Slawische Burganlagen in Sachsen N-Z (50)


Nauberg, Neuhirschstein, Neukirchen-Pleisse, Niedergurig, Niethen, Nossen, Oberau, Oehlisch, Oelschütz, Ostritz-Marienthal, Ostro, Oybin, Paltzschen, Panschwitz-Kuckau, Polkenberg, Prietitz, Proschwitz, Püchau, Rackel-Malschwitz, Riesa-Gröba, Robschütz, Rochlitz, Rötha, Rothersdorf, Särka, Schaddel, Schkölen, Schmölln, Schönau-Berzdorf, Schöps, Seitschen, Sohland am Rotstein, Spittwitz, Staucha, Stauchitz, Stauda-Priestewitz, Strehla, Taucha, Technitz-Möckwitz, Torgau, Wendishain, Wurzen, Zehren, Ziegenhain, Ziegra-Knobelsdorf, Zschaitz, Zschorna, Zwenkau


Nauberg

Im nordwestlichen Bereich von Nauberg befinden sich die Reste einer alten Schanze. Sie stammt, wie Funde zeigten, aus der Slawenzeit. Heute ist die alte Burgfläche teilweise überbaut. Im Ort erinnert noch die Straße "Zur Schanze" an das Bodendenkmal.

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Neuhirschstein

Auf dem westlichen Elbufer, wohl an einem Übergang der "Hohen Straße" über den Fluss, liegt südöstlich von Althirschstein in einem Wäldchen auf einer felsigen Terasse ein gut erhaltener Burgwall. Es dürfte sich um einen Burgwardsitz handeln, der 979/83 erstmals in den Quellen erwähnt wird. Scherbenfunde können in das 10. bis 12. Jahrhundert eingeordnet werden. Im Volksmund wird sie Anlage auch "Boritz" genannt.

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Neukirchen-Pleisse

Auf dem Gelände der heutigen "Schweinsburg" in Neukirchen-Pleisse bei Crimmitschau lag mit hoher Wahrscheinlichkeit vor der deutschen Besiedlung um 1120 eine slawische Wallburg. Sie gehörte zum sorbischen Gau "pagus plisni" und stellte eine Art Fluchtburg dar. Die hölzerne Burg wurde irgendwann um das Jahr 1000 herum errichtet und hieß wohl "cremascowe". Im Zuge der deutschen Ostsiedlung wurde die Wallburg zerstört und diente später der deutschen "Schweinsburg" als Fundament.

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Niedergurig

Südlich von Niedergurig befindet sich die sogenannte "Lubasschanze". Diese Schanze war einst ein alter slawischer Burgwall, der an der Spree lag. Wie Ausgrabungen zeigten, war die Schanze auch schon von den Germanen besiedelt.

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Niethen

In Niethen bei Hochkirch erhebt sich noch heute eine der eindruckvollsten Befestigungen aus der Slawenzeit Sachsens. Der hufeisenförmige Burgwall hat eine Innenfläche von 120 mal 80 m und erreicht Höhen bis zu 16 m. Ausgrabungen im frühen 20. Jahrhundert erbrachten auch Funde aus der Bronzezeit. Nachdem die Slawen diese gewaltige Burg verlassen hatten, nahmen die deutschen Adligen sie noch eine Weile in Besitz.

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Nossen

Bei Nossen befand sich auf dem sogenannten Dechantsberg eine slawische Wallanlage. Sie gehört ins 9./10. Jahrhundert und existierte ungefähr bis 929. Dann setzte auch in dieser Gegend die deutsche Ostsiedlung ein und der Burgwall wurde zerstört oder aufgegeben.

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Oberau

Vom oberen Zugang zur Buschmühle breitet sich auf einer flachen Kuppe über dem Dorfbachtal  der Burgwall im Pfarrbusch aus. Er erstreckt sich wie eine Zunge oder Halbinsel nach Westen und endet dann ein einem steilen Abhang.
Der Burgwall "Pfarrwald" war eine mittelalterliche Zufluchtsstätte, wenn Gefahr drohte. Nach drei Seiten waren die Bewohner durch Steilabfall geschützt und nur nach hinten ungedeckt. An dieser Stelle errichteten sie einen Wall. Dieser ist noch heute gut zu erkennen, obwohl er durch Witterungseinflüsse und Aufforstung stark eingeebnet ist. Vielleicht hat damals ein Palisadenzaun den Wall noch um ein Beträchtliches erhöht. Bewohnt war der Wall wahrscheinlich zeitweise schon zur Bronzezeit, denn man fand Tonscherben aus dieser Epoche. Die geringe Anzahl der aufgefundenen bronzezeitlichen Scherben deuten aber darauf hin, dass diese Anlage nicht dauerhaft bewohnt war, sondern nur in Gefahrenzeiten als Zufluchtstätte diente. Später nutzten die slawischen Sorben den Burgwall.

