizenbundes, dem auch die Kessiner, Zirzipanen und andere Kleinstämme angehörten. Auffällig bei Redariern und Tollensern ist, dass sie ihre Burgen und Siedlungen in ähnlicher Art und Weise anlegten. Beide Stämme hatten befestigte Marktsiedlungen auf Inseln (Fischerinsel und Kastorf), die nach Nordosten ausgerichtet waren. Die jeweiligen Fürstensitze befanden sich in einiger Entfernung ebenfalls auf Inseln (Hanfwerder in der Lieps und Burgwallinsel Mölln). Da auf der Fischerinsel im Tollensesee 1969 Kultfiguren gefunden wurden ist nach meiner Meinung davon auszugehen, dass auch auf der Insel im Kastorfer See ähnliche Kultfiguren existierten. Volker Schmidt konnte bei Untersuchungen auf der Burgwallinsel Hanfwerder in der Lieps einen Tempel nachweisen, der nach Nordosten ausgerichtet war. Vielleicht gab es auf der Burgwallinsel Mölln auch so einen Tempel? Volker Schmidt wollte nach seinen Untersuchungen von 1988 unbedingt im darauffolgenden Jahr weitermachen. Durch die Wendezeit kam es aber nicht mehr dazu und die Burg geriet wieder etwas in Vergessenheit. Bei meinen unzähligen Besuchen vor Ort fiel mit ein langer Damm auf, der vom Festland bei Mölln bogenförmig an die Insel heranführt. Hier muss es sich um den alten Brückenverlauf handeln. In den Wintermonaten ist dieser am besten zu sehen, gerade im Bereich vor der Burg. Erstaunlich ist sowieso, dass slawische Brücken nie gerade zu den Inseln verliefen, sondern vor den Burgen oftmals einen kleinen Bogen machten. Vielleicht lag dies mit strategischen Gründen zusammen, um einen Feind auf der Brücke besser vom Wall aus bekämpfen zu können. Die hölzerne Brücke muss in Mölln mindestens 280 m lang gewesen sein. Am damaligen Brückenbeginn vom Festland aus, lag in der frühdeutschen Zeit ein kleiner Turmhügel, der den Flurnamen "Hexenberg" trägt. Warum man ihn gerade dort anlegte, steht wohl mit einem damaligen Grenzverlauf in Verbindung. Noch heute wachsen am Burgwall Mölln genau dort, wo Volker Schmidt einst grub, seltene Rosenmalven. Dies ist eine uralte Pflanze, die schon von den Slawen als Heilpflanze und zum Färben von Textilien genutzt wurde. Vielleicht kamen alte Samen durch die Grabungen wieder ans Tageslicht? Auch wenn von der einst stark befestigten Inselburg Mölln heute nur noch wenig übrig geblieben ist, gehört sie doch zu meinen Lieblingsburgen. Hier habe ich schon etliche Stunden verbracht. Der Möllner See ist heute sehr flach und schlammig. Zur Slawenzeit war der Wasserstand sicher höher. Da der Burgwall einer der größten der Gegend ist, ist die Gleichsetzung mit dem urkundlich erwähnten Gau Gotebant des 12. Jahrhunderts durchaus gerechtfertigt. Ein Bild des kleinen frühdeutschen "Hexenberges" findet ihr in der Galerie!
 
Siehe auch:

Downloads: Eigene Publikationen

Wegbeschreibung zum Burgwall (Kmz. Datei für Google Earth)

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Muchow



Südöstlich vom Dorf Muchow befand sich einst eine slawische Burganlage aus dem 7. bis 12. Jahrhundert. Heute ist diese Wallburg fast abgetragen und nur noch ein Halbkreiswall ist übrig geblieben. Genauer erforscht wurde diese Burg allerdings schon 1849 von Karl Kossel. Er beschrieb die Burganlage als zweigliedrig, bestehend aus einer ca. 70 m annähernd runden Hauptburg und einem bogenförmigen Vorwall. Auch schon damals war die Anlage abgetragen worden, um das Land landwirtschaftlich nutzen zu können. Weiterhin beschrieb er, dass sich zwei Wege zur Burg nachwiesen liessen, einer in Richtung Südosten und ein zweiter in Richtung Nordwesten. Gegraben wurde vor Ort aber nicht, man vermaß die Burg nur. Weiterhin ist bekannt, dass zufällig ein slawischer Schlüssel in der Burg gefunden wurde. Damals lag die Burg gut geschützt inmitten von feuchten Wiesen, Auen und Mooren.

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Mustin

Östlich von Mustin befindet sich eine breite Landverbindung zur gegenüberliegenden Uferseite. Hier befand sich einst eine frühdeutsche Burganlage. Man vermutet heute, dass diese auf den Resten einer slawischen Vorgängerburg errichtet wurde. Untersuchungen vor Ort werden sicher genauere Ergebnisse dazu liefern können.

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