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Oehlisch

Eine ehemalige kleine Wallanlage aus der Slawenzeit befand sich zwischen der alten Belgern- und der Steinmühle bei Oehlisch. Sie wurde als Oehlischer Schanze, Schwedenschanze, oder auch als Lehmann Schanze bezeichnet. Es handelte sich um einen 50 m großen Ringwall, der aber leider um 1880 vom ehemaligen Grundbesitzer abgetragen wurde.

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Oelschütz

Nördlich von Oelschütz befinden sich die Wallreste einer Burganlage. Wie Funde zeigten, wurde die Burg bereits von den Germanen angelegt und ist später von den Slawen wiederbesiedelt worden. Die Burg lag strategisch günstig am Hochufer der Mulde. Von hier aus konnte man die Gegend um das Gewässer sehr gut beobachten.

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Ostritz-Marienthal

Im Ostritzer Ortsteil Marienthal in Ostsachsen befindet sich eine alte slawische Wallanlage. Man nennt sie heute auch den "Alten Wall". Heute sind die Wallreste bewaldet.

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Ostro

Im südöstlichen Bereich des Dorfes Ostro befinden sich die gewaltigen Überreste einer alten Schanze. Sie wurde vor etwa 2500 Jahren von eisenzeitlichen Menschen der "Billendorfer Kultur " angelegt. Im 6. oder 7. Jahrhundert wanderten die Slawen in dieses Gebiet ein und besetzten diese verlassene Schanze. Sie errichteten sie in einer kleineren Version komplett neu. Sie hatte nun eine Fläche von 2,5 ha und stellte wohl den ersten Hauptort der "Milzener" dar, bevor die Burg in Bautzen diese Funktion übernahm. Ganz in der Nähe der Schanze verlief eine wichtige Handelsstraße, die sogenannte "Via Regia". Daher wird die Slawenburg eine wichtige Stellung gehabt haben. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ostro samt Burg um 1006/1007, als es an das nun deutsche Bistum Meißen verschenkt wurde. Im 12. Jahrhundert hatte sich die Burg überlebt und wurde endgültig aufgegeben. Sie wurde durch eine 150 m südöstlich gelegene Turmhügelbefestigung abgelöst.

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Oybin



Nördlich der Stadt Oybin befindet sich der markant liegende gleichnamige Berg. Auf seinem Gifpel liegen heute noch die Reste einer Burg- und Klosteranlage. Allerdings geht die erste Besiedlung bis in die Bronzezeit zurück. Auch die Slawen nutzten mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Ort für eine Höhenburg. Die erste urkundliche Bezeichnung für diesen Berg lautet "Moybin" und ist slawischen Ursprungs. Später siedelten hier deutsche Raubritter.

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Paltzschen

Nördlich von Paltzschen befand sich bis 1976 eine slawische Wallanlage. Dann wurde das Areal leider durch die Landwirtschaft zerstört, was zu DDR-Zeiten zu einer gerichtlichen Klage führte, die aber durch Verjährung 1982 abgewiesen wurde. Die Burg ist inzwischen komplett eingeebnet. Einige Luftaufnahmen zeigen jedoch den mutmaßlichen, fast viereckigen Grabenverlauf der einstigen Burganlage. Bis 1976 waren die Burgreste noch bis zu 3 m hoch und über 100 m lang.

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Panschwitz-Kuckau

Nordöstlich von Panschwitz-Kuckau befindet sich eine Burganlage, die auch als "Kuckauer Schanze" bekannt ist. Es handelt sich dabei um eine ehemals slawische Burg, die in einer natürlichen Schutzlage errichtet wurde. Sie diente in unruhigen Zeiten der Bevölkerung als Rückzugsort, oder war der Sitz eines slawischen Adels. Die Burgfläche beträgt 100 x 50 m und die Wallhöhe misst an einigen Stellen noch 11 m. In der Burg befindet sich heute ein Sportplatz sowie ein Ferienhaus mit Übernachtungsmöglichkeit.

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Polkenberg

In Polkenberg bei Leisnig befinden sich die Burgwallreste einer einst slawisch/deutschen Burganlage. Sie wurde am Muldetal von den Slawen wahrscheinlich schon im späten 9. oder frühen 10. Jahrhundert angelegt. Nachdem das Gebiet in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts in deutsche Hände geriet, wurde diese Burg ein deutscher Burgwardstandort. Wie lange dieser dann existierte, ist unbekannt.

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Prietitz

Auf einem Bergsporn dieses "Grauwackefelsens" thront ein sichelförmiger Abschnittswall mit einem Durchmesser von 60 m. Die Umwehrung wurde wohl aus Holz und Erde aufgeschüttet und ist heute teilweise eingeebnet. Doch vermittelt der noch erhaltene Teil der Erdschanze einen guten Eindruck von der ursprünglichen Wehrhaftigkeit der Burganlage. Die Schutzanlage entstand vermutlich in mittelslawischer Zeit (ca. 10 Jh.), als die "Milzener" ein dichtes Netz an kleinen kompakten Burgen aufbauten. Damit wollten sie sich gegen die Eroberungsbestrebungen des deutschen Königs Heinrich I. verteidigen. Teilweise liegen nur 3 bis 5 km zwischen den Wehranlagen und zeigen, wie kleinteilig die Herrschaftsgebiete in slawischer Zeit gewesen sein müssen. Genutzt hat es aber wohl nicht viel. Ab 932 gelten die "Milzener" als unterworfen und sind der deutschen Krone tributpflichtig. Doch die Anlage bleibt auch weiterhin in Betrieb. Mindestens bis in das 12./13. Jh. wird die Burg auf dem "Georgenberg" von den Deutschen als Verteidigungsanlage genutzt und ist als Hauptbefestigung eines Burgwards belegt.

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Proschwitz

Südwestlich von Proschwitz bei Meißen befindet sich am Hochufer an der Elbe die sogenannte "Bennokanzel". Seit 1984 wurden hier erste Untersuchungen vorgenommen, bei denen man auf Keramikscherben der Bronze- und Slawenzeit stiess.  Auch einen in das Gestein geschlagenen Graben konnte man nachweisen. Man vermutet hier heute den Standort einer Burg aus dem 10. bis 12. Jahrhundert, aber auch aus der Bronzezeit. Oberirdisch ist von den Anlagen so gut wie nichts mehr zu erkennen. Heute gibt es vor Ort einen kleinen befestigten Weg mit einem Aussichtsbereich auf die Elbe.

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Püchau

Das heutige Schloss von Püchau steht auf den Resten einer slawischen Burgwallanlage. Auch sie ging in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts unter und wurde in eine kleine deutsche Burg umfunktioniert. Bischof Thietmar von Merseburg erwähnte mehrere Male die Anlage in seinen Chroniken. Eine davon lautet:

" Immer neue Einfälle der Ungarn wies der König zurück (Heinrich I.). Doch als er ihnen einmal mit unterlegenen Kräften Schaden zufügen wollte, musste er überwältigt in der Burg Püchau Zuflucht suchen. Dort entgang er der Todesgefahr, und gewährte ihren Bewohnern außer reichen Schenkungen größere Rechte, als sie bisher hatten und ihre Nachbarn heute besitzen. "

Püchau hiess in den alten deutschen Quellen des 10. Jahrhunderts: Bichni, Bigni sowie  Bichini und dürfte damit noch den alten slawischen Namen getragen haben.

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Rackel-Malschwitz

Die "Rackeler Schanze", auch "Alte Schanze" genannt, war eine ehemals slawische Burg des Stammes der Milzener. Sie diente in Notzeiten als Rückzugsort oder war sogar der Sitz eines lokalen Führers. Heute ist das Gebiet der Burg bewaldet.

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Riesa-Gröba

Anstelle der heutigen Kirche in Riesa Ortsteil Gröba befand sich ehemals eine slawische Wallburg. Erbaut wurde sie im 10. Jahrhundert und wurde nach der deutschen Landnahme als Burgward umfunktioniert. Schriftlich erwähnt wurde die nun deutsche Burg im Jahre 1046, als König "Heinrich III." sie seiner Frau "Agnes" schenkte. Im Bereich des Friedhofes sollen noch geringe Wallreste erkennbar sein.

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Robschütz

1. "Burgberg"

Robschütz liegt zwischen Garsebach und Roitzschen. Am westlichen Talhang der Triebisch befindet sich ein slawischer Abschnittswall. Keramische Funde gehen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Bestanden hat die Burg wohl bis ins 12. Jahrhundert hinein. Bei Grabungen wurde festgestellt, dass die Wallkonstruktion aus einer äusseren Blendmauer aus Steinplatten und einer Wallfüllung aus Lehm bestand, nach hinten durch Hölzer abgeschlossen.

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2. "Jokischberg"

In Robschütz gibt es noch eine weitere slawische Wallanlage. Diese befindet sich östlich über der Triebisch auf dem "Jokischberg". Interessant ist, dass sich diese Burg nur ca. 250 m Luftlinie von der anderen Slawenburg befindet. In welcher Beziehung diese Burgen zueinander standen, oder ob sie zu verschiedenen Zeitepochen existierten, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Es handelt sich um einen Ringwall auf einem Hochplateau, der nur teilweise eingeebnet ist. Seit 1936 ist dieses Bodendenkmal geschützt.

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Rochlitz

Die Burg bildete in mittel- und spätslawischer Zeit das Zentrum des slawischen Kleingaus Rochlitz. Archäologische Funde lassen vermuten, dass auf dem westlich an das heutige Schloss anschließenden Nosswitzer Schlossberg ein Burgwall aus dem 9. und 10. Jahrhundert als Vorgänger der deutschen Burg bestand, der später als westliche Vorburg  umfunktioniert wurde. Das Gebiet an der Mulde kam wahrscheinlich unter König Heinrich I. unter deutsche Herrschaft. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts erfolgte die Einrichtung eines Burgwards, dessen Mittelpunkt die Burg Rochlitz bildete. Als Missions- und Pfarrkirche für den gesamten Burgward wurde in der östlichen Vorburg die St. Petrikirche vom Merseburger Bistum noch vor 981 gegründet. Im Jahre 995 wird das Gebiet Rochlitz in einer Urkunde Kaiser Ottos III. erstmals schriftlich erwähnt, als nach der Auflösung des Bistums Merseburg die Zwickauer Mulde als Grenze der Bistümer Naumburg und Meißen bestimmt wurde.

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Rötha

In Rötha befand sich auf dem sogenannten Fuchsberg eine Wallanlage aus der Slawenzeit. Anhand der dort gefundenen Keramik kann man sie ins 9. Jahrhundert einordnen. Heute zeigen sich dem Besucher nur noch deformierte, kaum erkennbare Wallreste vor Ort.

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Rothersdorf

Am Ortsrand von Rothersdorf bei Bennewitz liegen die Reste eines slawischen Burgwalls. Sie sind allerdings schlecht erhalten, weil der Bereich der Burg früher als Steinbruch genutzt wurde. Die einstige Stelle der Burg ist der heutige Elchberg.

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Särka



Auf dem Südgipfel des "Strohmberges" bei Särka befand sich in der Slawenzeit eine Höhenburg. Sie lag ideal geschützt auf einer Höhe von 264 m. Rings um den Berg floss damals wie heute das Löbauer Wasser, welches zusätzlich Schutz bot. Die Wallburg wurde aus Trockenmauern und den typischen Holz-Erde-Wällen errichtet und stammt wohl aus dem 11. Jahrhundert. Durch den Abbau des Gesteins am Gipfel wurden die Reste der Burg komplett zerstört, sodass heute vor Ort nichts mehr erkennbar ist.

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Schaddel

1. "Großer Schaddelwall"

Circa einen Kilometer nordwestlich von Schaddel bei Großbothen liegen die Reste einer mehrgliedrigen Wallanlage aus der Slawenzeit. Sie wird auch als "Großer Schaddelwall" bezeichnet. Sie lag strategisch günstig auf einer Anhöhe an der Mulde gegenüber des heutigen Ortes Höfgen. Es handelte sich demnach um eine Höhenburg. Mehrgliedrige Anlagen waren vor allem bei den Wilzen im heutigen Mecklenburg-Vorpommern üblich und gehören ins 8./9. Jahrhundert.

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2. "Kleiner Schaddelwall"

Ein weiterer Wall aus der Slawenzeit befindet sich weiter südöstlich vom "Großen Schaddelwall". Da er kleiner ist, wird er als "Kleiner Schaddelwall" bezeichnet. Es handelte sich um eine Spornbefestigung über dem Muldental. Zeitlich wird sie nach der Aufgabe des "Großen Schaddelwalles" bestanden haben und gehört somit ins 9./10. Jahrhundert.

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Schkölen

In Schkölen bei Markranstädt befindet sich die sogenannte Hunnenschanze. Es handelte sich dabei um einen slawischen Burgwall. Woher er den Namen Hunnenschanze bekommen hat, ist heute nicht mehr feststellbar. Ob der Burgplatz auch schon vor den Slawen befestigt war, wird heute noch diskutiert, da sich der Name des Ortes früher "Zolini" schrieb. Das kann vom slawischen Wort "Skolina = umpfählter Ort", oder vom germanischen Wort "sual-din = kleine Burg" abstammen.

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Schmölln

Nördlich von Schmölln in der Oberlausitz befand sich auf dem "Hraschken" ein Burgwall. Leider ist er durch einen früheren Steinbruch so gut wie komplett zerstört woirden. Heute ist dieses Steinbruchloch mit Wasser gefüllt. Funde deuten auf eine Entstehung des Burgwalles in der Bronzezeit hin. Die Slawen nutzten die Wallburg ebenfalls. Im Volksmund bezeichnet man die wenigen Überreste der Höhenburg als "Alte Wendenschanze". Die Bilder stellte mir freundlicherweise Ralf Herold von www.goetterhand.de zur Verfügung.

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Schönau-Berzdorf

Südlich von Schönau-Berzdorf liegen auf dem Gipfel des Hutberges die Überreste zweier Burganlagen. Die ältere ist eine slawische Ringburg und besaß einen halbrunden Abschnittswall. Es handelte sich um eine Höhenburg auf dem knapp 300 m hohen Gipfelplateau. Die zweite ist eine mittelalterliche Ritterburg, von der noch Mauerreste und ein Brunnen erhalten sind.

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Schöps

1. "Große Schanze"

Nordöstlich des Ortes Schöps im Landkreis Görlitz befinden sich die gut erhaltenen Wallreste einer Slawenburg. Sie wurde am Ostufer der schwarzen Schöps angelegt. Ihre heutige Größe beträgt ca. 100 x 50 m. Der Wall ist mit Bäumen bestanden und einen Besuch wert.

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2. "Kleine Schanze"

Südlich des Ortes liegt eine weitere Wallanlage aus der Slawenzeit. Sie ist allerdings kleiner von der Größe her. Daher wird sie auch als "kleine Schanze" bezeichnet. Sie wurde am östlichen Uferbereich der schwarzen Schöps angelegt und ist heute bewaldet. Ihre Größe beträgt ca. 70 x 50 m.

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Seitschen

Die "Schanze von Seitschen" war eine slawische Höhenburg, die strategisch günstig auf einem Felsriegel über dem "langen Wasser" lag. Die Burginnenfläche war mit 30 mal 40 m relativ klein. Im Osten befand sich ein Wall, der bis zu 15 m hoch war. Wahrscheinlich war diese Burg mit der von Thietmar von Merseburg überlieferten Burg "Sciciami" identisch.  Dort empfing am 3. Februar 1018 der polnische Herzog und spätere König "Boleslaw Chrobry" die Meißner Markgrafentochter "Oda" zur Eheschließung.

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Sohland am Rotstein

Westlich von Sohland am Rotstein befindet sich auf dem südlichen Rotsteingipfel eine slawische Wallanlage. In 455 m Höhe errichtete man wohl schon in der altslawischen Zeit einen Doppelringwall, bestehend aus Vor- und Hauptburg. Die Höhenburg bestand möglicherweise bis ins 12. Jahrhundert.

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Spittwitz

Südwestlich des Ortes Spittwitz befindet sich die "Spittwitzer Schanze". Die ehemals slawische Burg ist heute schwer zu erreichen, da es keinen direkten Weg zu ihr gibt. Allerdings ist sie ausgeschildert. Sie wurde im 10. Jahrhundert angelegt und bestand bis ins 12. Jahrhundert hinein. Die Slawen errichteten die Wallburg auf dem nördlichen Felsufer des "Silberwassers". Bei Grabungen Anfang des 20. Jahrhunderts fand man Reste von Balken und Nahrungsmitteln, Gefäßen und verkohlten Früchten.

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Staucha

In Staucha befindet sich im Bereich der Kirche eine wahrscheinlich ehemalige slawische Wehranlage. Vor Ort erkennt man, dass die Kirche direkt auf einer unnatürlichen Anhöhe errichtet wurde. Dies sind wahrscheinlich die Reste der ehemaligen Wallburg. Im Zuge der deutschen Ostexpansion (10. bis 13. Jahrhundert) war es gängige Praxis, alte slawische Burgen und Kultplätze mit christlichen Kirchen zu überbauen. Dies passierte wohl auch in Staucha.

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Stauchitz

Mit dem Namen "Burg Gana"  wird die Hauptburg des slawischen Volkes der "Daleminzier " bezeichnet. Die slawische Burg wurde erstmals urkundlich erwähnt, als sie vom deutschen König Heinrich I.  im Jahre 928/929 zerstört wurde. Vor der Zerstörung sollen die Bewohner dort trotz militärischer Unterlegenheit die Burg über einen Zeitraum von über 30 Tagen gehalten haben. Diese alte Burganlage wurde über viele Jahre intensiv in der gesamten Region gesucht. Auf Grund umfangreicher geophysikalischer Untersuchungen im Jahr 2003  wird die geografische Lage bei Stauchitz in der Nähe der Pappmühle an dem kleinen Fluss Jahna vermutet. Auf Satellitenbildern des vermuteten Ortes sind Umrisse der ehemaligen Burg zu erkennen. Im Mittelpunkt der Ringwälle gab es einen 75 x 75 m großen Hof, der von einem Graben umgeben war.

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Stauda-Priestewitz

In Stauda befindet sich an der Priestewitzer Straße ein slawischer Wall der den Namen "Opferhügel" trägt. Er ist aber von außen kaum als solcher erkennbar, da er neuzeitlich bebaut wurde. Das Bodendenkmal befindet sich damit auf Privatgelände und darf nicht betreten werden.

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Strehla

Die Burg Strehla, das spätere Schloss Stehla, befindet sich auf einem steil zur Elbe abfallendem Hügel in der Stadt Strehla im Landkreis Meißen in Sachsen. Schon vor 900 soll es an dieser Stelle einen slawischen Herrschersitz gegeben haben. Wahrscheinlich ist die Burg Strehla eine der ersten Gründungen in diesem Gebiet. Die Höhenburg wurde zum Schutz eines Flussübergangs in der Nähe einer Furt nach 928 erbaut, im 10. Jahrhundert mit einem Burgward erwähnt. Im einen Konflikt zwischen dem deutschen König Heinrich II. und dem polnischen Herzog Boleslaw I. Chrobry wurde die Burg im Jahr 1002 niedergebrannt.
Ehemalige Besitzer der Burg waren 1064 die Bischöfe von Naumburg. 1384 kam die Burg als Lehen an die Herren von Pflugk und blieb bis 1945 im Besitz der Familie Pflugk. Im 15. bis 16. Jahrhundert wurde die Burg als Schloss neu aufgebaut und 1890 der Nordflügel nach einem Brand wiederaufgebaut. Nach der Bodenreform zu DDR-Zeiten wurde Schloss Strehla als Kinderheim genutzt und ist seit 1994 wieder in Privatbesitz.

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Taucha

1. "Schloss Taucha"

Im Jahr 974 wurde die ehemals slawische Burg auf dem Schlossberg das erste Mal als Burg "Cothug" von Thietmar von Merseburg erwähnt. Die Burg war der millitärisch- ökonomische Mittelpunkt des gleichnamigen Burgbezirkes. 1004 ging die Burg an den Erzstift Magdeburg. Um 1220 lässt der Erzbischof Albert von Magdeburg anstelle der Slawenburg eine deutsche Burg anlegen, die 1282 erobert und zerstört wurde. Bis 1542 lag das Gelände weitgehend wüst. Danach wurde hier ein Schloss errichtet, das heute noch besteht.

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2. "Gewinneberg"

Auf dem sogenannten Gewinneberg in Taucha-Dewitz befand sich ebenfalls eine slawische Wallburg. Auf dem Gipfel ist noch deutlich der Ringwall erkennbar. Es handelte sich um eine altslawische Höhenburg aus dem 8./9. Jahrhundert.

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Technitz-Möckwitz

Westlich von Technitz befinden sich auf dem Hochplateau des sogenannten Pischberges die schwachen Überreste einer zweigliedrigen Wallanlage. Endeckt wurde die ca. 2,3 ha große Wehrburg erst 2006. Die Erbauer legten sie strategisch günstig am Hochufer der nahen Freiberger Mulde an. Durch jahrelange Ackerbewirtschaftung sind die Wälle so gut wie eingeebnet. Nur noch schwache Reste der einst bögenförmigen Erdwälle sind bei genauer Beobachtung vor Ort zu erkennen. Auf dem Satellitenbild von "Google Earth" kann man die einstige Burg aber leichter ausmachen. Hier zeigen sich deutlich zwei bogenförmige Verfärbungen, die von den einstigen Grabensystemen an den Erdwällen stammen. Nach den bisherigen Lesefunden zu urteilen, hat wohl auch diese slawische Anlage schon zu prähistorischen Zeiten eine Vorgangersiedlung oder Vorgängerburg gehabt.  Zu erwähnen ist noch, dass sich unmittelbar westlich der slawischen Burg eine weitere viel kleinere Anlage befindet, die wohl aus frühdeutscher Zeit stammt. Sie hat eine Innenfläche von 0,3 ha und war schon länger bekannt als die größere Doppelwallanlage.

Doppelburg:

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Frühdeutsche Burg:

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Torgau

Anstelle des heutigen Schlosses "Hartenfels" in Torgau lag vermutlich schon in der Slawenzeit eine Burganlage. Torgau stammt vom slawischen Wort "torgowe" ab und bezeichnet einen Marktort. Die Burg wurde auf einer Felskuppe am Westufer der Elbe errichtet. Hier führte damals eine Furt über der Fluss und wichtige Handelsstraßen führten an der Burg vorbei. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 973.

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Wendishain

Ungefähr einen Kilometer nordöstlich von Wendishain befindet sich die wohl gewaltigste Ringwallburg Sachsens. Sie hat eine Ausdehnung von ca. 600 mal 300 m. Die umschlossene Innenfläche betragt 12 ha. Sie wurde stategisch günstig auf einem natürlichen Berg angelegt der heute "Staupenberg" genannt wird. Der einstige Zugang zu dem heute bewaldeten Plateau lag an der Südseite. Zwei natürliche Quellen innerhalb der  Wälle  boten den Burgbewohnern genügend Wasser zur Trinkversorgung. Wie Lesefunde zeigten, wurde die Burg schon in der Bronzezeit von der Lausitzer Kultur angelegt. Später in der Slawenzeit fand die alte Burgfläche eine erneute Nutzung. Umfangreichere Ausgrabungen haben hier noch nicht stattgefunden.

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Wurzen

In Wurzen an der Mulde gab es bereits zur Slawenzeit eine Burganlage. Sie lag strategisch günstig an einem Muldeübergang und konntrollierte die hier verlaufende "Via Regia". Nach der deutschen Landnahme wurde der Ort 961 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg lag im Gebiet der "Neletici". Die Burg soll sich westlich des heutigen Marktplatzes, ganz in der Nähe des Schlosses befunden haben.

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Zehren

1. "Burgberg"



In Diera-Zehren befand sich auf dem sogenannten Burgberg einst eine slawische Burganlage aus dem 10. bis 11. Jahrhundert. Sie wurde strategisch günstig auf einem natürlichen Geländesporn an der Elbe errichtet. Ganz am äußeren Ende dieses Spornes befand sich die Hauptburg. Aus der Luft erkennt man noch die Befestigung der Vorburg. 1003 wurde diese Burg von Thietmar von Merseburg als "castellun cirin" bei Auseinandersetzungen zwischen den Deutschen und Polen erwähnt. Der Hauptwall ist noch gut erkennbar.

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2. "Burgwall bei den Spitzhäusern"



Südlich von Diera-Zehren befand sich bei den "Spitzhäusern" eine weitere slawische Befestigungsanlage. Sie wird auf das 8./9. Jahrhundert datiert und dürfte die Vorgängeranlage der Befestigung auf dem Burgberg gewesen sein. Der Umfang der Burg beträgt ca. 2700 m² und ist heute geschützt. Funde zeigen auch eine ältere Besiedlung in der Bronzezeit an.

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Ziegenhain

Zwischen  Höfgen und Ziegenhain befindet sich eine Wallbefestigung aus dem 9./10. Jahrhundert. Sie wurde auf einem Geländesporn in einer Flussschleife angelegt. Heute ist der Burgberg bewaldet. Der bogenförmige Wall ist noch bis zu 5 m hoch. Die Gesamtfläche der Burg beträgt ca. 1 ha. In südliche Richtung schloss sich eine befestigte Vorburgsiedlung an, deren Wall leider abgeackert wurde und nicht mehr erkennbar ist.

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Ziegra-Knobelsdorf

Nordwestlich von Ziegra-Knobelsdorf befinden sich die Wallreste einer altslawischen Burganlage. Sie stammt aus der Zeit des 7. bis 9. Jahrhunderts. Im Volksmund wird sie auch als "Schwedenschanze" bezeichnet, ohne dass es einen Zusammenhang zum 30 jährigen Krieg gab. Sie befindet sich in einem Waldgebiet östlich der Zschopau ganz in der Nähe der  Eisenbahnbrücke über den Fluss. Man vermutet , dass diese Burg wahrscheinlich auch schon vor den Slawen besiedelt war. Ausserdem ist davon auszugehen, dass auch die deutschen Einwanderer die Burg in Besitz nahmen und hier einen Burgwardmittelpunkt errichteten. Im Zentrum des Burgwalls befindet sich heute die Grabstelle der Familie Schmidt, die die letzten Besitzer des Rittergutes von Ziegra waren.

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Zschaitz



Auf dem sogenannten Burgberg in Zschaitz gab es von der Steinzeit bis hin ins Mittelalter mehrere hintereinander gestaffelte Befestigungsanlagen. Durch eine beginnende Ackerbewirtschaftung des Areals seit dem 19. Jahrhundert sind große Teile dieser Wallanlagen leider eingeebnet und Gräben verfüllt worden. Die Gesamtgröße des Burgareals konnte durch geomagnetische Untersuchungen auf 20 ha ermittelt werden. Allein der Hauptwall soll 8 m breit und aussen mit einer Mauer aus Trockengestein errichtet gewesen sein. Dieser Hauptwall stammt sicher aus der letzten Nutzungsperiode aus der Slawen- und frühdeutschen Zeit. Der äußere Vorwall ist etwa zu einem Drittel eingeebnet und zeigt sich dem Besucher nur noch als schwache Bodenwelle. Eine sichtbare Randbefestigung der Burg ist nicht zu erkennen. Durch die natürlichen steilen Hänge konnte man auf komplizierte Wallkonstruktionen verzichten und errichtete hier nur einfachere Holzpalisaden. Durch den Fund vieler Holzkohlestücke im Hauptwall kann man am Ende der Besiedlung im Mittelalter von einer gewaltigen Feuerkatastrophe ausgehen.

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Zschorna

Gut einen Kilometer nördlich von Zschorna befinden sich die Wallreste einer slawischen Burganlage. Interessant ist, dass nur ca. 100 Meter weiter nördlich eine weitere slawische Wallburg bei Lauske Weißenberg liegt. In welcher Beziehung beide Burgen miteinander standen ist unbekannt.

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Zwenkau

Dort, wo heute das Zwenkauer Rathaus steht, befand sich schon im 9. Jahrhundert eine ovale Ringwallburg der Slawen. Um 950 bildete diese Burg den Mittelpunkt des Gaues Zuenkouua. 974 wird diese Anlage das erste Mal schriftlich genannt. Nachdem die Slawen unterworfen waren, diente die Burg weiterhin den Deutschen als Burgward. Im Laufe der Zeit wurde die Burg immer wieder umgebaut und verwandelte sich schließlich im 13. Jahrhundert in eine kleine Schlossanlage.

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